Samstag, 18. Mai 2013

Thank You Australia!

"My Love I left
My Heart I left
With my Promise to return
A Promise to return"

Time to Say Goodbye

Mit Lukas Leitner war es nochmal sehr schön. Die letzten Tage in Sydney mit einem Kumpel aus Hall verbringen zu können. Direkt nach meine Ankunft haben wir uns in Hyde Park getroffen, um ein wenig zu schnacken. Er hatte viel aus der Heimat bzw von Kolumbien und was sonst noch alles passiert war zu berichten. Leider musste ich auch schnell feststellen, dass in Sydney endgültig Herbst ist und ich mit Shirt, Boardshorts und FlipFlops merklich unpassend gekleidet war.
Natürlich musste ich auch noch packen, mein Bankkonto schließen und mein letztes Geld ausgeben.
Freitag Abend haben wir uns dann bei Lukas, der in einem gammligen Zimmer lebt, getroffen. Mit Flo kam noch ein weiterer Bekannter aus Hall dazu. Er kam mit Begleitung aus Canberra. Wir tranken ein wenig, redeten viel und machten später noch die Straßen Sydneys unsicher.
Auf dem Heimweg passierte mir noch ein kleines Missgeschick, da ich im Bus eingeschlafen war und dann um halb sechs morgens im Norden Sydneys, in Palm Beach, aus dem Bus geworden wurde. Das schöne daran war, dass ich eigentl sowieso zum Palm Bech wollte und dann durfte ich sogar noch den Sonnenaufgang dort sehen. Das negative war natürlich, dass ich ohne Schlaf meinen ersten Teil der Heimreise antreten durfte.

Der Abschied von Sydney viel bei weitem nicht leicht. Ein letztes Mal die George Street zum Circular Quay runter. Zum Opernhaus laufen. Die Manly Ferry zum schönsten Ort Australiens nehmen (neben Byron). Der Abschied von Manly und Dee Why Beach, wo ich mich einfach zu Hause gefühlt habe.

Jetzt heißt es also Bye Bye Australia. Eine unglaublich spannende und aufregende Zeit geht zu Ende. Viele neue Menschen durfte ich kennen lernen, neue Erfahrungen machen und doch blieb immer der Gedanke an zu Hause, sodass ich mit gemischten Gefühlen ins Flugzeug steigen kann. Aber wer weiß, vielleicht kommt man ja schneller wieder zurück als man denkt. Jetzt warten noch drei Tage Dubai und Abu Dhabi auf mich, dann ist auch der Blog Geschichte.

Welcome to Paradis!

In meiner zweiten Woche in Fiji führte es mich endgültig ins Paradis. South Sea Island. Man braucht geschlagene zwei Minuten um diese Insel zu umrunden. Zwei Häuser. Eines für die Mitarbeiter und eines für die Gäste, das ist alles was es zu bieten hat und trotzdem ist es mehr als genug. Der Inbegriff zum Entspannen. Nette Leute, fünf Tage kein Kontakt zur Außenwelt, tolles Essen. Einzig das Wetter hatte an manchen Tagen etwas besser sein können.
Die einzig nennenswerte Aktivität, von der ich absolut begeistert war, war der Introduction Dive, den ich umsonst bekommen habe. Es ist faszinierend unter der Wasseroberfläche zu atmen. Man fühlt sich wie auf einem anderen Planeten, da aufeinmal alles Ruhig ist und man nur sich und die Umgebung hat, mal abgesehen von Mitchell, meinem Guide.
Abgesehen davon hat die Insel mich zur völligen "Entspanntheit" gebracht. Abends wurden immer gut Bierle getrunken und wir hatten jede Menge Spaß.
Auch von South Sea Island liefern wohl Bilder die besseren Eindrücke als viele Worte!
Nun geht ist zurück nach Sydney und meine Tage bis ich wieder in der Heimat bin sind gezählt....Leider.

Noch ein kleiner Nachtrag zum Thema "man sieht sich immer zweimal im Leben":
Just in dem Moment als ich das Schiff, das mich zurück nach Nadi brachte, betrat, wurde ich von Chamelina überrascht, die mit Lara auch wieder auf dem Heimweg war. Obwohl wir uns erst wenige Tage kannten hatten wir uns viel zu erzählen, also würden wir uns schon seit Jahren kennen. Da die beiden in ein anderen Hostel waren, verabredeten wir uns noch zum Abendessen und hatten einen schönen letzten Abend auf Fiji. Doch auch im Hostel traf ich nochmal alte Bekannte von der Insel. Liz und Frankie mussten krankheitsbedingt nach Nadi zurück und hausten in einem Hostel als ich ankam. Dort habe ich noch eine weitere Überraschung erlebt. Da der Dorm ausgebucht war, bekam ich ein privates Einzelzimmer, das normalerweise 140$ kostet. Ich habe 17$ gezahlt und es war sehr ungewohnt so viel Privatsphäre nach etlichen Nächten mit mehr als 30 Leuten im Zimmer zu haben.

