Was wir die letzten Tage alles gemacht haben? Nichts, nichts, gewartet, gehofft und doch etwas gemacht. Nach vier Stunden Stau konnten wir an Mittwoch doch noch nach Airlie Beach fahren. Dort hat es, welch ein Wunder, geregnet! Zur Zeit zieht ein Zyklon die Ostküste herunter und ja, die letzten Tage war er in Airlie Beach. In das von Backpackern überfüllt Airlie Beach sind wir eigentlich nur, um von dort aus unsere Segeltour zu machen. Leider mussten wir auf Grund von Regen und überfluteten Strassen bis heute Morgen dort bleiben. Was also machen, wenn es regnet und man kein Dach über den Kopf hat. Wir haben uns recht schnell darauf geeinigt, dass wir definitiv auf einen Campingplatz müssen. Nach erfolgreicher suche, hatten wir einen günstigen, der zwar etwas außerhalb, dafür aber neben einem Supermarkt liegt, gefunden. Am Donnerstag waren wir einkaufen, haben gegessen und uns vier Halbfinals der Australian Open gegönnt, was noch das spannendste an dem Tag war. Freitag sah es ähnlich aus... Tennis, vor dem TV sitzen, Lesen, Karten spielen. Achja, Joni und ich sind noch dem Glücksspiel, eher gesagt den Rubbellosen, verfallen. Nachdem wir anfangs 5$ Gewinn verbuchen konnten, mussten wir später der Realität ins Auge blicken und feststellen, dass jeder 2$ Verlust gemacht hatte. Es macht aber sehr viel Spaß und Joni ist ab jetzt leider spielsüchtig. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz (Es hat mal 1 Stunde nicht geregnet) fanden wir eine Kokosnuss, mit welcher wir sehr viel Spaß hatten, sie zu öffnen. Unsere ca. 70 Jahre alten Platznachbarn haben zumindest mit uns gefeiert, als der "Heilige Gral" nach langem und mühseligen Kampf geöffnet war!
Achja, gewaschen haben wir auch noch und Djokovic spielt morgen gegen Murray im Finale.
Heute Morgen ging es dann endlich weiter. Der erste Stopp war Bowen, das aufgrund ähnlicher geographischer Begebenheiten und der Bebauung des Lands ein wenig dem amerikanischen Hollywood ähnelt. Darauf sind sie dort wohl besonders stolz, sonst würde wohl kaum ein riesiger weißer Schriftzug mit "Bowenwood" auf dem Hügel im Ort stehen, allerdings auf einem Wasserturm geschrieben. Am Strand fanden wir weitere Kokosnüsse, die wir einpackten, um sie irgendwann als Nachtisch zu verzehren. Anschließend ging es noch zum Flagstuff Hill Aussichtspunkt, von wo man einen tollen Blick ins Landesinnere, aufs Meer und auf die Whitesundays hatte. Auf dem Weg zurück zum Highway wollte Ferdi uns wohl noch alle in Lebensgefahr bringen, als er es mal mit der europäischen Fahrweise auf australischen Straßen versuchte, dann aber wieder gekonnt auf die richtige Straßenseite wechselte, als er merkte, dass er auf der Gegenfahrbahn ist. Kurzer Schreck, danach ging es direkt nach Townsville weiter.
Townsville wird im Reiseführer als eine sehr schöne Stadt mit atemberaubender Uferpromenade und einer kleinen aber feinen Innenstadt mit Piazza, die von alten Gebäuden umringt wird, beschrieben. Wir empfanden allerdings nur die Uferpromenade und den Stadtpark als angemessen beschrieben und flüchteten erstmal auf den "Hausberg". Ein ca. 250 Meter hoher Monolith, der eindrucksvoll aus der Erde ragt. Zum Glück konnte man hoch fahren, denn die aktuellen Temperaturen in der Kombination mit der hiesigen Luftfeuchtigkeit sind unmenschlich und kaum zu ertragen. Wie Jo sagen würde: "Da läuft einem die Brühe runter!" Von oben hatte man eine tolle Aussicht über die Stadt, das Meer und nach Magnetic Island. Anschließend sahen wir uns besagte Innenstadt an und suchten einen Platz zum Abendessen und zum Übernachten.
Achja, heute war Australia Day, ein Nationalfeiertag, an dem die Entdeckung und Besiedlung Australiens gefeiert wird. Wenig Stimmung herrscht an diesem Tag bei den Aborigines, die den Tag als Invasion Day oder Survival Day bezeichnen. Gute Nacht
Sonntag, 27. Januar 2013
Dienstag, 22. Januar 2013
Hervey Bay - Airlie Beach
Die letzten beiden Tage haben wir hauptsächlich mit Fahren verbracht, da wir jetzt Strecke aufholen müssen. Am Montag sind wir zeitig in Hervey Bay aufgebrochen. Von der Fahrt gibt es nicht sonderlich viel zu berichten, außer ein paar "schlafende" Kängurus und einen Waldbrand am Straßenrand. In Bundberg haben wir einen kurzen Zwischenstopp gemacht und sind dort zur Brennerei des bekannten regionalen Schnapses "Bundaberg" und zu einem Strand, an dem angeblich Korallenstücke angespült werden (leider war dem nicht so) gegangen. Yapoon haben wir uns als Nachtquartier rausgesucht. Leider stellte sich die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz schwieriger raus als gedacht, bis wir eine sehr nette Begegnung hatten. Nachdem wir planlos in Wohnvierteln rumgefahren sind, hat uns ein Mann angehalten und gefragt, ob er uns zu einem sichern Platz zum schlafen bringen soll. Wir waren anfangs etwas skeptisch, folgten ihm aber trotzdem. Er brachte uns zum Haus seiner Eltern, wo wir im Garten unseren Camper parken konnten. Jason lebt bei seinen Eltern, ist Minenarbeiter in Mackey und arbeitet immer eine Woche dort und ist dann wieder eine Woche zuhause. Wir durften das Bad mit Dusche von ihm mitbenutzen und er sagte, dass wir am nächsten Morgen mit seinen Eltern frühstücken können. Das hat vorallem bei uns Jungs große Euphorie ausgelöst, da wir von einem Festmal träumten und gar nicht mehr drauf warten konnten. Am nächsten morgen wurden wir auch nicht enttäuscht. Silvia und Doug, Jasons Eltern, waren sehr nett. Sie begrüßte uns direkt mit einem "Grannie-Hug", einer Umarmung, er machte Eier und Toast für uns und sie waren sehr nett und offen. Sie erzählten uns von ihren 14 Enkelkindern und aus ihren Leben. Später kam sie nochmal zu uns, um uns ein Gebet vorzulesen, dass sie mit ihrem Mann für uns gebetet hat.
