Am nächsten Tag stand also der dritte Teil des Uluru Kata Tjuta Nationalparks an. Beim Aufstehen hörten wir nicht weit von uns entfernt das Heulen der Dingos, was sie aus dem gleichen Grund machen wie Wölfe.
Am Eingang hatten wir natürlich wieder die Pole und trafen sogar nur zwei Minuten nach der Portier Dame ein.
Den Sonnenaufgang genossen wir aus einer Position, die so lag, dass die Sonne hinter dem Uluru aufgeht. Dies war wohl das beste Sonnenauf- bzw. Untergangs Panorama, da der Himmel über dem Felsen leuchtete.
Danach wollten wir eigentlich die Wanderung auf den Ayers Rock machen, doch leider mussten wir feststellen, dass sie geschlossen war. Wie die Tage zuvor hatte es zu viel Wind oder die Temperaturen waren zu hoch. Vielleicht war es aber auch nur ein Zeichen, da es eigentlich nicht erwünscht ist, den Ayers Rock zu besteigen.
So konnten wir uns schon zeitiger als gedacht auf den Weg zurück in die Zivilisation machen.
Hier übten wir unsere Fähigkeiten als Spekulanten. Da wir beide später mit Geld spekulieren wollen, übten wir uns erst einmal mit Benzin. Wir wussten, das je näher wir wieder dem Meer kommen, desto billiger wird das Benzin wieder. Außerdem wussten wir ungefähr, wann welche Tankstelle kommt und wie lang unser Benzin reicht. Tatsächlich haben wir es geschafft, dass die Nadel gerade am untersten Limit angekommen war, als wir die nächste Tankstelle erreichten. Das gelang uns fast jedes mal auf den Liter genau, wodurch wir sicher nochmal den ein oder anderen Doller sparen konnten. Am Abend landeten wir irgendwo im Outback auf einem stockfinsteren Rastplatz und hatten wieder einen tollen Sternenhimmel.
Auch den nächsten Tag verbrachten wir damit auf dem Highway wieder zurück zu fahren und das den ganzen Tag. Lediglich ein Stop an einem Salzsee wäre noch zu berichten. Natürlich gibt es auch viele Kuriositäten auf dem Highway. So zum Beispiel wenn man alle paar Stunden von einem Road Train, das sind riesige Lkws mit bis zu 50 m Länge, überholt wird, wenn eine große Echse die Wärme der Straße genießt, wieder einmal ein riesiger Adler sich über das überfahrene Känguru hermacht oder man einfach die Füße während dem Fahren aus dem Fenster hängen lassen kann.
Nichtsdestotrotz erreichten wir am Abend wieder Port Augusta und gingen als ersten in den Supermarkt und kauften uns TimTams und Oreos. Endlich wieder in der Zivilisation. Hier übernachteten wir und fuhren morgens, nachdem wir mal wieder bei Sonnenlicht gefrühstückt hatten, weiter nach Port Adelaide.
Mittags kamen wir dort an und schauten uns den aufstrebenden Ort vor Adelaide an. Es galt früher als Proll-Hochburg und befindet sich gerade im Wandel zum Positiven. In einem weiteren Vorort verbrachten wir den Rest des Tages und auch die Nacht. Er lag direkt am Meer und war sehr schön zum Entspannen vom viele Fahren.
Wir waren also schneller als geplant wieder in Adelaide angekommen und verbrachten auch den Sonntag noch gemütlich am Meer. Vormittags fuhren wir nochmal in das schöne Glenelg und machten dort einen ausgedehnten Spaziergang entlang der Uferpromenade, Abends landeten wir wieder in unserem Quartier vom Vortag.
Eine unglückliche Nachricht gab es noch. Leider ist uns beim letzten Essen das Gas ausgegangen und so mussten wir unsere Nudeln in lauwarmen Wasser "weich" kochen und schafften es immerhin die Tomatensoße auf einem der öffentlichen Grills lauwarm zu bekommen.
Am Montag mussten wir dann also unseren geliebten Van wieder zurück geben und gingen wieder in unser geliebtes Hostel zurück. Dort stellten wir fest, dass sich ein Zimmer innerhalb von zwei Wochen sehr verändern kann. War es damals noch ordentlich und aufgeräumt, lagen jetzt überall Kleider, Schuhe und alles möglich auf dem Boden. Das lag wohl daran, dass dor Mädchen nächtigten. Am Nachmittag waren wir natürlich wieder am most beautiful place in Adelaide, dem botanischen Garten und verbrachten dort wieder mal schöne und entspannte Stunden.
Die letzten Eindrücke die wir von Adelaide bekamen, waren sehr positiv. Am Dienstag eröffnete mit dem Roundle Place ein neues Shopping Center, in welchen sich ein Supermarkt befand. Zur Neueröffnung verteilten sie am Eingang Eiskaffee umsonst. Mit sieben Päckchen kamen wir zurück ins Hostel. Eines haben wir sogar der Dame am Ticketschalter für den Bus geschenkt.
Mittags ging es dann endlich wieder "Heim" nach Sydney, nach Dee Why. Die Vorfreude auf Sydney, auf Manly und die ganze vertraute Umgebung war groß
Donnerstag, 28. März 2013
Olgas (Kata Tjuta)
Absoluter Rekord heute morgen. Um 3:30 fing Winston McCall mit Carrion an um mich aus dem Bett zu holen. Der Grund war ein Telefonat mit der Liebsten in der Heimat, wofür man sehr gerne sehr früh aufsteht.
Dadurch waren wir auch mit Frühstücken und Richten besonders bald fertig und bekamen so die verdiente Poleposition am Parkeingang, der um 5:30 aufmacht - wir waren um 5:25 da.
Als erste machten wir uns dann also nach fünf Minuten Wartezeit auf den Weg zur Sunrise Viewing Area der Olgas, unser heutiges Ziel.
Die Olgas sind eine faszinierende Gruppe von kuppelförmigen Felsen, die 35 km westlich des Uluru eng beisammen stehen. Sie bestehen aus 36 Felsen, die dicht an dicht liegen und tiefe Täler und enge Schluchten bilden. Durch dieses ging unsere 7,4 km lange Wanderung, die wir nach dem Sonnenaufgang, machten. Der Valley of Winds Rundweg war eine der schönsten Wanderungen im Nationalpark, da er die größte Abwechslung bot. Er windet sich durch die Schluchten, ermöglicht wundervolle Ausblicke auf die surrealen Felsdome und führt über die unterschiedlichsten Terrains.
Anschließend machten wir noch die kurze Wanderung zum Walpa Gorge. Der Pfad führte uns unterhalb der sich auftürmenden Felsen entlang und endete an einer Aussichtsplattform zwischen den Felsen. Hier verbrachten wir zwei Stunden, da sie noch im Schatten lag und es angenehm kühl war. Zwischendurch kamen immer wieder andere Menschen vorbei, mit denen wir ein kurzes Gespräch führten oder Bilder von ihnen machten. Außerdem wurden wir auch mehrmals von Kängurus beehrt. Am Auto angekommen fuhren wir schon mittags zur Sunset Area, da uns die Hitze und die Fliegen lähmten und uns handlungsunfähig machten. Wir verbrachten den ganzen Mittag damit im Auto einzugehen, die vorbeikommenden Menschen zu beobachten und darauf zu warten das es Abend wird. Als es dann endlich soweit war, fingen wir erst am Parkplatz an zu kochen. Gleichzeitig kam eine große Gruppe Senioren an. Manch einer von ihnen hat sich mehr für mich beim Kochen interessiert, also für die Olgas. Mit vollem Magen genossen wir wieder einmal ein unbeschreibliches Farbspektakel der Felsen, welches wir auch auf unzähligen Bilder festhielten.
Auf dem Weg zurück zum Campingplatz begegneten wir noch einem Kamel und einem Dingo. Das waren die letzten Highlights des Tages.
Dadurch waren wir auch mit Frühstücken und Richten besonders bald fertig und bekamen so die verdiente Poleposition am Parkeingang, der um 5:30 aufmacht - wir waren um 5:25 da.
Als erste machten wir uns dann also nach fünf Minuten Wartezeit auf den Weg zur Sunrise Viewing Area der Olgas, unser heutiges Ziel.
Die Olgas sind eine faszinierende Gruppe von kuppelförmigen Felsen, die 35 km westlich des Uluru eng beisammen stehen. Sie bestehen aus 36 Felsen, die dicht an dicht liegen und tiefe Täler und enge Schluchten bilden. Durch dieses ging unsere 7,4 km lange Wanderung, die wir nach dem Sonnenaufgang, machten. Der Valley of Winds Rundweg war eine der schönsten Wanderungen im Nationalpark, da er die größte Abwechslung bot. Er windet sich durch die Schluchten, ermöglicht wundervolle Ausblicke auf die surrealen Felsdome und führt über die unterschiedlichsten Terrains.