Noch ein Nachtrag zu den Bildern: die habe ich lediglich im Fernseher abfotografiert, deswegen die schlechte Qualität.

























Bula!!

Nach einem mehr oder minder angenehmen Flug war es ein Segen aus der Maschine zu steigen und die tropische, warme Luft einzuatmen. Am Flughafen wurden wir von einer Gruppe Einheimischer mit traditioneller Musik, die an die aus Hawaii erinnert, und lauten "Bula"-Rufen empfangen. "Bula" heißt soviel wie Hallo, wird hier aber für alles verwendet und hat mich den ganzen Aufenthalt begleitet. Vom Flughafen ging es in meine schäbige Unterkunft in Nadi Downtown. Voller Hoffnung ging ich noch spät auf die Straße, um etwas zu essen zu finden. Es stellte sich jedoch raus, dass das ein größeres Problem war, als irgendwelche böswilligen Locals oder Prostituierte ausfindig zu machen. Der erste Eindruck von Nadi war also eher abschreckend als paradiesisch. Am nächsten Morgen besserte sich das nur wenig: Nadi sieht schäbig aus und man hat das Gefühl, die Menschen dort sind nur nett, um einem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine Ausnahme gab es jedoch: Als ich mich in eine Seitenstraße verirrt hatte, wurde ich von einem Mann zum Kava, das Volksgetränk, das angeblich dafür verantwortlich ist, dass der Großteil hier so breit gebaut ist, eingeladen. Er betete für mich auf Fiji, dass ich einen guten Aufenthalt haben werde und schenkte mir eine Kette als "Glücksbringer".
Mit dem lokalen Bus ging es dann für günstige 5 Fijidollar zur Coral Coast. Die Busfahrt war schon ein Erlebnis für sich: mit ca 60 Fijianern in einem veralteten Bus über miserable Straßen und einem Busfahrer der Lebensmüde zu sein schien. Jedoch kann man nichts gegen ihn sagen, da er mich vor dem Eingang meines Resorts, dem Mango Bay Resort, absetzte. Das Resort besitzt einen grünen Garten mit Palmen, die hoch in den meist blauen Himmel ragen, eine gemütliche Restaurant- und Pool-Anlage und einen bezaubernden Strand wie man ihn von den Postkarten kennt. Auch die ersten Bekanntschaften ließen nicht lange auf sich warten. Mit David lernte ich einen weiteren Franzosen kennen. Wir verstanden uns trotz der 15 Jahre Altersunterschied prächtig. Neben ihn waren noch Veranda und Rodrigo aus Mexiko in meinem Zimmer und als deutsche reihten sich noch Vera und zwei weiter Mädels aus Augsburg in unsere Gruppe ein. Abgerundet wurden wir durch Flo und Malaika, die mit ihren zwei Mädels Theresa, vier, und Isabel, ein Jahr alt, eine Weltreise machen. Mein Respekt, mit so jungen Kindern. Gemeinsam unternahmen wir im laufe der Woche verschiede Dinge. Unter anderem fuhren wir zum wunderschönen Natadola Beach oder spielten in der australischen TV Show "The Beauty and the Geek" mit. Der Dreh fand in einem Resort neben dem unseren statt und wir dienten als Statisten, wobei die "Freaks" die Aufgabe hatten mit den Mädels ins Gespräch zu kommen. Es war ein witziger Tag mit Freibier und einem Mittagsbuffet.
Im Laufe der Tage standen dann neben Entspannen, Lesen und Lernen unter anderem Surfen, Schnorcheln und Kajak fahren auf dem Programm.
Beim Schnorcheln konnten wir am Meeresgrund einen über 2 Meter langen Leopard Shark sehen, was uns ein wenig Angst eingejagt hatte.

Gerne würde ich Bilder für sich sprechen lassen. Blöderweise ging meine Digitalkamera einmal zu oft Baden und die Bilder meiner GoPro kann ich nur von einen Computer hochladen. Ich bemühe mich aber, dies so schnell wie möglich zu machen.