Die beide und Jason kennenzulernen war für uns alle ein sehr schönes Erlebnis und wir freuten uns darüber, wie offen und hilfsbereit sie uns gegenüber waren. Den gestrigen Tag verbrachten wir dann wiederum mit Fahren, machten aber noch einen Abstecher in den Eungella Nationalpark. Dort kann man, wenn man viel Zeit und Geduld hat, Schnabeltiere in freier Wildbahn beobachten. Leider haben wir keines von beiden und so sind wir zu einem Wasserfall, in welchem man Baden kann, gelaufen. Hier haben wir immerhin eine riesen (min. 1 m) große Muräne gesehen. Natürlich haben wir uns trotzdem ins Wasser getraut. Das Highlight für mich war, dass auf ungefähr 7 - 8 m Höhe ein Seil hing, mit dem man sich übers Wasser schwingen und dann runter springen konnte. Trotz riesiger Verbotsschilder konnte ich es natürlich nicht lassen und es war auch ein echt guter "Kick" und hat sehr viel Spaß gemacht.
Nach abenteuerlicher Fahrt über schmale Straßen und Feldwege, haben wir es leider nicht geschafft eine Abkürzung zum Highway zu finden und mussten doch einen Umweg fahren. Auf irgendeiner Straße im Nichts haben wir heute Nacht geschlafen. Wir hatten zwar große Hoffnungen, dass uns wieder jemand einlädt, haben auch bei einer Frau gefragt, doch leider wurde daraus nichts.
Im Moment sind wir auf dem Weg nach Airlie Beach um dort Segeln zu gehen, doch hatten heute noch kein Glück. Erstens stehen wir gerade seit drei Stunden im Stau (Unfall auf dem Highway) und zweitens regnet es und es ist Regen bis Samstag voraus gesagt...
Mal sehen was der Tag noch bringt.
Cheers!
Die beide und Jason kennenzulernen war für uns alle ein sehr schönes Erlebnis und wir freuten uns darüber, wie offen und hilfsbereit sie uns gegenüber waren. Den gestrigen Tag verbrachten wir dann wiederum mit Fahren, machten aber noch einen Abstecher in den Eungella Nationalpark. Dort kann man, wenn man viel Zeit und Geduld hat, Schnabeltiere in freier Wildbahn beobachten. Leider haben wir keines von beiden und so sind wir zu einem Wasserfall, in welchem man Baden kann, gelaufen. Hier haben wir immerhin eine riesen (min. 1 m) große Muräne gesehen. Natürlich haben wir uns trotzdem ins Wasser getraut. Das Highlight für mich war, dass auf ungefähr 7 - 8 m Höhe ein Seil hing, mit dem man sich übers Wasser schwingen und dann runter springen konnte. Trotz riesiger Verbotsschilder konnte ich es natürlich nicht lassen und es war auch ein echt guter "Kick" und hat sehr viel Spaß gemacht.
Nach abenteuerlicher Fahrt über schmale Straßen und Feldwege, haben wir es leider nicht geschafft eine Abkürzung zum Highway zu finden und mussten doch einen Umweg fahren. Auf irgendeiner Straße im Nichts haben wir heute Nacht geschlafen. Wir hatten zwar große Hoffnungen, dass uns wieder jemand einlädt, haben auch bei einer Frau gefragt, doch leider wurde daraus nichts.
Im Moment sind wir auf dem Weg nach Airlie Beach um dort Segeln zu gehen, doch hatten heute noch kein Glück. Erstens stehen wir gerade seit drei Stunden im Stau (Unfall auf dem Highway) und zweitens regnet es und es ist Regen bis Samstag voraus gesagt...
Mal sehen was der Tag noch bringt.
Cheers!
Such a wonderful place... Fraser Island!
Am Sonntag haben wir unsere Tour auf Fraser Island gemacht. Ferdi ist zu Hause geblieben, da ihn der stolze Preis zu teuer war. Wir hatten zwei Touren zur Auswahl. Bei der ersten fährt man mit einem riesen Bus mit 40 anderen Touristen über die Insel. Variante zwei war zwar 40$ teurer, dafür ist man max. zu siebt unterwegs und sieht mehr von der Insel. Wir haben uns letzteres Modell gegönnt, was sich auch als die bessere Wahl rausgestellt hat.
Um 7:40 wurden wir von Fritz, unseren Guide, der vor vierzig Jahren aus Österreich nach Australien ausgewandert ist, abgeholt. Fritz war sehr gut drauf, hatte immer einen Gag auf Lager und seine Freude an allen möglichen Dingen. Von unserem Campingplatz hatten auch noch Petra und Gerhardt aus Mittelfranken die gleiche Tour gebucht. Sie waren ca. im alter unserer Eltern, sehr nett und konnten kein Englisch. Leider waren sie später in einem anderen Auto. Nach Bezahlung und Aufteilung in die Autos, ging es vom Büro zur Fähre, die uns auf Fraser brachte.
'"K'Gari" ( Paradies) nennen die hiesigen Aborigines diese riesige Sandbank mit blauen Süßwasserseen, kristallklaren Bächen, riesigen Dünen und üppigen Regenwäldern - geschaffen von Wind, Sand und Brandung. Das geheimnisvolle, paradiesische Fraser Island sucht weltweit seinesgleichen: Die größte Sandinsel des Planeten (20 km lang, 15 km breit) ist zugleich der einzige Ort, an den Regenwälder auf Sand wachsen. Letzterer wurde über Hunderttausende Jahre von der Ostküste des australischen Festlands hierhergespült.
Die Vegetation im Inselinneren reicht von dichtem, tropischen Regenwald, natürlichem Heideland und Feuchtgebieten bis hin zu Wallum. Parallel treffen riesige "Sandblows" (über 200m hohe Dünen), mineralhaltige Bäche und Süßwasserseen auf lange Sandstrände mit donnernder Brandung. Fraser Island beheimatet auch zahllose Vogel- und Tierarten wie die ursprünglichste Form des australischen Dingos. Zudem tummeln sich Dugongs, Delfine, Hai und wandernde Buckelwale draußen vor der Küste."
Einen Dingo durftet wir noch vor der Ankunft von der Fähre aus sehen.