Anschließend machten wir noch die kurze Wanderung zum Walpa Gorge. Der Pfad führte uns unterhalb der sich auftürmenden Felsen entlang und endete an einer Aussichtsplattform zwischen den Felsen. Hier verbrachten wir zwei Stunden, da sie noch im Schatten lag und es angenehm kühl war. Zwischendurch kamen immer wieder andere Menschen vorbei, mit denen wir ein kurzes Gespräch führten oder Bilder von ihnen machten. Außerdem wurden wir auch mehrmals von Kängurus beehrt. Am Auto angekommen fuhren wir schon mittags zur Sunset Area, da uns die Hitze und die Fliegen lähmten und uns handlungsunfähig machten. Wir verbrachten den ganzen Mittag damit im Auto einzugehen, die vorbeikommenden Menschen zu beobachten und darauf zu warten das es Abend wird. Als es dann endlich soweit war, fingen wir erst am Parkplatz an zu kochen. Gleichzeitig kam eine große Gruppe Senioren an. Manch einer von ihnen hat sich mehr für mich beim Kochen interessiert, also für die Olgas. Mit vollem Magen genossen wir wieder einmal ein unbeschreibliches Farbspektakel der Felsen, welches wir auch auf unzähligen Bilder festhielten.
Auf dem Weg zurück zum Campingplatz begegneten wir noch einem Kamel und einem Dingo. Das waren die letzten Highlights des Tages.
Dienstag, 19. März 2013
Ayers Rock Part 1
Der Uluru ist 3,6 km lang und erhebt sich stolze 348 m über das umgebene sandige Buschland (867m über dem meeresspiegel). Man geht davon aus, dass zwei Drittel des Felsen unter dem Sand liegen. Genauere Untersuchungen haben eine seltsam geformte Oberfläche gezeigt, die viele Heilige Stätten mit Bedeutung für die Anangu birgt.
Bei uns klingelte der Wecker wieder vor Sonnenaufgang, denn diesen wollten wir natürlich mit dem besten Blick auf den Uluru erleben. Der Aussichtspunkt Talinguru Nyakinytjaku eignete sich dafür sehr gut. Er liegt auf einer Sanddüne und man hat hier einen Blick auf den Felsen und auf die Kata Tjuta in all ihrer Pracht. Als wir ankamen war es noch dunkel. Nach einiger Zeit sah man die Umrisse, bis er in einem Grau vor einem liegt. Je länger man der Sonne Zeit gibt, desto spektakulärer wird das Farbenspiel. Wenn die Sonne aufgeht leuchtet der Fels in intensiven Rottönen, später dann in einem glühenden Orange. Man hat das Gefühl, das er jedes mal, wenn man seinen Blick wieder auf ihn wirft in einer anderen Farbe leuchtet. Dadurch kommt es auch dazu, dass wir im Laufe des Tages den Fels hundertmal fotografiert haben.
Nach dem Sonnenaufgang fuhren wir zum Start des Uluru Base Walk. Dieser führt einmal um den Berg und man kommt an Höhlen, Zeichnungen, Sandsteinkanten und verwittertem Gestein vorbei. Auch hier machten wir wieder zahlreiche Bilder von allen Blickwinkeln und ließen uns einfach nur von der majestätischen Art und Weise verzaubern. Weniger beeindruckend waren hingegen die aufkommende Hitze, die unendlichen Fliegen und die ansteigende Zahl an Touristen auf unserem Weg. Besonders frech war es auch von uns, dass wir die Verbotsschilder, die das Fotografieren an den heiligen Stätten verbieten, einfach ignorierten. Anschließend ging es nochmal mit dem Auto um den Felsen und zum Cultural Center. Die Informationstafeln der Anangu wurden im vorbeilaufen angeschaut. Den Nachmittag verbrachten wir auf den Parkplatz, da die Hitze einem handlungsunfähig machte und wir beschränkten uns darauf, den wechselnden Farben und Stimmungen des großen Monolithen nachzusinnen.
Als es endlich angenehmer wurde, kochten wir noch und fuhren zu einer westlich gelegenen Aussichtsplattform von wo aus wir uns den Sonnenuntergang ansahen. Hier spielte das sich beim Sonnenaufgang beschriebene Farbspektakel nocheinmal ab, nur in umgekehrter Reihenfolge. Außerdem wirkten die Farben nochmal deutlich intensiver und es war besser als der Sonnenaufgang.
Irgendwann war die Sonne dann verschwunden und wir beendeten einen wunderbaren Tag im Nationalpark, der nebenbei doppeltes Weltkulturerbe ist, damit, mit Robbie Williams, einem lauen Wind und einem tollen Abendlicht, das die Umrisse der Olgas vermuten lies, zurück zum Resort zu fahren.
Bei uns klingelte der Wecker wieder vor Sonnenaufgang, denn diesen wollten wir natürlich mit dem besten Blick auf den Uluru erleben. Der Aussichtspunkt Talinguru Nyakinytjaku eignete sich dafür sehr gut. Er liegt auf einer Sanddüne und man hat hier einen Blick auf den Felsen und auf die Kata Tjuta in all ihrer Pracht. Als wir ankamen war es noch dunkel. Nach einiger Zeit sah man die Umrisse, bis er in einem Grau vor einem liegt. Je länger man der Sonne Zeit gibt, desto spektakulärer wird das Farbenspiel. Wenn die Sonne aufgeht leuchtet der Fels in intensiven Rottönen, später dann in einem glühenden Orange. Man hat das Gefühl, das er jedes mal, wenn man seinen Blick wieder auf ihn wirft in einer anderen Farbe leuchtet. Dadurch kommt es auch dazu, dass wir im Laufe des Tages den Fels hundertmal fotografiert haben.
Nach dem Sonnenaufgang fuhren wir zum Start des Uluru Base Walk. Dieser führt einmal um den Berg und man kommt an Höhlen, Zeichnungen, Sandsteinkanten und verwittertem Gestein vorbei. Auch hier machten wir wieder zahlreiche Bilder von allen Blickwinkeln und ließen uns einfach nur von der majestätischen Art und Weise verzaubern. Weniger beeindruckend waren hingegen die aufkommende Hitze, die unendlichen Fliegen und die ansteigende Zahl an Touristen auf unserem Weg. Besonders frech war es auch von uns, dass wir die Verbotsschilder, die das Fotografieren an den heiligen Stätten verbieten, einfach ignorierten. Anschließend ging es nochmal mit dem Auto um den Felsen und zum Cultural Center. Die Informationstafeln der Anangu wurden im vorbeilaufen angeschaut. Den Nachmittag verbrachten wir auf den Parkplatz, da die Hitze einem handlungsunfähig machte und wir beschränkten uns darauf, den wechselnden Farben und Stimmungen des großen Monolithen nachzusinnen.
Als es endlich angenehmer wurde, kochten wir noch und fuhren zu einer westlich gelegenen Aussichtsplattform von wo aus wir uns den Sonnenuntergang ansahen. Hier spielte das sich beim Sonnenaufgang beschriebene Farbspektakel nocheinmal ab, nur in umgekehrter Reihenfolge. Außerdem wirkten die Farben nochmal deutlich intensiver und es war besser als der Sonnenaufgang.
Irgendwann war die Sonne dann verschwunden und wir beendeten einen wunderbaren Tag im Nationalpark, der nebenbei doppeltes Weltkulturerbe ist, damit, mit Robbie Williams, einem lauen Wind und einem tollen Abendlicht, das die Umrisse der Olgas vermuten lies, zurück zum Resort zu fahren.