Am Freitag ging es dann nach fantastischen ersten Tagen zurück nach Nadi. Inzwischen hatte ich mich voll und ganz an die "Fiji-Time" gewohnt und es viel nicht schwer den Tag über einfach nichts zu machen, außer zu relaxen und ein wenig zu schnacken. Meine Begeisterung weitere 12 Stunden in Nadi zu verbringen hielt sich aus Erfahrung begrenzt und doch wurde es zum reinsten Erlebnis für mich.
Nachdem ich nach fast sechs Monaten die Hoffnung schon aufgegeben hatte einen von ihnen persönlich zu treffen, saß kein geringerer als Luke Kilpatrick, Gitarrist von Parkway Drive, in der Bar meines Hotels. Ganz höflich fragte ich ihn nach seinem Namen und ob ich mich zu ihm setzen durfte und wir verbrachten den Abend miteinander, dabei hatten wir nicht nur das Thema "Parkway". So kannte er zum Beispiel auch meinen Host aus Evans Head und war überrascht wie viele Locals ich aus Byron Bay kenne. Nachdem wir am nächsten Morgen noch zusammen gefrühstückt haben, dankte er mir für meinen Support, ich ihm für das Gespräch und er verabschiedete sich mit den Worten "See You this June! With Full Force! Carrion! Bro!" Und machte sich auf den Weg zu Wistons Hochzeit, während ich den Shuttel zum Hafen wählte.





Evans Head

Ich wollte immer in meinem letzten Monat in Australien am Meer sein und Surfen können, da mich der Sport fasziniert und ich es unbedingt lernen will. Deswegen bin ich momentan in Evans Head. Einem kleinen Fischerdorf etwa 60 km südlich von Byron Bay. Ich arbeite hier in einer Surfschule und darf dafür dort umsonst wohnen. Die Arbeit besteht daraus für ein paar Stunden am Tag am Strand zu sitzen und Kajaks zu vermieten, also nichts machen und warten, dass Leute kommen. Den Rest des Tages verbringe ich hauptsächlich mit Surfen, aber auch Kajak fahren, Stand-Up Paddelboard, Joggen, Lesen und Lernen stehen auf dem Programm. Alles in allem ist es also sehr entspannt und genau so wie ich es wollte. Anfangs war ich noch etwas enttäuscht, da kaum Leute in meinem Alter unterwegs waren. Nach drei Tagen kam dann aber Nik. Inzwischen sind wir echt dicke und verbringen quasi den ganzen Tag zusammen. Er ist Franzose, Lyon, spricht ausnahmsweise gutes Englisch und hat genau die selben Intentionen gehabt, hier her zu kommen. Kein Geld ausgeben und viel Surfen.
Ich hoffe ich kann demnächst auch noch ein paar Bilder meiner Anfängersurffähigkeiten präsentieren.





April Ends

Das schöne am April war, dass ich jeden Tag mindestens einmal Surfen war und es sehr entspannt war, da ich viel Zeit an den selben Orten verbracht habe.
Evans Head war im Nachhinein eine Zeit, die sich ein bisschen so angefühlt hat, wie wenn man in Australien lebt. Und das war nicht schlecht. Wobei das größtenteils auch an der guten Gesellschaft, die ich mit Nik hatte, gelegen hat.
Umso schwieriger viel auch der Abschied, da es uns beide doch weiter gezogen hat. Er ging wieder nach Hause und ich weiter nach Byron Bay. Natürlich haben wir uns ganz cool mit Surfergruß verabschiedet. Nach Byron ging es natürlich wieder bei Anhalter und dieses mal besonders Kurios, da ich von einer Polizeistreife mitgenommen wurde. Anfangs hatte ich Angst, ich müsste eine Strafe fürs Trampen zahlen, aber der Offizer hat sich als äußerst sympathisch herausgestellt und wollte viel von der Polizei in Deutschland wissen.
In Byron Bay ließen die ersten netten Bekanntschaften nicht lange auf sich warten und am Ende der Woche war eine wilde Partytruppe, die aus Schweizern, Deutschen, Schweden, Kanadiern und was weiß ich noch alles bestand. Aber auch tagsüber war es wieder einmal wunderbar in Byron und ich fühlte mich pudelwohl in der Heimat von Parkway Drive.
Da ich es beim ersten Aufenthalt nicht geschafft habe in den Parkway Drive zu kommen, holte ich das selbstverständlich nach, zwei mal. Beim ersten Mal konnte ich noch das legendäre Straßenschild bewundern, beim zweiten Mal war es weg, gestohlen, eigentlich mein Plan.
Am Ende habe ich wieder mal die harte Seite des Reisens kennengelernt. Denn überall wo man hinkommt, lernt man Leute kennen, versteht sich mit ihnen als würde man sich seit Jahren kennen und doch verabschiedet man sich oftmals mit dem Wissen, den anderen nie wieder zusehen.
Nach einer weiteren 13-stündigen Nachtbusfahrt war ich wieder in Sydney. Eine letzte ganze Woche in Sydney, bevor es auf die Fijis ging. Neben Surfen im kalten Wasser, erste Heimreisevorbereitungen und Shopping stand unter anderem der Spaziergang zum North Head in Manly an. Hier stürzen sich die Klippen tief ins Meer, der Wind weht heftig und man hat einen tollen Blick in den Hafen und auf die Skyline Sydneys.
Leider musste ich auch feststellen, dass ich ein großes Gewichtsproblem habe, zumindest was mein Gepäck angeht. Da muss ordentlich ausgemistet werden.
Außerdem habe ich mich direkt von Claudia und Hans-Ulrich verabschieden müssen, da diese sich auf einem respektablen Radrennen befinden, wenn ich nach Hause fliege. Gemeinsam haben wir uns am Samstag Abend den Film "Drift" im Kino angesehen. Ein klassischer Surfer-Film, von denen ich nicht genug bekomme. Irgendwo in mir steckt eben doch noch der australische Traum, da habe ich es gemerkt wie selten.
Am Sonntag ging es dann also ab zum Flughafen und rein ins Flugzeug mit schreienden Kindern vor mir ins Paradies. Nach Fiji.