Nach kurzer Fahrt über unbefestigte Sandtrails mit tiefen Löchern, Wurzeln und allen möglichen Unebenheiten erreichten wir den Lake McKenzie. Eigentlich handelt es sich dabei um eine riesige Regenpfütze, die sich auf einer dünnen, undurchdringlichen Schicht aus verrotteten Blättern gebildet hat. Stark mineralhaltiger Sand verleiht dem Wasser angeblich Anti-Aging-Qualitäten. Nach unserem 45-minütigen Badespaß fühlten wir uns auch direkt um fünf Jahre jünger. Am See gab es danach Morning Tea. Uns wurde Kaffee, Tee, Melone, Käse und Lemmingtons angeboten. Besonders letzteres hätte meinem Vater gefallen. Lockerer Biscuit mit Schokolade ummantelt und anschließend in Kokosflocken gewälzt - sehr lecker. Mit uns war auch ein Aborigine, der uns während dem Essen seine Didgeridoo Künste präsentierte. Er war wirklich gut. Nach weiterer Fahrt durch jegliche Arten von Wäldern, in welchen uns Fritz jegliche Arten von Bäumen zeigte und uns darüber informierte, kamen wir zum Seventy-Five Mile Beach, der die ganze Ostküste säumt. Mit 80 km/h ging es über den Strand, was unserem Allrad-Freund Rainer sicher sehr gut gefallen hätte.
Auf selbigen Strand liegt das Wrack der Maheno. Während des Abschleppens zu einem japanischen Abwrackplatz wurde das Passagierschiff 1935 von einem Wirbelsturm an Land gespült. Davor war es eine Zeit lang das schnellste Schiff in den Gewässern vor Neuseeland und Australien. In dem Wrack selbst hat sich sogar schonmal ein Paar das Ja-Wort gegeben. Eine seltsame Kulisse zum Heiraten...
Rund 5 km nördlich der Maheno findet man die Pinnacles, eine Ansammlung bunter Sandklippen, die wir zwar nur aus dem Auto aus betrachtet haben, aber trotzdem toll aussahen.
Die Champange Pools, Frasers einzige Stelle, die sicheres Schwimmen im Meer ermöglicht, war das nächste Ziel. Hier konnten wir wieder ins Wasser gehen, leider nicht so lange, es war aber trotzdem eine wunderbare Kulisse um sich abzukühlen.
Anschließend gab es Mittagessen am Strand. Wir bekamen ein kleines Buffet mit allen Zutaten um sich köstliche Bürger selbst zu belegen und, das Beste, es gab eisgekühltes Bier!
Während dieser Mahlzeit hat uns unser Aborigine Freund wieder unterhalten. Er hat uns verschiedene Tänze und Gesänge seiner Kultur gezeigt und war auch darin wieder sehr gut.
Mit vollen Magen sind wir die Felsen zu einer Felszunge mit dem besten Aussichtspunkt der Insel hochgeklettert, dem Indian Head. Der Name kommt wahrscheinlich daher, da der Felsen von oben aussieht wie Indien. Von dort aus soll man laut Reiseführer einen Blick auf "Haie, Mantarochen, Delfine und (saisonal) wandernde Wale" haben. Mir kam das beim Lesen etwas märchenhaft vor, aber tatsächlich konnten wir riesige Fische, Quallen, Haie und, sehr toll, viele Meeresschildkröten sehen. Mein Highlight an diesem Tag!
Die letzte Station war Eli Creek. Regenfälle verwandeln diesen hübschen Bach in eine reißenden, kristallklaren Fluss, der einen mühelos mitträgt. Im ansonsten Knietiefen Ufer watet so ziemlich jeder Entlang. Wir hatten hier viel Spaß, mussten nur mit bedauert feststellen, dass ein Bodyboard jetzt noch deutlich mehr Spaß bringen würde. So machte es zumindest bei ein paar Jungs den Anschein.
Mit gefühlten 250 km/h ging es zurück zum Schiff, da wir etwas in Zeitdruck geraten waren. Dank der herausragenden Fahrkünste von Fritz schafften wir es aber gerade noch rechtzeitig.
Den Tag über musste ich immer wieder an Axel und Petra denken, die mir schon Bilder von ihrer eigenen Reise auf Fraser gezeigt haben und ich sehr viele Orte wiedererkannt habe. Allerdings hat sich auch in einem Zeitraum von 20 Jahren viel verändert. Fraser ist oftmals von Touristen überlaufen, man braucht eine Genehmigung um dort selbst zu fahren und darf nur auf Campgrounds übernachten, außerdem sind die dortigen Wildpferde, die bis 2006 hier gelebt haben, inzwischen von der Insel verschwunden.
Am Abend waren wir alle etwas platt, aber es war ein wundervoller Tag mit unglaublich schöner Natur und vielen unvergesslichen Eindrücken.
Um 7:40 wurden wir von Fritz, unseren Guide, der vor vierzig Jahren aus Österreich nach Australien ausgewandert ist, abgeholt. Fritz war sehr gut drauf, hatte immer einen Gag auf Lager und seine Freude an allen möglichen Dingen. Von unserem Campingplatz hatten auch noch Petra und Gerhardt aus Mittelfranken die gleiche Tour gebucht. Sie waren ca. im alter unserer Eltern, sehr nett und konnten kein Englisch. Leider waren sie später in einem anderen Auto. Nach Bezahlung und Aufteilung in die Autos, ging es vom Büro zur Fähre, die uns auf Fraser brachte.
'"K'Gari" ( Paradies) nennen die hiesigen Aborigines diese riesige Sandbank mit blauen Süßwasserseen, kristallklaren Bächen, riesigen Dünen und üppigen Regenwäldern - geschaffen von Wind, Sand und Brandung. Das geheimnisvolle, paradiesische Fraser Island sucht weltweit seinesgleichen: Die größte Sandinsel des Planeten (20 km lang, 15 km breit) ist zugleich der einzige Ort, an den Regenwälder auf Sand wachsen. Letzterer wurde über Hunderttausende Jahre von der Ostküste des australischen Festlands hierhergespült.
Die Vegetation im Inselinneren reicht von dichtem, tropischen Regenwald, natürlichem Heideland und Feuchtgebieten bis hin zu Wallum. Parallel treffen riesige "Sandblows" (über 200m hohe Dünen), mineralhaltige Bäche und Süßwasserseen auf lange Sandstrände mit donnernder Brandung. Fraser Island beheimatet auch zahllose Vogel- und Tierarten wie die ursprünglichste Form des australischen Dingos. Zudem tummeln sich Dugongs, Delfine, Hai und wandernde Buckelwale draußen vor der Küste."