Kings Canyon
Die Sonne war über dem Kings Canyon Resort noch nicht aufgegangen, da roch es bereits nach Espresso und wir waren schon am frühstücken. Der Grund war die Wanderung durch den fantastischen Kings Canyon, das bisherige Highlight unserer Tour und im Nachhinein vielleicht auch unseres Aufenthalts in Australien. Die gähnende Schlucht liegt 10 km vom Campingplatz entfernt, welche wir durch die Dunkelheit mit dem Auto zurücklegten. Am Parkplatz angekommen dämmerte es bereits und wir machten uns schnell auf den Weg zum Beginn des Kings Canyon Rim Walks. Bei einem kurzen, steilen Anstieg am Anfang (dem einzigen schwierigen Teil des Wegs) bewiesen wir wieder einmal unsere Tauglichkeit für die Gebirgsjäger. In einen rekordverdächtigen Tempo eilten wir den Canyon hinauf, um oben angekommen mit einem unvergesslichen Sonnenaufgang belohnt zu werden. Die ersten Sonnenstrahlen fielen in den Canyon und beleuchteten seine riesigen Felswände, welche sich dadurch in das so typische Rot verwandelten. Auch das weitere Stück am Rand der Schlucht entlang bot immer wieder atemberaubende Ausblicke in diese hinein. Dabei gefielen uns die Lichtwechsel durch die aufgehende Sonne am besten und sorgten dafür, dass bei Joni wieder der Landschaftsfotograf geweckt wurde. Dann ging es über hölzerne Stufen nach unten zum Garden of Eden. Dies ist ein idyllisches Fleckchen, üppig bewachsen mit Farnen und Palmfarnen und mit einem ruhigen Wasserbecken in der Mitte. Eigentlich hatte ich mir schon lange im voraus vorgenommen, hier zu schwimmen. Leider hat es lange nicht geregnet, weswegen das Wasser wenig einladend aussah und selbst mich zurückhielt. Der nächste Abschnitt windete sich durch gigantische, bienenkorbartige Felsformationen: verwitterte Sandsteinfelsen, die für die Luritja-Aborigines die Männer des Kuniya-Dreaming präsentieren. Man merkt, dass die Aborigines eine Kultur haben, die sich sehr von der unsern unterscheidet. Danach ging es wieder nach unten zum Parkplatz. Hier machten wir noch den kurzen Kings Creek Walk, der uns entlang des steinigen Bachbetts zu einer erhöhten Aussichtsplattform führte, von wo man einen Blick auf den Rand des Canyon hoch oben hatte. Wir waren schon oben, wer will es also von unten sehen :)
Wieder am Auto ging es nach kurzer Pause zurück zum Lasseter Highway, der uns zu unserer finalen Destination führt. Nach etlichen Kilometern sah man dann weit am Horizont einen Monolith stehen. Allerdings handelte es sich dabei nicht um den Ayers Rock, sondern den Mount Conner. Der Tafelberg, der 350m über der Wüste aufragt, ist der am häufigsten irrtümlich fotografierte Berg der Welt - auf den ersten Blick halten ihn viele für den Uluru. Wir sind natürlich nicht darauf hineingefallen, machten aber dennoch ein paar Bilder und fuhren weiter.
Schließlich tauchte er dann doch vor uns auf, der berühmte Ayers Rock. Für viele Besucher, Australier wie Auswärtige, steht der Uluru ganz oben auf der Liste der Dinge, die man gesehen haben muss. So auch für mich, da ich ihn schon seit kleinauf bei Hägeles im Treppenhaus gesehen habe und nun endlich in echt sah. Das war schon ein besonderer Augenblick für mich. Allerdings gedulden wir uns noch bis Morgen, bis wir ihn in voller Größe und im richtigen Licht anschauen. Erstmal sind wir zum Ayers Rock Resort gefahren und verbringen hier jetzt die kommenden drei Nächte.
Wieder am Auto ging es nach kurzer Pause zurück zum Lasseter Highway, der uns zu unserer finalen Destination führt. Nach etlichen Kilometern sah man dann weit am Horizont einen Monolith stehen. Allerdings handelte es sich dabei nicht um den Ayers Rock, sondern den Mount Conner. Der Tafelberg, der 350m über der Wüste aufragt, ist der am häufigsten irrtümlich fotografierte Berg der Welt - auf den ersten Blick halten ihn viele für den Uluru. Wir sind natürlich nicht darauf hineingefallen, machten aber dennoch ein paar Bilder und fuhren weiter.
Schließlich tauchte er dann doch vor uns auf, der berühmte Ayers Rock. Für viele Besucher, Australier wie Auswärtige, steht der Uluru ganz oben auf der Liste der Dinge, die man gesehen haben muss. So auch für mich, da ich ihn schon seit kleinauf bei Hägeles im Treppenhaus gesehen habe und nun endlich in echt sah. Das war schon ein besonderer Augenblick für mich. Allerdings gedulden wir uns noch bis Morgen, bis wir ihn in voller Größe und im richtigen Licht anschauen. Erstmal sind wir zum Ayers Rock Resort gefahren und verbringen hier jetzt die kommenden drei Nächte.
Montag, 18. März 2013
Coober Pedy And the Breakaways
Heute stand also noch ein wenig Programm an, bevor es weiter den Highway in Richtung Norden hinauf ging. Nach dem Frühstück haben wir nochmal die beiden getroffen, die sich das selbe Museum wie wir angesehen haben. Davor sind wir in Tom's Working Opal Mine, eine Mine, wo die Profis weiterhin nach einer Hauptader suchen. Wir durften durch die Schächte laufen, haben Informationen über die Entstehung von Opalen, deren Abbau und die Verarbeitung bekommen. Um Coober Pedy wir die kahle, trockene Wüste plötzlich von Ausschachtungen und dazugehörigen Abraumhalden überzogen - im Umkreis der Kleinstadt gibt's angeblich über 1 Mio. solcher Stellen. Die Opale, wie bereits erwähnt, der Grund für das fieberhafte Graben, haben hier ein bedeutendes Abbauzentrum entstehen lassen. Für uns war Coober Pedy eine trostlose Einöde, mit seinen Fliegenschwärmen, den heißen Temperaturen, den aufdringlichen, heruntergekommenen Ureinwohnern, rostigen Autos in jedem zweiten Vorgärten und die baumlose Landschaft vermittelten alles andere als ein gutes Stadtbild.
Trotzdem war die Mine sehr interessant, wir waren ja auch nicht in der Stadt, sondern unter der Erde.
Die St. Peters & Paul Catholic Churche, Coober Pedys erste Kirche, wirkte noch immer reizvoll. Sie liegt bzw. ist in den Berg gebaut, denn im Sommer hat es Temperaturen bis zu 50 Grad und im Winter Minusgrade. Im Berg bleibt es hingegen das ganze Jahr über bei ca. 23 Grad.
Anschließend haben wir uns noch schnell die Besichtigungsgenehmigung für die Breakaways geholt. Über einen unbefestigten Touristdrive kamen wir als erstes zum Dog Fence. Dieser zieht sich durch ganz Australien und sollte den Südosten des Landes dingofrei halten, da dort überwiegend Schafe gehalten werden. Über die Moon Plain, eine tafelartige Gegend, wo es aussieht wie auf dem Mond, gelangen wir schließlich zu den Breakaways, das mit seinen trockenen Hügeln und Steilhängen karg, aber trotzdem farbenfroh wirkte. Bei einem Aussichtspunkt, wo wir auch einen Australier trafen, der in Kiel geboren wurde, fiel unser Blick auf ein weiß-gelben Tafelberg namens Castle. Dieser ist so berühmt, dass er es schon in zwei Filme geschafft hat.
Auf unserem anschließenden Weg auf dem Highway trafen wir erst auf zwei Franzosen, die auf dem Weg stehen geblieben sind, nichts von Autos wissen und kein Empfang hatten. Eine ziemlich knifflige Situation und uns wurde bewusste, dass es uns genauso gehen kann, da wir auch nur sehr selten Empfang haben. Später wurden wir dann wieder von Maria und Christian überholt und trafen sie später an der Tankstelle wieder. Die Preise im Outback gehen natürlich schnell in die Höhe und so lang der Preis pro Liter bereits bei 2$.
Da wir vor den beiden losfuhren, wurden wir im Laufe der Strecke natürlich wieder überholt, da wir uns aufgrund von Sparmaßnahmen auf Tempo 80 beschränkten. Das wurde auch zu unserem Vorteil, denn im Überholen haben die beiden uns zum Abendessen am Campingplatz eingeladen. Bis wir dort waren, wurde auch schon gekocht und als wir fertig mit Umbauen waren, war das Essen fertig. Das war ein Service. Den Abend saßen wir noch lange im Freien, unter einem unbeschreiblichen Sternenhimmel, mitten im australischen Outback und unterhielten uns über alle möglichen Themen. Die beiden sind um die dreißig und haben aufgrund von Arbeitswechsel die Möglichkeit bekommen, nochmal für fast vier Monate durch die Welt zu reisen. Inzwischen waren sie in Dubai, zahlreichen asiatischen Ländern, Neuseeland und schließlich Australien. Jetzt weiß ich was ich in spätestens zehn Jahren auch nochmal machen möchte, mit wem, kann man sich ja denken :)
Trotzdem war die Mine sehr interessant, wir waren ja auch nicht in der Stadt, sondern unter der Erde.
Die St. Peters & Paul Catholic Churche, Coober Pedys erste Kirche, wirkte noch immer reizvoll. Sie liegt bzw. ist in den Berg gebaut, denn im Sommer hat es Temperaturen bis zu 50 Grad und im Winter Minusgrade. Im Berg bleibt es hingegen das ganze Jahr über bei ca. 23 Grad.
