Das schöne am April war, dass ich jeden Tag mindestens einmal Surfen war und es sehr entspannt war, da ich viel Zeit an den selben Orten verbracht habe.
Evans Head war im Nachhinein eine Zeit, die sich ein bisschen so angefühlt hat, wie wenn man in Australien lebt. Und das war nicht schlecht. Wobei das größtenteils auch an der guten Gesellschaft, die ich mit Nik hatte, gelegen hat.
Umso schwieriger viel auch der Abschied, da es uns beide doch weiter gezogen hat. Er ging wieder nach Hause und ich weiter nach Byron Bay. Natürlich haben wir uns ganz cool mit Surfergruß verabschiedet. Nach Byron ging es natürlich wieder bei Anhalter und dieses mal besonders Kurios, da ich von einer Polizeistreife mitgenommen wurde. Anfangs hatte ich Angst, ich müsste eine Strafe fürs Trampen zahlen, aber der Offizer hat sich als äußerst sympathisch herausgestellt und wollte viel von der Polizei in Deutschland wissen.
In Byron Bay ließen die ersten netten Bekanntschaften nicht lange auf sich warten und am Ende der Woche war eine wilde Partytruppe, die aus Schweizern, Deutschen, Schweden, Kanadiern und was weiß ich noch alles bestand. Aber auch tagsüber war es wieder einmal wunderbar in Byron und ich fühlte mich pudelwohl in der Heimat von Parkway Drive.
Da ich es beim ersten Aufenthalt nicht geschafft habe in den Parkway Drive zu kommen, holte ich das selbstverständlich nach, zwei mal. Beim ersten Mal konnte ich noch das legendäre Straßenschild bewundern, beim zweiten Mal war es weg, gestohlen, eigentlich mein Plan.
Am Ende habe ich wieder mal die harte Seite des Reisens kennengelernt. Denn überall wo man hinkommt, lernt man Leute kennen, versteht sich mit ihnen als würde man sich seit Jahren kennen und doch verabschiedet man sich oftmals mit dem Wissen, den anderen nie wieder zusehen.
Nach einer weiteren 13-stündigen Nachtbusfahrt war ich wieder in Sydney. Eine letzte ganze Woche in Sydney, bevor es auf die Fijis ging. Neben Surfen im kalten Wasser, erste Heimreisevorbereitungen und Shopping stand unter anderem der Spaziergang zum North Head in Manly an. Hier stürzen sich die Klippen tief ins Meer, der Wind weht heftig und man hat einen tollen Blick in den Hafen und auf die Skyline Sydneys.
Leider musste ich auch feststellen, dass ich ein großes Gewichtsproblem habe, zumindest was mein Gepäck angeht. Da muss ordentlich ausgemistet werden.
Außerdem habe ich mich direkt von Claudia und Hans-Ulrich verabschieden müssen, da diese sich auf einem respektablen Radrennen befinden, wenn ich nach Hause fliege. Gemeinsam haben wir uns am Samstag Abend den Film "Drift" im Kino angesehen. Ein klassischer Surfer-Film, von denen ich nicht genug bekomme. Irgendwo in mir steckt eben doch noch der australische Traum, da habe ich es gemerkt wie selten.
Am Sonntag ging es dann also ab zum Flughafen und rein ins Flugzeug mit schreienden Kindern vor mir ins Paradies. Nach Fiji.






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