Einen Dingo durftet wir noch vor der Ankunft von der Fähre aus sehen.
Nach kurzer Fahrt über unbefestigte Sandtrails mit tiefen Löchern, Wurzeln und allen möglichen Unebenheiten erreichten wir den Lake McKenzie. Eigentlich handelt es sich dabei um eine riesige Regenpfütze, die sich auf einer dünnen, undurchdringlichen Schicht aus verrotteten Blättern gebildet hat. Stark mineralhaltiger Sand verleiht dem Wasser angeblich Anti-Aging-Qualitäten. Nach unserem 45-minütigen Badespaß fühlten wir uns auch direkt um fünf Jahre jünger. Am See gab es danach Morning Tea. Uns wurde Kaffee, Tee, Melone, Käse und Lemmingtons angeboten. Besonders letzteres hätte meinem Vater gefallen. Lockerer Biscuit mit Schokolade ummantelt und anschließend in Kokosflocken gewälzt - sehr lecker. Mit uns war auch ein Aborigine, der uns während dem Essen seine Didgeridoo Künste präsentierte. Er war wirklich gut. Nach weiterer Fahrt durch jegliche Arten von Wäldern, in welchen uns Fritz jegliche Arten von Bäumen zeigte und uns darüber informierte, kamen wir zum Seventy-Five Mile Beach, der die ganze Ostküste säumt. Mit 80 km/h ging es über den Strand, was unserem Allrad-Freund Rainer sicher sehr gut gefallen hätte.
Auf selbigen Strand liegt das Wrack der Maheno. Während des Abschleppens zu einem japanischen Abwrackplatz wurde das Passagierschiff 1935 von einem Wirbelsturm an Land gespült. Davor war es eine Zeit lang das schnellste Schiff in den Gewässern vor Neuseeland und Australien. In dem Wrack selbst hat sich sogar schonmal ein Paar das Ja-Wort gegeben. Eine seltsame Kulisse zum Heiraten...
Rund 5 km nördlich der Maheno findet man die Pinnacles, eine Ansammlung bunter Sandklippen, die wir zwar nur aus dem Auto aus betrachtet haben, aber trotzdem toll aussahen.
Die Champange Pools, Frasers einzige Stelle, die sicheres Schwimmen im Meer ermöglicht, war das nächste Ziel. Hier konnten wir wieder ins Wasser gehen, leider nicht so lange, es war aber trotzdem eine wunderbare Kulisse um sich abzukühlen.
Anschließend gab es Mittagessen am Strand. Wir bekamen ein kleines Buffet mit allen Zutaten um sich köstliche Bürger selbst zu belegen und, das Beste, es gab eisgekühltes Bier!
Während dieser Mahlzeit hat uns unser Aborigine Freund wieder unterhalten. Er hat uns verschiedene Tänze und Gesänge seiner Kultur gezeigt und war auch darin wieder sehr gut.
Mit vollen Magen sind wir die Felsen zu einer Felszunge mit dem besten Aussichtspunkt der Insel hochgeklettert, dem Indian Head. Der Name kommt wahrscheinlich daher, da der Felsen von oben aussieht wie Indien. Von dort aus soll man laut Reiseführer einen Blick auf "Haie, Mantarochen, Delfine und (saisonal) wandernde Wale" haben. Mir kam das beim Lesen etwas märchenhaft vor, aber tatsächlich konnten wir riesige Fische, Quallen, Haie und, sehr toll, viele Meeresschildkröten sehen. Mein Highlight an diesem Tag!
Die letzte Station war Eli Creek. Regenfälle verwandeln diesen hübschen Bach in eine reißenden, kristallklaren Fluss, der einen mühelos mitträgt. Im ansonsten Knietiefen Ufer watet so ziemlich jeder Entlang. Wir hatten hier viel Spaß, mussten nur mit bedauert feststellen, dass ein Bodyboard jetzt noch deutlich mehr Spaß bringen würde. So machte es zumindest bei ein paar Jungs den Anschein.
Mit gefühlten 250 km/h ging es zurück zum Schiff, da wir etwas in Zeitdruck geraten waren. Dank der herausragenden Fahrkünste von Fritz schafften wir es aber gerade noch rechtzeitig.
Den Tag über musste ich immer wieder an Axel und Petra denken, die mir schon Bilder von ihrer eigenen Reise auf Fraser gezeigt haben und ich sehr viele Orte wiedererkannt habe. Allerdings hat sich auch in einem Zeitraum von 20 Jahren viel verändert. Fraser ist oftmals von Touristen überlaufen, man braucht eine Genehmigung um dort selbst zu fahren und darf nur auf Campgrounds übernachten, außerdem sind die dortigen Wildpferde, die bis 2006 hier gelebt haben, inzwischen von der Insel verschwunden.
Am Abend waren wir alle etwas platt, aber es war ein wundervoller Tag mit unglaublich schöner Natur und vielen unvergesslichen Eindrücken.
Samstag, 19. Januar 2013
Brisbane / Noosa / Hervey Bay
Nachdem wir um halb zwölf Brisbane verlassen haben, eigentlich hatten wir zehn Uhr ausgemacht, fuhren wir auf die größte mit dem Festland verbundene Insel, Bribie Island, in einen kleinen und überschaubaren Ort . Nach kurzen Spaziergang und Aufenthalt auf einem Steg, von dem zahlreiche Kids springen, ging es weiter zu den am Horizont schon sichtbaren Glass House Mountains. Wir einigten uns darauf, auf einen Berg zu steigen. Dort gibt es mehrere, von denen jeder auf seine eigene Art und Weise aus der Erde ragt. Wir sind auf den Mt. Tibrogargan, der mit ca. 700 Höhenmetern der dritt höchste ist. Leider schafften es nur zwei von uns bis auf den Gipfel, da es teilweise lebensgefährlich war, wie man an manchen Stellen ohne Sicherung klettern musste. Am Gipfel wurde man dann allerdings mit einem 180 Grad Blick, der bis zum weit entfernten Meer reichte, belohnt. Wie es dort aussah, wer oben angekommen ist und wie der Weg war seht ihr unten bei den Bildern. Etwas traurig war, dass ich meine Sonnenbrille auf halben Weg im Gebüsch versteckt hatte, da sie beim Klettern störte und wir beim Abstieg natürlich vorbei gelaufen sind und so nochmal ungefähr ein Viertel vom Weg nochmal nach oben laufen mussten. Eine weitere Randnotiz: Für den Weg wird eine Zeit von 3 - 4 Stunden angegeben. Die beiden Free Climber, Bergziegen, Gipfelstürmer haben es allerdings auf eine Zeit von unter einer Stunde für Auf- und Abstieg geschafft. Die anderen mussten leider aufgrund von zu viel Gepäck, fehlender Motivation oder mangelnder Fitness (??) nach einem Drittel der Strecke abbrechen.