Anschließend haben wir uns noch schnell die Besichtigungsgenehmigung für die Breakaways geholt. Über einen unbefestigten Touristdrive kamen wir als erstes zum Dog Fence. Dieser zieht sich durch ganz Australien und sollte den Südosten des Landes dingofrei halten, da dort überwiegend Schafe gehalten werden. Über die Moon Plain, eine tafelartige Gegend, wo es aussieht wie auf dem Mond, gelangen wir schließlich zu den Breakaways, das mit seinen trockenen Hügeln und Steilhängen karg, aber trotzdem farbenfroh wirkte. Bei einem Aussichtspunkt, wo wir auch einen Australier trafen, der in Kiel geboren wurde, fiel unser Blick auf ein weiß-gelben Tafelberg namens Castle. Dieser ist so berühmt, dass er es schon in zwei Filme geschafft hat.
Auf unserem anschließenden Weg auf dem Highway trafen wir erst auf zwei Franzosen, die auf dem Weg stehen geblieben sind, nichts von Autos wissen und kein Empfang hatten. Eine ziemlich knifflige Situation und uns wurde bewusste, dass es uns genauso gehen kann, da wir auch nur sehr selten Empfang haben. Später wurden wir dann wieder von Maria und Christian überholt und trafen sie später an der Tankstelle wieder. Die Preise im Outback gehen natürlich schnell in die Höhe und so lang der Preis pro Liter bereits bei 2$.
Da wir vor den beiden losfuhren, wurden wir im Laufe der Strecke natürlich wieder überholt, da wir uns aufgrund von Sparmaßnahmen auf Tempo 80 beschränkten. Das wurde auch zu unserem Vorteil, denn im Überholen haben die beiden uns zum Abendessen am Campingplatz eingeladen. Bis wir dort waren, wurde auch schon gekocht und als wir fertig mit Umbauen waren, war das Essen fertig. Das war ein Service. Den Abend saßen wir noch lange im Freien, unter einem unbeschreiblichen Sternenhimmel, mitten im australischen Outback und unterhielten uns über alle möglichen Themen. Die beiden sind um die dreißig und haben aufgrund von Arbeitswechsel die Möglichkeit bekommen, nochmal für fast vier Monate durch die Welt zu reisen. Inzwischen waren sie in Dubai, zahlreichen asiatischen Ländern, Neuseeland und schließlich Australien. Jetzt weiß ich was ich in spätestens zehn Jahren auch nochmal machen möchte, mit wem, kann man sich ja denken :)
Kings Canyon Resort
Über den heutigen Tag gibt es wenig zu berichten. Nach gemeinsamen Frühstück haben wir noch unsere Kontaktdaten ausgetauscht und verabschiedeten uns vorerst von den beiden. 20 km weiter trafen wir sie allerdings schon wieder an der Tankstelle. Inzwischen kostet das Benzin über 2$ und schlägt ordentlich auf die Reisekasse. Gegen Mittag kamen wir dann zu der Abzweigung, die uns zu einem Wasserloch führen sollte. Leider war die Strasse gesperrt, da es kurz zuvor gebrannt hatte und scheinbar der Wanderweg unbegehbar ist. Also kamen wir unfreiwillig und früher als geplant am Kings Canyon Resort an. Hier verbrachten wir den Nachmittag am Pool und auf dem Campingplatz und genossen den "freien" Nachmittag. Am Abend kamen, ganz unerwartet wieder unsere zwei Freunde. Sie wollten allerdings nur Duschen und dann noch ein Stück Richtung Ayers Rock fahren. Dort werden wir sie wahrscheinlich wieder treffen. Morgen steht wieder eine Wanderung an. Bis dahin!
Womera - Coober Pedy
Heute stand nun also unser erster Tag mit viel Wegstrecke an. Die ersten 40 Kilometer bis zurück nach Port Angusta gingen schnell. Dort haben wir dann nochmal Wasser gekauft, Geld abgehoben und in der Public Library den Pc genutzt.
Natürlich auch nochmal voll getankt, denn danach ging das Land in die leere Weite des australischen Outbacks über. So wie man liest, wird man, wenn man sich richtig vorbereitet hat, einen Trip durch diese kaum besiedelte, raue Regionen erleben, den man kaum wieder vergessen wird. Da sind wir gespannt.
Der Stuart Highway führt uns ins rote Herz Australiens hinein. Ein erster Stopp war Woomera mit seiner düsteren Atomtestgeschichte und einer glänzenden Sammlung an übrig gebliebener Raketen. Im Visitor Center haben wir uns anhand von Ausstellungsstücken über die Vergangenheit informiert und uns anschließend Überreste von Düsenjägern und Flugzeugen im Missle Park angesehen. Es wurde 1947 als Koordinationszentrale für britische Raketen- und Atomwaffentests gegründet und dient noch heute als Testgebiet.
Nach einem weiteren Stopp zum Tanken erreichten wir am Abend die Stadt Coober Pedy. Hier blieben wir, da wir uns am nächsten Morgen noch ein paar Sachen ansehen wollten. Beim Essen haben wir mit Maria und Christian noch zwei sehr nette Deutsche kennengelernt, die die selbe Strecke wie wir fahren.
Natürlich auch nochmal voll getankt, denn danach ging das Land in die leere Weite des australischen Outbacks über. So wie man liest, wird man, wenn man sich richtig vorbereitet hat, einen Trip durch diese kaum besiedelte, raue Regionen erleben, den man kaum wieder vergessen wird. Da sind wir gespannt.
Der Stuart Highway führt uns ins rote Herz Australiens hinein. Ein erster Stopp war Woomera mit seiner düsteren Atomtestgeschichte und einer glänzenden Sammlung an übrig gebliebener Raketen. Im Visitor Center haben wir uns anhand von Ausstellungsstücken über die Vergangenheit informiert und uns anschließend Überreste von Düsenjägern und Flugzeugen im Missle Park angesehen. Es wurde 1947 als Koordinationszentrale für britische Raketen- und Atomwaffentests gegründet und dient noch heute als Testgebiet.
Nach einem weiteren Stopp zum Tanken erreichten wir am Abend die Stadt Coober Pedy. Hier blieben wir, da wir uns am nächsten Morgen noch ein paar Sachen ansehen wollten. Beim Essen haben wir mit Maria und Christian noch zwei sehr nette Deutsche kennengelernt, die die selbe Strecke wie wir fahren.
Flinders Ranges
Der Flinders Ranges Nationalpark gehört zu den beliebtesten Naturschutzgebieten in South Australia. Er lockt Besucher wie uns mit schroffen Schluchten, zerklüfteten Bergketten, verlassenen Gehöften, indigenen Stätten und hyperaktiven Tieren. Das absolute Highlight ist der elliptische Wilpena Pound, der von gezackten Graten umgeben ist. Das natürliche, 80km^2 große Talbecken entstand einst durch tektonische Senkung und ist kein Meteoritenkrater.
Nachdem uns die Dame der Rezeption unseres Campingplatzes wie selbstverständlich nur die schwierigsten drei Touren vorschlug, konnten wir uns quasi nicht anders entscheiden, als die längste und am schwierigsten beschriebene auszuwählen. Den Shuttlebus zum Look Out hat sie erst gar nicht für uns in Erwägung gezogen.
Noch vor Sonnenaufgang ging es vom Campingplatz los. Die ersten paar Kilometer führten entlang des Fußes des Felskamms an der äußeren Seite des Wilpena Pounds. Die Strecke war einfach zu laufen und wir gingen durch einen weitläufigen Nadelwald. Es war besonders angenehm, die ersten Sonnenstrahlen zu sehen und auf der Haut zu spüren, denn bis dato war es verdammt kalt und die Finger froren.
Nach sechs Kilometern ging es dann hinauf auf den Tanderra Saddle. Was das Höhenprofil schon hat vorher vermutet lassen, wurde nun wahr. Es ging steil bergauf mit kurzen Kletterpassagen und entlang von Felswänden und Abgründen. Nach einem weiteren großartigen Aufstieg zum St. Mary Peak hatten wir einen besonders guten Blick auf das Becken des Wilpena Pounds. Die Besteigung des Gipfels auf 1100 Höhenmetern wurde von uns natürlich zelebriert, weniger wohl von den indigenen Adnyamathanha, da der Gipfel für sie eine traditionelle Bedeutung hat. Das war nur der Anfang.