Dienstag, 9. April 2013

Sydney again

Damit mein Blog nicht völlig in Vergessenheit gerät, hier mal wieder ein Post von den letzten gemeinsamen Tagen in Sydney.
Nach unserer Ankunft am späten Nachmittag, haben wir erstmal unseren Weg zurück ins schöne Dee Why finden müssen. Dort haben wir dann endlich mal wieder eine richtige, funktionierende Waschmaschine benutzen können. Das hatten unsere Klamotten auch bitter nötig. Am Abend gingen wir noch gemeinsam mit Claudia zu unserem thailändischen Stammlokal essen.
Am nächsten morgen stand unser Weihnachtsgeschenk von Inge auf dem Programm. Sie hatte uns eine Speedboat Tour durch den Hafen von Sydney geschenkt. Zwei, anstatt wie gewünscht 15 Minuten, vor Fahrtbeginn waren wir dort, schlüpften in Ponchos, die sich später als überflüssig erwiesen und los ging die Fahrt. Schon oft hatten wir das Boot durch denn Hafen fahren sehen und dachten uns, dass es schon nicht so Wild werden könnte. Falsch gedacht: Mit hohem Tempo, scharfen Kurven, Schanzen über Wellen und verdrehten 360 Grad Drehungen bekamen wir das volle Programm inklusive einer kompletten Wäsche und der wohl besten Gelegenheit den Hafen Sydneys vom Wasser zu sehen. Besonders Joni wurde zum Opfer des Wassers, da er in der letzten Reihe das Wasser schön ins Genick bekommen hat. Alles in allem war es ein Top Geschenk und wir möchten hiermit noch unseren Dank an Inge aussprechen für dieses tolle Erlebnis. Nass von oben bis unten fuhren wir dann nach Manly und stellten fest was sich verändert hatte und was nicht, fuhren zurück nach Dee Why und erledigten dort noch ein paar Dinge, die anstanden. Am Donnerstag habe ich mich nochmal mit Chris und Maria, die wir in Outback kennengelernt hatten, getroffen. Sie berichteten von ihrem ein wenig unglücklich verlaufenen Rest der Tour und wir verbrachten ein paar Stunden gemeinsam am Strand.
An unserem letzten Abend sind wir dann nochmal nach Sydney gefahren, um, wer hätte es gedacht, wieder im Casino zu landen. Die Hoffnungen den Rest des Abends finanzieren zu können waren zwar groß, wurden aber leider wieder nicht erfüllt. Dennoch ist ein Besuch im Casino immer eine Reise wert.
Freitag mussten wir dann beide am Nachmittag los, leider in getrennte Richtungen, da Joni von Flughafen aus nach Perth flog und ich von der Central Station mit dem Bus in den Norden fuhr. Eben dort mussten wir uns dann also nach vier Monaten, die wir gemeinsam verbrachten, emotional verabschieden.
Vielen Dank mein lieber für die unvergessliche Zeit die wir gemeinsam hatten. Auch wenn wir uns manchmal auf den Zeiger gegangen sind, hatten wir doch deutlich mehr Spaß zusammen und haben unglaublich viele tolle Erlebnisse gehabt :)

Joni verbrachte noch eine Woche in Perth, ist im Moment für eine Woche in Brisbane und fliegt am 21. April nach einer weiteren Woche in Sydney zurück in die schöne Heimat.
Good Bye!