Zum Schlafen fuhren wir dann in den Ort Caloundra. Die Mädels haben mit all ihrem Charm bei den Polizisten punkten können, sodass wir zu einen Platz fuhren, wo wir sicher waren, dass es legal ist, dort zu schlafen. Am nächsten Morgen erfuhren wir allerdings von einem Einheimischen, dass die "bloody" Nachbarschaft es nicht so gerne sieht, wenn man am schönen Shelly Beach übernachtet. Den Nachmittag verbrachten wir in Mooloolaba. Joni und Ferdi machten die Strandpromenade unsicher, da die beiden keine Lust aufs Surfen hatten. Auf den Weg nach Noosa wollten wir eigentlich noch zu einem Wasserfall, indem man Baden kann. Leider war der Wasserstand zu gering und wir fanden lediglich einen schlammigen Tümpel vor. Trotzdem konnte man durch einen schönen Regenwald mit vielen Palmen wandern. Wir sind nur ein paar Meter in den Wald gelaufen. Am Abend hat uns unser Freund vom Morgen einen Schlafplatz am Strand empfohlen, der außerdem nahe der Stadt liegt. Diese erkundeten wir am Abend noch. Noosa ist ein kleiner Ort, der stark touristisch geprägt ist. Die Läden in der gemütlichen Einkaufstraße parallel zum Strand sind genau auf diese Kundschaft ausgerichtet. Mir persönlich gefällt das weniger, da wir eher auf die weniger überfüllten Orte aus sind. Am meisten hat mich Noosa mit seinem wunderschönen Strand überrascht, der nach Byron Bay bisher auf Platz zwei der schönsten Strände steht, neben Manly Beach natürlich.
Am nächsten Morgen durfte ich wiedermal eine herrliche Morgenstimmung am Strand erleben, die vor allem durch die Delphine, die in unmittelbarer Nähe zum Strand auftauchten, geprägt war. Vormittags waren wir noch auf erfolgloser Shoppingtour und haben die letzten Wellen vor dem Great Barrier Reef mit Surfen ausgenutzt.
Auf dem Weg nach Rainbow Beach haben Joni und ich uns köstlich über die Orientierung unserer anderen Reisebegleiter und -begleiterinnen amüsiert und dabei die These von meinem Vater "Navigationssysteme sind etwas für Analphabeten" diskutiert. Wir einigten uns beide darauf, dass die diskutierte Annahme aufgrund unseres Live-Beispiels nur der Wirklichkeit entsprechen kann. Mögliche Belege für unsere kollektive Meinungsübereinstimmung lieferten unter anderem der Fakt, dass wir uns noch vor dem Ortsschild von Noosa vier mal verfahren haben und unsere lieben Sachverständigen zur richtigen Ortsankunft dem Navigationsgerät der Straße weiter gefolgt sind, obwohl zwei mal in exorbitanter Größe unser Abendquartier "Rainbow Beach" nach rechts ausgeschildert war. So viel dazu.
Wieso der Strand den Namen "Rainbow" trägt, wurde uns erst klar, als wir zu den riesen großen Sanddünen gefahren sind, von welchen man Blick auf eine Felskette mit verschieden farbigen Gesteinen hat. Dort haben wir uns den Sonnenuntergang angesehen, was sehr schön war und uns ein heftiges "Flip-Flop-Klatsch-Sand-Battle" geliefert haben. Geschlafen haben wir in einer Straße vor einem Hostel, in der noch ungefähr zehn andere Camper standen und wir uns sicher glaubten, hier die Nacht in Ruhe verbringen zu können, nachdem uns am Morgen in Noosa schon ein Ranger weckte und darauf hin wies, dass er uns eigentlich eine 500$ Strafe geben könnte. Leider hatten wir auch diese Nacht wieder falsch spekuliert: Um 3:14 am klopfte es an jeglichen Fenstern. Die Mädels waren als erstes einsatzbereit, da wir Kerle noch ein kleines Kleiderproblem hatten. Auch dieser freundliche Mitmensch warnte uns wieder davor, wie hoch denn die Strafe für "Wildcampen" sei und dass wir leider unverzüglich den Ort verlassen müssen, es ihm aber sehr leid tut und er es eigentlich nicht machen würde, wäre es nicht sein Job. Dafür hat er den beiden halbschlafenden Mädels noch viele Reisetipps für unsere kommende Route gegeben, danke!
Wir folgten der Anweisung und fuhren aus dem Ort, leider wurden wir auch heute morgen um zehn vor sieben von einem weiteren Ranger weggeschickt... Da wir aber sowieso früh nach Hervey Bay aufbrechen wollten, kam es uns im Prinzip ganz gelegen. In Hervey Bay haben wir uns bei mehreren Anbietern für Touren nach Fraser Island informiert und ein wenig die Stadt angesehen. Man sieht schnell, dass es die "Walhauptstadt" ist: Überall gibt es Anbieter für Whalewatching und verschieden große Walskulpturen zieren das Stadtbild. Morgen werden wir eine eintägige Tour nach Fraser Island machen. Ich wäre gerne mehrere Tage auf die Insel, was aber leider aufgrund unseres zeitlich befristeten Campers nicht geht. Den Rest des Tages haben wir am Campingplatz verbracht und es gab wiedermal köstliches BBQ. Gute Nacht!