Von nun an ging es wieder nach unten und wir wanderten einmal schräg durch das Becken. Es boten sich immer wieder tolle Panoramablicke, aber größtenteils war es trockenes Buschland und ausgetrocknete Landschaft. Hin und wieder gab es ein oder zwei Kängurus, die den Weg kreuzten. Da wir wieder auf einem breiten Weg waren, machten wir viele Kilometer. Am Hills Homestead legten wir dann unsere verdiente Mittagspause ein. Zuvor wurden wir noch von dem direkt anschließenden Wangarra Look Out enttäuscht, denn die Aussicht vom Gipfel konnte natürlich nicht überboten werden. Beim Essen lieferte sich Joni ein spektakuläres Duell mit ein paar Raben, die scheinbar großes Interesse an unserem Toast hatten. Natürlich ging Joni als Sieger vom Platz. Bedauerlicherweise musste er aber den Rest der Strecke humpelnd gehen, da er sich sein Knie verdreht hatte. Aber auch diese letzten 3 Kilometer gingen gut und so konnten wir vermelden, dass wir für die Strecke, auf die eigentlich neun Stunden angesetzt sind, lediglich 4,5 Stunden gebraucht haben. Diese sensationelle Zeit veranlasste uns auch dazu, dass Resort noch am selben Tag zu verlassen. Den gewonnenen Nachmittag nutzten wir, um einen Scenic Drive weiter Richtung Norden nach Blinman und von dort aus weiter nach Parachilna zu fahren. Die Strecke führt über das Bunyeroo Valley, die Brachina Gorge, das Aroona Valley und den Stokes Hill Look Out. Das Beste auf der Route war wohl die Great Wall of China. Hier lag eine Schicht Sedimentgestein frei und es sah der "originalen" Mauer zum verwechseln ähnlich. Neben diesem Highlight waren es vorallem die Tiere die begeisterten. Zahlreiche Schafe, hier mal ein Känguru, mal drei vor einem auf der Straße oder neben einem im Schatten, viele Emus waren unterwegs und ein riesiger Adler machte sich über das überfahrene Känguru her.
Eigentlich wollten wir bis zum Abend wieder in Port Angusta sein, um am nächsten morgen direkt ins "richtige" Outback zu starten, doch wir wollten es auch nicht riskieren, bei Dunkelheit bzw. Dämmerung zu fahren. Besonders um diese Tageszeit laufen die Kängurus gerne mal ins Auto, da bringt uns unsere nicht abgeschlossene Versicherung natürlich dann nichts mehr. So landeten wir in Quorn, durften der wilden Dorfjugend beim spielen zu sehen und gingen bald zu Bett.
>>> Leider habe ich während der Wanderung nur Bilder mit meiner Dogitalkamera und Joni mit seinem iPhone gemacht, deswegen gibt es leider keine guten. Auch in den nächsten Tagen wird das wohl nicht anders! <<<
Nachdem uns die Dame der Rezeption unseres Campingplatzes wie selbstverständlich nur die schwierigsten drei Touren vorschlug, konnten wir uns quasi nicht anders entscheiden, als die längste und am schwierigsten beschriebene auszuwählen. Den Shuttlebus zum Look Out hat sie erst gar nicht für uns in Erwägung gezogen.
Noch vor Sonnenaufgang ging es vom Campingplatz los. Die ersten paar Kilometer führten entlang des Fußes des Felskamms an der äußeren Seite des Wilpena Pounds. Die Strecke war einfach zu laufen und wir gingen durch einen weitläufigen Nadelwald. Es war besonders angenehm, die ersten Sonnenstrahlen zu sehen und auf der Haut zu spüren, denn bis dato war es verdammt kalt und die Finger froren.
Nach sechs Kilometern ging es dann hinauf auf den Tanderra Saddle. Was das Höhenprofil schon hat vorher vermutet lassen, wurde nun wahr. Es ging steil bergauf mit kurzen Kletterpassagen und entlang von Felswänden und Abgründen. Nach einem weiteren großartigen Aufstieg zum St. Mary Peak hatten wir einen besonders guten Blick auf das Becken des Wilpena Pounds. Die Besteigung des Gipfels auf 1100 Höhenmetern wurde von uns natürlich zelebriert, weniger wohl von den indigenen Adnyamathanha, da der Gipfel für sie eine traditionelle Bedeutung hat. Das war nur der Anfang.
Von nun an ging es wieder nach unten und wir wanderten einmal schräg durch das Becken. Es boten sich immer wieder tolle Panoramablicke, aber größtenteils war es trockenes Buschland und ausgetrocknete Landschaft. Hin und wieder gab es ein oder zwei Kängurus, die den Weg kreuzten. Da wir wieder auf einem breiten Weg waren, machten wir viele Kilometer. Am Hills Homestead legten wir dann unsere verdiente Mittagspause ein. Zuvor wurden wir noch von dem direkt anschließenden Wangarra Look Out enttäuscht, denn die Aussicht vom Gipfel konnte natürlich nicht überboten werden. Beim Essen lieferte sich Joni ein spektakuläres Duell mit ein paar Raben, die scheinbar großes Interesse an unserem Toast hatten. Natürlich ging Joni als Sieger vom Platz. Bedauerlicherweise musste er aber den Rest der Strecke humpelnd gehen, da er sich sein Knie verdreht hatte. Aber auch diese letzten 3 Kilometer gingen gut und so konnten wir vermelden, dass wir für die Strecke, auf die eigentlich neun Stunden angesetzt sind, lediglich 4,5 Stunden gebraucht haben. Diese sensationelle Zeit veranlasste uns auch dazu, dass Resort noch am selben Tag zu verlassen. Den gewonnenen Nachmittag nutzten wir, um einen Scenic Drive weiter Richtung Norden nach Blinman und von dort aus weiter nach Parachilna zu fahren. Die Strecke führt über das Bunyeroo Valley, die Brachina Gorge, das Aroona Valley und den Stokes Hill Look Out. Das Beste auf der Route war wohl die Great Wall of China. Hier lag eine Schicht Sedimentgestein frei und es sah der "originalen" Mauer zum verwechseln ähnlich. Neben diesem Highlight waren es vorallem die Tiere die begeisterten. Zahlreiche Schafe, hier mal ein Känguru, mal drei vor einem auf der Straße oder neben einem im Schatten, viele Emus waren unterwegs und ein riesiger Adler machte sich über das überfahrene Känguru her.
Eigentlich wollten wir bis zum Abend wieder in Port Angusta sein, um am nächsten morgen direkt ins "richtige" Outback zu starten, doch wir wollten es auch nicht riskieren, bei Dunkelheit bzw. Dämmerung zu fahren. Besonders um diese Tageszeit laufen die Kängurus gerne mal ins Auto, da bringt uns unsere nicht abgeschlossene Versicherung natürlich dann nichts mehr. So landeten wir in Quorn, durften der wilden Dorfjugend beim spielen zu sehen und gingen bald zu Bett.
>>> Leider habe ich während der Wanderung nur Bilder mit meiner Dogitalkamera und Joni mit seinem iPhone gemacht, deswegen gibt es leider keine guten. Auch in den nächsten Tagen wird das wohl nicht anders! <<<
Donnerstag, 14. März 2013
We hit the road again
Loxton hat mir unter dem Strich die Reisekasse wieder ein bisschen aufgefüllt und uns beide viele Erfahrungen beschert. Die größte war natürlich die Arbeit an sich. Weintrauben, Bohnen, Kürbisse, Trauben, Mais und Pfirsiche, man sieht die Liste, der Früchte die wir geerntet haben, ist lange. Genauso lang ist auch die Liste der Arbeitgeber, entsprechend müssen wir auch noch auf Teile unseres Geldes warten, aber es sieht gut aus. Am meisten verhasst war bei uns das Ernten der "normalen" Trauben, die in den Verkauf gehen sollten. Wir mussten sie mit Scheren schneiden und vorsichtig in die Kisten legen. Es wurde viel verlangt und miserabel bezahlt. Bei 35 Grad und unendlich vielen Fliegen (Für den zweiten Tag haben wir uns ein Fliegennetz gekauft) haben wir uns demotiviert durch die Reihen geerntet und haben es auf einen Stundenlohn von Sage und Schreibe 7$ gebracht. Natürlich haben wir da bei unseren Mitbewohnern nicht gut über den Job geredet. Das war auch der Grund, wieso Greg, der Kanadier, und zwei weitere aus dem Hostel geflogen sind und Joni frühzeitig seine Arbeit verloren hatte. Nachdem die Besitzer des Hostels erfahren hatten, dass das Gerücht kursiert, es handle sich um einen schlechten Job und Joni und eine Französin zu den Hauptverdächtigen wurden, bekamen die beiden "frei". Greg sollte am nächsten Tag dort arbeiten, beschwerte sich bei den Besitzern und flog nach einem Disput aus dem Hostel. Ein Tag später folgten die anderen beiden. Da haben wir wohl kurz das Hostel hochgehen lassen.
Für Joni war das auch nicht weiter schlimm, da er sowieso am darauffolgenden Tag nach Adelaide fahren wollte. So hatte er den Donnerstag frei und konnte Flüge buchen, Hostels reservieren und und und.
Da ich nicht in den Kreis der Verdächtigen gezogen wurden, obwohl ich auch gebrudelt habe, durfte ich eine positive Arbeitserfahrung machen. Endlich.