Zum Schlafen fuhren wir dann in den Ort Caloundra. Die Mädels haben mit all ihrem Charm bei den Polizisten punkten können, sodass wir zu einen Platz fuhren, wo wir sicher waren, dass es legal ist, dort zu schlafen. Am nächsten Morgen erfuhren wir allerdings von einem Einheimischen, dass die "bloody" Nachbarschaft es nicht so gerne sieht, wenn man am schönen Shelly Beach übernachtet. Den Nachmittag verbrachten wir in Mooloolaba. Joni und Ferdi machten die Strandpromenade unsicher, da die beiden keine Lust aufs Surfen hatten. Auf den Weg nach Noosa wollten wir eigentlich noch zu einem Wasserfall, indem man Baden kann. Leider war der Wasserstand zu gering und wir fanden lediglich einen schlammigen Tümpel vor. Trotzdem konnte man durch einen schönen Regenwald mit vielen Palmen wandern. Wir sind nur ein paar Meter in den Wald gelaufen. Am Abend hat uns unser Freund vom Morgen einen Schlafplatz am Strand empfohlen, der außerdem nahe der Stadt liegt. Diese erkundeten wir am Abend noch. Noosa ist ein kleiner Ort, der stark touristisch geprägt ist. Die Läden in der gemütlichen Einkaufstraße parallel zum Strand sind genau auf diese Kundschaft ausgerichtet. Mir persönlich gefällt das weniger, da wir eher auf die weniger überfüllten Orte aus sind. Am meisten hat mich Noosa mit seinem wunderschönen Strand überrascht, der nach Byron Bay bisher auf Platz zwei der schönsten Strände steht, neben Manly Beach natürlich.
Am nächsten Morgen durfte ich wiedermal eine herrliche Morgenstimmung am Strand erleben, die vor allem durch die Delphine, die in unmittelbarer Nähe zum Strand auftauchten, geprägt war. Vormittags waren wir noch auf erfolgloser Shoppingtour und haben die letzten Wellen vor dem Great Barrier Reef mit Surfen ausgenutzt.
Auf dem Weg nach Rainbow Beach haben Joni und ich uns köstlich über die Orientierung unserer anderen Reisebegleiter und -begleiterinnen amüsiert und dabei die These von meinem Vater "Navigationssysteme sind etwas für Analphabeten" diskutiert. Wir einigten uns beide darauf, dass die diskutierte Annahme aufgrund unseres Live-Beispiels nur der Wirklichkeit entsprechen kann. Mögliche Belege für unsere kollektive Meinungsübereinstimmung lieferten unter anderem der Fakt, dass wir uns noch vor dem Ortsschild von Noosa vier mal verfahren haben und unsere lieben Sachverständigen zur richtigen Ortsankunft dem Navigationsgerät der Straße weiter gefolgt sind, obwohl zwei mal in exorbitanter Größe unser Abendquartier "Rainbow Beach" nach rechts ausgeschildert war. So viel dazu.
Wieso der Strand den Namen "Rainbow" trägt, wurde uns erst klar, als wir zu den riesen großen Sanddünen gefahren sind, von welchen man Blick auf eine Felskette mit verschieden farbigen Gesteinen hat. Dort haben wir uns den Sonnenuntergang angesehen, was sehr schön war und uns ein heftiges "Flip-Flop-Klatsch-Sand-Battle" geliefert haben. Geschlafen haben wir in einer Straße vor einem Hostel, in der noch ungefähr zehn andere Camper standen und wir uns sicher glaubten, hier die Nacht in Ruhe verbringen zu können, nachdem uns am Morgen in Noosa schon ein Ranger weckte und darauf hin wies, dass er uns eigentlich eine 500$ Strafe geben könnte. Leider hatten wir auch diese Nacht wieder falsch spekuliert: Um 3:14 am klopfte es an jeglichen Fenstern. Die Mädels waren als erstes einsatzbereit, da wir Kerle noch ein kleines Kleiderproblem hatten. Auch dieser freundliche Mitmensch warnte uns wieder davor, wie hoch denn die Strafe für "Wildcampen" sei und dass wir leider unverzüglich den Ort verlassen müssen, es ihm aber sehr leid tut und er es eigentlich nicht machen würde, wäre es nicht sein Job. Dafür hat er den beiden halbschlafenden Mädels noch viele Reisetipps für unsere kommende Route gegeben, danke!
Wir folgten der Anweisung und fuhren aus dem Ort, leider wurden wir auch heute morgen um zehn vor sieben von einem weiteren Ranger weggeschickt... Da wir aber sowieso früh nach Hervey Bay aufbrechen wollten, kam es uns im Prinzip ganz gelegen. In Hervey Bay haben wir uns bei mehreren Anbietern für Touren nach Fraser Island informiert und ein wenig die Stadt angesehen. Man sieht schnell, dass es die "Walhauptstadt" ist: Überall gibt es Anbieter für Whalewatching und verschieden große Walskulpturen zieren das Stadtbild. Morgen werden wir eine eintägige Tour nach Fraser Island machen. Ich wäre gerne mehrere Tage auf die Insel, was aber leider aufgrund unseres zeitlich befristeten Campers nicht geht. Den Rest des Tages haben wir am Campingplatz verbracht und es gab wiedermal köstliches BBQ. Gute Nacht!
Mittwoch, 16. Januar 2013
Surfers Paradise / Brisbane
Der nächste Tag war sehr chillig. Am Morgen haben wir erstmal im Van gegammelt. Es wurden Tagebücher geschrieben, Musik gehört und rumgealbert. Am Broadbeach wollten wir eigentlich noch Surfen, aber aufgrund von schlechten Wetter wurde das nichts und wir machen einen Spaziergang nach Surfers Paradise, um dort die amerikanische Botschaft, unter Feinschmeckern auch bekannt als das "Restaurant zur goldenen Möve", mit kostenlosen Internet, zu besuchen. Um sechs waren wir in Brisbane und die anderen drei haben mich und Joni vor dem Oaks Hotel, der Unterlunft von Hans-Ulrich, abgesetzt. Es war ein echter Luxus mal wieder ein sauberes Appartement mit Bad und viel Platz zu haben. Noch besser wurde es beim Abendessen. Wir gingen zu Vapiano, es hat sich ein bisschen wie in einer deutschen Filiale angefühlt. Das Essen war auch mindestens genauso gut. Nach kurzer nächtlicher Stadtführung von HU und den ersten beiden Waschgängen, gingen wir bald zu Bett. Am nächsten Morgen ging das große Waschen weiter und wir sahen uns die Stadt an. Brisbane hat uns Sydneysider ein bisschen enttäuscht. Nachdem wir durch den botanischen Garten, die Southbank und die Innenstadt gelaufen waren, wussten wir auch schon nicht mehr was es noch zu sehen gibt. Uns wurde später auch bestätigt, dass es nicht wirklich mehr gibt, außer ein paar überteuerte Museen. Die Southbank ist ein künstlich angelegter Strand am Fluss der durch "Brissi" fließt, an dem sich scheinbar Jung und Alt trifft. Direkt dahinter ist uns noch die Griffith University aufgefallen, vielleicht ja für ein Auslandssemester :). Nachmittags hat Joni mal wieder den Reiseführer studiert, während ich mich in der hauseigenen Gym für zwei Stunden austobte, was nach so vielen Wochen ohne Möglichkeiten auch richtig Spaß gemacht hat. Abends sind wir mit HU Essen gegangen, diesmal an der Riverside. Die Flusspromenade und die Integration des Wassers ins Stadtbild hat uns hier eigentlich neben dem Essen am besten gefallen.
Dienstag, 15. Januar 2013
Byron Bay / Nimbin
Byron Bay! Im voraus wusste ich schon immer, dass ich dort hin wollte und war mir sicher, dass es dort gefallen würde. Die Stadt hat in keinsterweise enttäuscht. Die Atmosphäre, die Leute, die Landschaft und diesen besonderen Flair der in der Luft liegt kann man sich wahrscheinlich schwer vorstellen, wenn man nicht selbst dort gewesen war. Alle sind total locker drauf, vieles ist vom Hippie-Leben geprägt, doch auch die mit etwas mehr auf dem Konto kommen nach Byron Bay. Leider habe ich es mir weniger von Touristen überlaufen vorgestellt, aber das lag unter anderem daran, dass gerade die Hauptreisezeit ist. Dementsprechend hatten wir auch Probleme damit, einen passenden Campingplatz zu finden. Nach ein paar anrufen hatten wir die Auswahl zwischen einem im Zentrum aber ohne Strom und einem etwas außerhalb, dafür mit Power. Wir entschieden uns für die erst Nacht für letzteren, um dann die zweite auf dem anderen zu verbringen. Es herrschte ein wenig Unmut, als wir feststellen, wie weit es ist, wenn man ohne Auto 3 km weg vom Ort ist. Aufgrund der Entfernung sind wir nicht mehr nach Byron Bay, sondern nur an den Strand des Platzes gegangen.
Der Strand war gigantisch, für mich persönlich war der Tag sofort perfekt, als ich auf den ersten Blick feststellte, dass dort die Jungs von Parkway Drive ihr Musikvideo zu "Karma" gedreht haben (http://www.youtube.com/watch?v=HafGJQXGFuY). Ich war glücklich, die Mädels und Ferdi waren mit am Strand und ebenfalls zufrieden. Joni ist am Camper geblieben, da er seine Haut vor der Sonne schützen will, hatte aber denke ich auch Spaß am Platz :)
Die Wellen dort waren toll, sodass wir jede Menge Spaß hatten und Lucie, Nuts und Ich noch eine mehr oder weniger erfolgreiche aber sehr amüsante Surfsession einlegen konnten. Am Abend wollten wir eigentlich noch ins Städtchen laufen, aber es war uns dann doch zu weit und außerdem war es auf dem Campingplatz in kleiner Runde zu sitzen auch sehr schön. Dazu noch ein passendes Zitat: "Also ich muss jetzt mal sagen, gestern fande ich es irgendwie nicht so toll, da wir keinen guten Platz hatten und es nicht so gut war, aber heute finde ich es richtig schön und gemütlich, dass man hier so draußen sitzen kann und es so warm ist" (Die Autorin möchte an dieser Stelle nicht genannt werden).
Wir haben am Abend mehrheitlich entschieden, dass wir gemeinsam um 5:30 aufstehen um uns am Strand den Sonnenaufgang anzusehen, doch leichter gesagt als getan, weniger bei Joni und mir, aber bei den anderen, die generell "etwas" länger schlafen.
An Strand war es aber sehr schön und es bot sich ein tolles Licht für unseren Lichtathleten Ferdi, der sich (wie immer) an der Kamera austobte.
Nach "chilligen und richtig guten Frühstück mit Rührei und Tee" fuhren wir zum nächsten Campingplatz. Dort haben wir unsere Dreistigkeit auf die Spitze getrieben, nachdem wir anfangs nur für vier Personen dann für drei und jetzt schließlich für nur zwei Personen zahlten. Den Vormittag haben wir mit Shopping in der Stadt verbracht, den Rest des Tages waren wir am Strand. Abends haben wir mal nicht unser sonst hervorragendes Selbstgekochtes gegessen sondern sind zum OzyMex, ein Geheimtipp in Claudia und Hans-Ulrich. Es soll dort die wohl besten Burritos geben und dem kann man auch nichts entgegensetzen, sie waren unglaublich lecker und vom Preis/Leistungsverhältnis voll in Ordnung! Was Preise angeht, muss man leider sagen, dass das, was man immer hört voll und ganz der Wahrheit entspricht. Es ist eigentlich alles teurer außer der Sprit und ab und zu noch andere Dinge. Das hat uns am ersten Tag hier unser indischer Freund aus der Commonwealth Bank auch schon mit auf den Weg gegeben: "You won't find much here in Australia that is for free".
Gegessen haben wir am Strand, dort hat außerdem eine Brown Snake unsere Aufmerksamkeit ergattert. Wie wir später erfuhren, ist ihr Gift tödlich. Nachdem wir noch ein wenig durch die Straßen Byron Bays geschlendert sind, ging es bald ins Bett, da ich am Morgen wieder zu Sonnenaufgang wach sein wollte. Gesagt getan, ging ich früh raus um zum Cape Byron, dem östlichsten Punkt des australischen Festlandes zu joggen und sah dort die Sonne aufgehen. Leider hatten noch mehrere Dutzend Asiaten die gleiche Idee. Der Leuchtturm dort ist das Wahrzeichen Byron Bays und macht in der Morgensonne auch eine gute Figur. Ich bin dann noch weiter zur Byron Bay High School gelaufen. Dort finden immer wieder legendäre Konzerte von der bereits erwähnten Band statt, deshalb für mich ein muss einmal dort gewesen zu sein. Von dort ging es zurück zum Campingplatz, nachdem alle wach und gerichtet waren, sind wir nochmal zum Lighthouse gefahren und durften dort wiedereinmal Delphine bestaunen.