Mit Florian, einen Deutschen aus Würzburg und Thomas, ein sehr sympathischer Franzosen, ging es um 5:30 morgens aufs Feld. Beim ersten Farmer mussten wir Kürbisse ernten und bekamen von ihm als Dank Wasser- und Honigmelonen für den Rest des Tages geschenkt und am Abend natürlich das Geld. Den verbrachten wir dann bei Daniel, ein sehr netter Farmer mit indischen Wurzeln. Wir bekamen Sandwiches und Kaffee und er hatte steht's Zeit für eine kurze Unterhaltung. Beim Ernten der Pfirsiche kam man sich vor wie im Paradies. Normalerweise, wenn man sie im Laden kauft, isst man jeden einzelnen und schätzt jeden. Hier aber sieht man einen besonders Leckeren am Baum, beißt zweimal rein und lässt ihn fallen oder man nimmt sich zwei mit auf den Weg zur Palette, probiert den einen, dann den anderen und wirft den schlechteren weg. Herrlich.
Eine weitere nette Unterhaltung hatte ich noch mit einem anderen Farmer über die Erntearbeit, die Lebensmittelpreise und die Entwicklung. Wir kannten uns beide auf dem Gebiet aus und hatten die selben Meinungen, was die Konversation deutlich angestoßen hat.
Wie bereits erwähnt ist Joni bereits Freitags Morgen nach Adelaide gefahren, um sich die Stadt anzuschauen. Nach über drei Monaten sollten wir uns mal mehrere Tage nicht sehen, da ich noch bis Montag arbeiten wollte. Wollte, denn leider gab es bis dahin nichts mehr, weil Feiertag war und so checkte ich auch schon am Samstag mit der Annahme, dass ein Bus fährt, aus der Harvest Trail Lodge aus. Natürlich war dem nicht so und ich musste meinen Plan des Trampens über 300 km durchziehen.
Inzwischen habe ich festgestellt, dass man so die nettesten Begegnungen mit Australiern macht, außer wenn man zum Frühstück eingeladen wird.
Mit Tara und ihrem Hund Roxy auf der Rückbank ging es für mich nach Adelaide. Sie ist Grundschullehrerin in Loxton, ihre Familie lebt in Adelaide und sie kommt sie über das Wochenende besuchen. Auch bei ihr bewahrheitet sich unsere Feststellung, dass Leute, die selbst gereist sind, anderen bevorzugt helfen. Sie war mit ihrem Freund schon in den USA, in Südamerika und mehrmals in Europa, mitunter auf dem Oktoberfest, was für viel Gesprächsstoff gesorgt hat. Außerdem kennt sie sich jetzt mit ein paar klassischen Oktoberfest Sätzen aus :). Am allermeisten hat mir Hund Roxy gefallen. Sie war sofort zutraulich und verpflichtete mich quasi dazu, sie zu graulen, da sie immer wieder mit ihrer Schnauze nach vorne kam und sie unter meinen Arm steckte. Ein absolut liebenswertes Tier. Das Highlight war der kurze Spaziergang mit ihr bei einer schnellen Pause.
Nach drei Stunden war ich also in Adelaide angekommen und froh wieder in einer Großstadt mit mehr Menschen zu sein. Im Hostel traf ich dann auch direkt Joni wieder. Wir haben uns also doch keinen ganzen Tag nicht gesehen. Allerdings hat er sich das 10er Zimmer, in dem Greg auch zufällig war, ausgesucht, während ich das gemütliche 20er Zimmer präferierte.
Nachdem ich kurz meine sieben Sachen ausgepackt hatte, gingen wir in die Innenstadt und Joni, der sich ja schon auskannte, zeigte mir alles sehenswerte. Die Stadt gefällt uns beiden sehr gut, da es eine überschaubare Großstadt ist mit vielen Grünflächen und einer modernen Innenstadt. Außerdem finden im Moment drei Festivals statt, weswegen auf den Straßen zahlreiche Musiker, Artisten und Magier anzutreffen waren und jede Menge gut gelaunter Menschen unterwegs waren.
Im sehr schön und gemütlich gestalteten Botanischen Garten, der mich ein wenig an der schönen Retiro in Madrid erinnerte, schlenderten wir durch die Rosen- und Kakteengärten und legten uns nicht für "20 Minuten auf'd Couch" sondern auf Bänke, denn "der Typ war fertig".
Am Abend war ich mit Greg in der Hostelbar zum Goon trinken verabredet. Goon ist billigster Wein im 4 Liter Tetrapack für 10$. Der Abend mit ihn war sehr lustig und vorallem gut für mein Englisch. Im Verlauf haben wir uns irgendwann verloren, Joni war schon im Bett und ich landete in einem Partyzelt auf einem der Festivals und feierte mit einem Studenten, den ich kurz zuvor in der Fußgängerzone kennengelernt hatte.
Am nächsten Morgen begegnete ich Joni beim Frühstück. Er war schon bei den Toasts 10 - 12, da es im Hostel Toasts und Marmelade umsonst gab. Sechs weitere sollten noch folgen. Er hatte sich im Voraus schon die restlichen Nächte im YHA gebucht, weshalb er umziehen musste und ich in der Zeit meine Kleidung nach über einem Monat mal wieder mit der Maschine gewaschen habe. Am Nachmittag fuhren wir in das etwas außerhalb gelegene Glenelg. Es hat ein wenig dem Charme von Manly. Hier gibt es auch einen tollen Strand und eine schön gestaltete Einkaufstraße, in der leider auch Autos verkehren. An der Promenade führt ein Steg hinaus aufs Meer. Hier springen Jung und Alt aus allen möglichen Positionen und Lagen ins Wasser und es hat Spaß gemacht ihnen zuzusehen und ihre Leistung, die meist mittelmäßig bis schlecht war, zu bewerten. Hätten wir Badesachen dabei gehabt, hätten wir den Jungs mal gezeigt, wo der Hammer hängt. Spaß.
Anschließend trafen wir uns bei mir im Hostel zum Kochen, schauten noch die aktuellen Charts im TV und gingen ein wenig auf die Straße. Hier haben wir miterlebt wie ein Mann, offenbar unter Einfluss von Drogen, eine anderen verprügeln wollte. Dieser ergriff mit seiner Frau nach der Überraschungsattacke und ein paar Fausthieben die Flucht. Natürlich folgte der aufgebrachte andere den beiden. Mitten auf der vierspurigen Straße kam es zum finalen Showdown. Er nahm nochmal Anlauf, die beiden gingen zu Boden, die Frau stürzte sich auf den Verrückten und versuchte ihn zurückzuhalten, kassierte dabei aber auch ordentlich. Währenddessen versperrten sie schon zahlreichen Autos die Weiterfahrt und ein Asiate war dabei die Streithähne auseinander zu bringen. Es gelang ihm und die beiden Parteien gingen auseinander. Verrücktes Großstadtleben. Viel mehr ereignete sich an dem Abend nicht mehr und wir gingen beide in unsere Hostels.
Joni kam am nächsten Morgen verbotenerweise zu mir zum Frühstücken, obwohl er gar kein Gast des Hauses mehr ist. Das kümmert beim Personal aber niemanden groß. In der Zwischenzeit hatte ich wieder den Fernseher erobert und schaute FA-Cup, Manchester United gegen Chelsea.
Für den Vormittag hatte ich einen Friseurtermin...bei Joni. Im Supermarkt habe ich mir einen günstigen Haarschneider, der nicht funktionierte, gekauft. Der zweite, das Billigmodell der anderen Marke, funktionierte und Joni durfte Hand anlegen. Geschnitten hat er auch echt gut, leider habe ich ihm den Auftrag erteilt, die Aufsätze, die speziell für die Ohren sind und leider gar nicht zu meiner restlichen Länge gepasst haben, zu verwenden. Das Resultat möchte ich euch nicht präsentieren. Die Reinigungskraft, die nur Minuten zuvor das Bad geputzt hatte, war auch so gar nicht davon begeistert, dass wir an meinen Haaren rumspielten und den Boden wieder dreckig machten.
Den Rest des Tages verbrachten wir wieder an unserem Lieblingsort, dem botanischen Garten mit einer Familienpackung Keksen und 2 Litern Kakao besprachen wir alle wichtigen Details für den anschließenden dritten Reiseteil.
Am Abend habe ich noch mit meinem Reisebüro telefoniert und meinen Rückflug gebucht. Es ist also offiziell, dass Joni am 22. April und ich am 22. Mai wieder deutschen Boden betreten werde.
Nach einem kurzen Pancake Frühstück imYHA machten wir uns morgens auf den Weg zu Wicked, um unserem lange entgegen gefieberten Van abzuholen. Es war ein tolles Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit wieder über die Straßen zu Fahren und wissen, dass man die nächsten zwei Wochen wieder im Auto mit all seinen Sachen wohnt.
Achja, für die, die es nicht wissen: Unsere Route führt und mit einigen Zwischenstopps zum Uluru, diesem roten Felsen, und den Kings Canyon und wieder zurück nach Adelaide.
Das heißt also, wenn man mal einen Blick auf Google Maps wirft, viele Kilometer durch verlassene Landschaften auf einsamen kilometerlangen geraden Straßen. Entsprechend groß viel auch unser Einkauf aus, da wir für die nächsten zwei Wochen ausgesorgt haben wollten. Nach zwei Supermärkten hatten wir 60 Liter Wasser, 6 Liter Milch und Orangensaft, 4 kg Nudeln, 2 kg Reis, 6 Packungen Müsli, 6 Dosen Bohnen .... eingekauft.
Unser erster Zwischenstopp war das Barossa Valley. Es ist für seinen köstlichen Wein bekannt, da das Klima dort sehr gute Bedingungen für eine gute Weinlese bietet. Man kann gar sagen, dass es der beste Wein Australiens ist, zumindest von dem was man liest, probiert haben wir selbst nicht. Obwohl es mit 42 Grad unglaublich heiß war, schlurften wir durch die Straßen von Tanunda. Leider hatten scheinbar auch die Ladenbesitzer keine Lust bei der Hitze zu arbeiten und so waren die meisten Geschäfte geschlossen. Wir fuhren weiter zu einem Look Out. Es bot sich ein Blick über das schöne Barossa. Wir hatten es uns beide zwar etwas anders vorgestellt. Wir hofften darauf, dass es sich wirklich um ein Tal handelt und nicht um eine hügelige Landschaft und besonders ich hatte mir deutlich mehr Grün erhofft, was aber aufgrund der Hitze verständlich war.
Im nächsten Ort konnten wir dann, wenn es schon kein Wein gab, Käse, getrocknete Früchte, Cashew Nüsse und Nougat kosten.
Auf dem Weg zurück zum Meer fuhren wir noch über zahlreiche sehr schöne Straßen und es bot sich stets ein toller Blick auf eine herrliche Landschaft. In einem Ort eindeckten wir wiedermal einen Panzer, was bei uns jedes mal zu Verwunderung führt, wieso man einfach einen Panzer im Ortskern ausstellt. Am Meer fanden wir in Port Wallero unser erstes Quartier für die Nacht mit dem "neuen" Van. Dieser ist von der Ausstattung zwar etwas besser als der erste, dafür konnte dieser aber mit seiner Optik mehr überzeugen (siehe Fotos).
Wir hielten uns auch am nächsten Morgen erstmal an der Küste und fuhren bis Port Angusta. Der Ort konnte sich hauptsächlich durch seine neu gestaltete Uferpromenade und die begrünte Hauptstraße ins Gedächtnis einbrennen, wobei es nichts sonderlich außergewöhnliches war. Jedoch war es vorerst der letzte Stopp am Meer für die nächsten zwei Tage, denn anschließend ging es los zum Flinders Ranges Nationalpark.
Auf dem Weg zur ersten kleineren Stadt wurde die Landschaft schon immer tristerer und der Horizont immer weiter. Es bildeten sich immer wieder große Windhosen neben der Straße, die die für Australien so typische rote Erde aufwirbelten und durch die Luft trugen. Bei einer historischen Schaaffarm, es standen lediglich noch ein paar alte Gemäuer, starteten wir einen kurzen Marsch zu einem Wasserloch. Selbstverständlich waren wir topp ausgestattet: Jonas ohne Kopfbedeckung, ich mit, dafür ohne Shirt und mit Flip Flops. Da es nur 3 km waren, war dies aber kein Problem. Am meisten haben da schon die Fliegen gestört und es wird Zeit, dass wir unsere Netze wieder auspacken. Das Wasserloch hatte, entgegen unserer Erwartungen, tatsächlich Wasser, was erstaunlich war, da es kein Grün in der Umgebung gab und jegliche Flussbetten trocken lagen. In Hawker haben wir dann zum vierten mal an diesem Tag getankt, da man im Outback nie wissen kann, wann die nächste Tankstelle kommt und wir lieber einmal mehr Tanken, als im nirgendwo zu stehen. Auf dem Weg nach Wilpena , unserem Abendquartier hielten wir noch am Elder Range und am Rawnsley Look Out. Hier deuteten sich schon die spektakulären Berge und Bergkämme an, die wir hoffentlich morgen besteigen werden. Wir werden uns auf eine 23km lange Tagestour begeben und hoffentlich viel vom Nationalpark sehen. Ihr hört von uns, sollten wir lebend wiederkommen ;)
Für Joni war das auch nicht weiter schlimm, da er sowieso am darauffolgenden Tag nach Adelaide fahren wollte. So hatte er den Donnerstag frei und konnte Flüge buchen, Hostels reservieren und und und.
Da ich nicht in den Kreis der Verdächtigen gezogen wurden, obwohl ich auch gebrudelt habe, durfte ich eine positive Arbeitserfahrung machen. Endlich.
Mit Florian, einen Deutschen aus Würzburg und Thomas, ein sehr sympathischer Franzosen, ging es um 5:30 morgens aufs Feld. Beim ersten Farmer mussten wir Kürbisse ernten und bekamen von ihm als Dank Wasser- und Honigmelonen für den Rest des Tages geschenkt und am Abend natürlich das Geld. Den verbrachten wir dann bei Daniel, ein sehr netter Farmer mit indischen Wurzeln. Wir bekamen Sandwiches und Kaffee und er hatte steht's Zeit für eine kurze Unterhaltung. Beim Ernten der Pfirsiche kam man sich vor wie im Paradies. Normalerweise, wenn man sie im Laden kauft, isst man jeden einzelnen und schätzt jeden. Hier aber sieht man einen besonders Leckeren am Baum, beißt zweimal rein und lässt ihn fallen oder man nimmt sich zwei mit auf den Weg zur Palette, probiert den einen, dann den anderen und wirft den schlechteren weg. Herrlich.
Eine weitere nette Unterhaltung hatte ich noch mit einem anderen Farmer über die Erntearbeit, die Lebensmittelpreise und die Entwicklung. Wir kannten uns beide auf dem Gebiet aus und hatten die selben Meinungen, was die Konversation deutlich angestoßen hat.
Wie bereits erwähnt ist Joni bereits Freitags Morgen nach Adelaide gefahren, um sich die Stadt anzuschauen. Nach über drei Monaten sollten wir uns mal mehrere Tage nicht sehen, da ich noch bis Montag arbeiten wollte. Wollte, denn leider gab es bis dahin nichts mehr, weil Feiertag war und so checkte ich auch schon am Samstag mit der Annahme, dass ein Bus fährt, aus der Harvest Trail Lodge aus. Natürlich war dem nicht so und ich musste meinen Plan des Trampens über 300 km durchziehen.
Inzwischen habe ich festgestellt, dass man so die nettesten Begegnungen mit Australiern macht, außer wenn man zum Frühstück eingeladen wird.
Mit Tara und ihrem Hund Roxy auf der Rückbank ging es für mich nach Adelaide. Sie ist Grundschullehrerin in Loxton, ihre Familie lebt in Adelaide und sie kommt sie über das Wochenende besuchen. Auch bei ihr bewahrheitet sich unsere Feststellung, dass Leute, die selbst gereist sind, anderen bevorzugt helfen. Sie war mit ihrem Freund schon in den USA, in Südamerika und mehrmals in Europa, mitunter auf dem Oktoberfest, was für viel Gesprächsstoff gesorgt hat. Außerdem kennt sie sich jetzt mit ein paar klassischen Oktoberfest Sätzen aus :). Am allermeisten hat mir Hund Roxy gefallen. Sie war sofort zutraulich und verpflichtete mich quasi dazu, sie zu graulen, da sie immer wieder mit ihrer Schnauze nach vorne kam und sie unter meinen Arm steckte. Ein absolut liebenswertes Tier. Das Highlight war der kurze Spaziergang mit ihr bei einer schnellen Pause.
Nach drei Stunden war ich also in Adelaide angekommen und froh wieder in einer Großstadt mit mehr Menschen zu sein. Im Hostel traf ich dann auch direkt Joni wieder. Wir haben uns also doch keinen ganzen Tag nicht gesehen. Allerdings hat er sich das 10er Zimmer, in dem Greg auch zufällig war, ausgesucht, während ich das gemütliche 20er Zimmer präferierte.
Nachdem ich kurz meine sieben Sachen ausgepackt hatte, gingen wir in die Innenstadt und Joni, der sich ja schon auskannte, zeigte mir alles sehenswerte. Die Stadt gefällt uns beiden sehr gut, da es eine überschaubare Großstadt ist mit vielen Grünflächen und einer modernen Innenstadt. Außerdem finden im Moment drei Festivals statt, weswegen auf den Straßen zahlreiche Musiker, Artisten und Magier anzutreffen waren und jede Menge gut gelaunter Menschen unterwegs waren.