Danach ließen wir Byron Bay hinter uns, mit dem Gedanken, dass ich hier nochmals herkommen werde, um nach Nimbin zu fahren. Nimbin ist inoffiziell die "Grashauptstadt" Australiens und man merkte auch schnell warum: uns wurden auf der kurzen Hauptstraße mit Läden wie "Happy High Spices" alles zwei bis drei Meter Cookies oder Weed angeboten. Wir beließen es aber dabei, unserem Tripp nach Nimbin nicht noch einen weiteren "Tripp" zu erweitern. Weniger erfreulich war die unerträgliche Hitze die dort herrschte. Ferdi sah so aus, als wäre er zwei Stunden joggen gewesen und auch alle anderen waren nicht mehr glücklich mit den Temperaturen.
Nach einer weiteren unterhaltsamen Fahrt mit spontanem Zwischenstopp an einen wunderschönen Teich in Murwillumbah erreichten wir zeitig unser Ziel für die Nacht, Tweat Heads, und konnten ein spontanes BBQ, anstatt Nudeln machen. Wir haben uns mit gegrillten Zucchini, Feta, Mais und Würstchen und dazu den von Joni und mir köstlich zu bereiteten Gnocci-Salat nahezu selbst
übertroffen.
Der Strand war gigantisch, für mich persönlich war der Tag sofort perfekt, als ich auf den ersten Blick feststellte, dass dort die Jungs von Parkway Drive ihr Musikvideo zu "Karma" gedreht haben (http://www.youtube.com/watch?v=HafGJQXGFuY). Ich war glücklich, die Mädels und Ferdi waren mit am Strand und ebenfalls zufrieden. Joni ist am Camper geblieben, da er seine Haut vor der Sonne schützen will, hatte aber denke ich auch Spaß am Platz :)
Die Wellen dort waren toll, sodass wir jede Menge Spaß hatten und Lucie, Nuts und Ich noch eine mehr oder weniger erfolgreiche aber sehr amüsante Surfsession einlegen konnten. Am Abend wollten wir eigentlich noch ins Städtchen laufen, aber es war uns dann doch zu weit und außerdem war es auf dem Campingplatz in kleiner Runde zu sitzen auch sehr schön. Dazu noch ein passendes Zitat: "Also ich muss jetzt mal sagen, gestern fande ich es irgendwie nicht so toll, da wir keinen guten Platz hatten und es nicht so gut war, aber heute finde ich es richtig schön und gemütlich, dass man hier so draußen sitzen kann und es so warm ist" (Die Autorin möchte an dieser Stelle nicht genannt werden).
Wir haben am Abend mehrheitlich entschieden, dass wir gemeinsam um 5:30 aufstehen um uns am Strand den Sonnenaufgang anzusehen, doch leichter gesagt als getan, weniger bei Joni und mir, aber bei den anderen, die generell "etwas" länger schlafen.
An Strand war es aber sehr schön und es bot sich ein tolles Licht für unseren Lichtathleten Ferdi, der sich (wie immer) an der Kamera austobte.
Nach "chilligen und richtig guten Frühstück mit Rührei und Tee" fuhren wir zum nächsten Campingplatz. Dort haben wir unsere Dreistigkeit auf die Spitze getrieben, nachdem wir anfangs nur für vier Personen dann für drei und jetzt schließlich für nur zwei Personen zahlten. Den Vormittag haben wir mit Shopping in der Stadt verbracht, den Rest des Tages waren wir am Strand. Abends haben wir mal nicht unser sonst hervorragendes Selbstgekochtes gegessen sondern sind zum OzyMex, ein Geheimtipp in Claudia und Hans-Ulrich. Es soll dort die wohl besten Burritos geben und dem kann man auch nichts entgegensetzen, sie waren unglaublich lecker und vom Preis/Leistungsverhältnis voll in Ordnung! Was Preise angeht, muss man leider sagen, dass das, was man immer hört voll und ganz der Wahrheit entspricht. Es ist eigentlich alles teurer außer der Sprit und ab und zu noch andere Dinge. Das hat uns am ersten Tag hier unser indischer Freund aus der Commonwealth Bank auch schon mit auf den Weg gegeben: "You won't find much here in Australia that is for free".
Gegessen haben wir am Strand, dort hat außerdem eine Brown Snake unsere Aufmerksamkeit ergattert. Wie wir später erfuhren, ist ihr Gift tödlich. Nachdem wir noch ein wenig durch die Straßen Byron Bays geschlendert sind, ging es bald ins Bett, da ich am Morgen wieder zu Sonnenaufgang wach sein wollte. Gesagt getan, ging ich früh raus um zum Cape Byron, dem östlichsten Punkt des australischen Festlandes zu joggen und sah dort die Sonne aufgehen. Leider hatten noch mehrere Dutzend Asiaten die gleiche Idee. Der Leuchtturm dort ist das Wahrzeichen Byron Bays und macht in der Morgensonne auch eine gute Figur. Ich bin dann noch weiter zur Byron Bay High School gelaufen. Dort finden immer wieder legendäre Konzerte von der bereits erwähnten Band statt, deshalb für mich ein muss einmal dort gewesen zu sein. Von dort ging es zurück zum Campingplatz, nachdem alle wach und gerichtet waren, sind wir nochmal zum Lighthouse gefahren und durften dort wiedereinmal Delphine bestaunen.
Danach ließen wir Byron Bay hinter uns, mit dem Gedanken, dass ich hier nochmals herkommen werde, um nach Nimbin zu fahren. Nimbin ist inoffiziell die "Grashauptstadt" Australiens und man merkte auch schnell warum: uns wurden auf der kurzen Hauptstraße mit Läden wie "Happy High Spices" alles zwei bis drei Meter Cookies oder Weed angeboten. Wir beließen es aber dabei, unserem Tripp nach Nimbin nicht noch einen weiteren "Tripp" zu erweitern. Weniger erfreulich war die unerträgliche Hitze die dort herrschte. Ferdi sah so aus, als wäre er zwei Stunden joggen gewesen und auch alle anderen waren nicht mehr glücklich mit den Temperaturen.
Nach einer weiteren unterhaltsamen Fahrt mit spontanem Zwischenstopp an einen wunderschönen Teich in Murwillumbah erreichten wir zeitig unser Ziel für die Nacht, Tweat Heads, und konnten ein spontanes BBQ, anstatt Nudeln machen. Wir haben uns mit gegrillten Zucchini, Feta, Mais und Würstchen und dazu den von Joni und mir köstlich zu bereiteten Gnocci-Salat nahezu selbst
übertroffen.
Abonnieren
Posts (Atom)






















