Im sehr schön und gemütlich gestalteten Botanischen Garten, der mich ein wenig an der schönen Retiro in Madrid erinnerte, schlenderten wir durch die Rosen- und Kakteengärten und legten uns nicht für "20 Minuten auf'd Couch" sondern auf Bänke, denn "der Typ war fertig".
Am Abend war ich mit Greg in der Hostelbar zum Goon trinken verabredet. Goon ist billigster Wein im 4 Liter Tetrapack für 10$. Der Abend mit ihn war sehr lustig und vorallem gut für mein Englisch. Im Verlauf haben wir uns irgendwann verloren, Joni war schon im Bett und ich landete in einem Partyzelt auf einem der Festivals und feierte mit einem Studenten, den ich kurz zuvor in der Fußgängerzone kennengelernt hatte.
Am nächsten Morgen begegnete ich Joni beim Frühstück. Er war schon bei den Toasts 10 - 12, da es im Hostel Toasts und Marmelade umsonst gab. Sechs weitere sollten noch folgen. Er hatte sich im Voraus schon die restlichen Nächte im YHA gebucht, weshalb er umziehen musste und ich in der Zeit meine Kleidung nach über einem Monat mal wieder mit der Maschine gewaschen habe. Am Nachmittag fuhren wir in das etwas außerhalb gelegene Glenelg. Es hat ein wenig dem Charme von Manly. Hier gibt es auch einen tollen Strand und eine schön gestaltete Einkaufstraße, in der leider auch Autos verkehren. An der Promenade führt ein Steg hinaus aufs Meer. Hier springen Jung und Alt aus allen möglichen Positionen und Lagen ins Wasser und es hat Spaß gemacht ihnen zuzusehen und ihre Leistung, die meist mittelmäßig bis schlecht war, zu bewerten. Hätten wir Badesachen dabei gehabt, hätten wir den Jungs mal gezeigt, wo der Hammer hängt. Spaß.
Anschließend trafen wir uns bei mir im Hostel zum Kochen, schauten noch die aktuellen Charts im TV und gingen ein wenig auf die Straße. Hier haben wir miterlebt wie ein Mann, offenbar unter Einfluss von Drogen, eine anderen verprügeln wollte. Dieser ergriff mit seiner Frau nach der Überraschungsattacke und ein paar Fausthieben die Flucht. Natürlich folgte der aufgebrachte andere den beiden. Mitten auf der vierspurigen Straße kam es zum finalen Showdown. Er nahm nochmal Anlauf, die beiden gingen zu Boden, die Frau stürzte sich auf den Verrückten und versuchte ihn zurückzuhalten, kassierte dabei aber auch ordentlich. Währenddessen versperrten sie schon zahlreichen Autos die Weiterfahrt und ein Asiate war dabei die Streithähne auseinander zu bringen. Es gelang ihm und die beiden Parteien gingen auseinander. Verrücktes Großstadtleben. Viel mehr ereignete sich an dem Abend nicht mehr und wir gingen beide in unsere Hostels.
Joni kam am nächsten Morgen verbotenerweise zu mir zum Frühstücken, obwohl er gar kein Gast des Hauses mehr ist. Das kümmert beim Personal aber niemanden groß. In der Zwischenzeit hatte ich wieder den Fernseher erobert und schaute FA-Cup, Manchester United gegen Chelsea.
Für den Vormittag hatte ich einen Friseurtermin...bei Joni. Im Supermarkt habe ich mir einen günstigen Haarschneider, der nicht funktionierte, gekauft. Der zweite, das Billigmodell der anderen Marke, funktionierte und Joni durfte Hand anlegen. Geschnitten hat er auch echt gut, leider habe ich ihm den Auftrag erteilt, die Aufsätze, die speziell für die Ohren sind und leider gar nicht zu meiner restlichen Länge gepasst haben, zu verwenden. Das Resultat möchte ich euch nicht präsentieren. Die Reinigungskraft, die nur Minuten zuvor das Bad geputzt hatte, war auch so gar nicht davon begeistert, dass wir an meinen Haaren rumspielten und den Boden wieder dreckig machten.
Den Rest des Tages verbrachten wir wieder an unserem Lieblingsort, dem botanischen Garten mit einer Familienpackung Keksen und 2 Litern Kakao besprachen wir alle wichtigen Details für den anschließenden dritten Reiseteil.
Am Abend habe ich noch mit meinem Reisebüro telefoniert und meinen Rückflug gebucht. Es ist also offiziell, dass Joni am 22. April und ich am 22. Mai wieder deutschen Boden betreten werde.
Nach einem kurzen Pancake Frühstück imYHA machten wir uns morgens auf den Weg zu Wicked, um unserem lange entgegen gefieberten Van abzuholen. Es war ein tolles Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit wieder über die Straßen zu Fahren und wissen, dass man die nächsten zwei Wochen wieder im Auto mit all seinen Sachen wohnt.
Achja, für die, die es nicht wissen: Unsere Route führt und mit einigen Zwischenstopps zum Uluru, diesem roten Felsen, und den Kings Canyon und wieder zurück nach Adelaide.
Das heißt also, wenn man mal einen Blick auf Google Maps wirft, viele Kilometer durch verlassene Landschaften auf einsamen kilometerlangen geraden Straßen. Entsprechend groß viel auch unser Einkauf aus, da wir für die nächsten zwei Wochen ausgesorgt haben wollten. Nach zwei Supermärkten hatten wir 60 Liter Wasser, 6 Liter Milch und Orangensaft, 4 kg Nudeln, 2 kg Reis, 6 Packungen Müsli, 6 Dosen Bohnen .... eingekauft.
Unser erster Zwischenstopp war das Barossa Valley. Es ist für seinen köstlichen Wein bekannt, da das Klima dort sehr gute Bedingungen für eine gute Weinlese bietet. Man kann gar sagen, dass es der beste Wein Australiens ist, zumindest von dem was man liest, probiert haben wir selbst nicht. Obwohl es mit 42 Grad unglaublich heiß war, schlurften wir durch die Straßen von Tanunda. Leider hatten scheinbar auch die Ladenbesitzer keine Lust bei der Hitze zu arbeiten und so waren die meisten Geschäfte geschlossen. Wir fuhren weiter zu einem Look Out. Es bot sich ein Blick über das schöne Barossa. Wir hatten es uns beide zwar etwas anders vorgestellt. Wir hofften darauf, dass es sich wirklich um ein Tal handelt und nicht um eine hügelige Landschaft und besonders ich hatte mir deutlich mehr Grün erhofft, was aber aufgrund der Hitze verständlich war.
Im nächsten Ort konnten wir dann, wenn es schon kein Wein gab, Käse, getrocknete Früchte, Cashew Nüsse und Nougat kosten.
Auf dem Weg zurück zum Meer fuhren wir noch über zahlreiche sehr schöne Straßen und es bot sich stets ein toller Blick auf eine herrliche Landschaft. In einem Ort eindeckten wir wiedermal einen Panzer, was bei uns jedes mal zu Verwunderung führt, wieso man einfach einen Panzer im Ortskern ausstellt. Am Meer fanden wir in Port Wallero unser erstes Quartier für die Nacht mit dem "neuen" Van. Dieser ist von der Ausstattung zwar etwas besser als der erste, dafür konnte dieser aber mit seiner Optik mehr überzeugen (siehe Fotos).
Wir hielten uns auch am nächsten Morgen erstmal an der Küste und fuhren bis Port Angusta. Der Ort konnte sich hauptsächlich durch seine neu gestaltete Uferpromenade und die begrünte Hauptstraße ins Gedächtnis einbrennen, wobei es nichts sonderlich außergewöhnliches war. Jedoch war es vorerst der letzte Stopp am Meer für die nächsten zwei Tage, denn anschließend ging es los zum Flinders Ranges Nationalpark.
Auf dem Weg zur ersten kleineren Stadt wurde die Landschaft schon immer tristerer und der Horizont immer weiter. Es bildeten sich immer wieder große Windhosen neben der Straße, die die für Australien so typische rote Erde aufwirbelten und durch die Luft trugen. Bei einer historischen Schaaffarm, es standen lediglich noch ein paar alte Gemäuer, starteten wir einen kurzen Marsch zu einem Wasserloch. Selbstverständlich waren wir topp ausgestattet: Jonas ohne Kopfbedeckung, ich mit, dafür ohne Shirt und mit Flip Flops. Da es nur 3 km waren, war dies aber kein Problem. Am meisten haben da schon die Fliegen gestört und es wird Zeit, dass wir unsere Netze wieder auspacken. Das Wasserloch hatte, entgegen unserer Erwartungen, tatsächlich Wasser, was erstaunlich war, da es kein Grün in der Umgebung gab und jegliche Flussbetten trocken lagen. In Hawker haben wir dann zum vierten mal an diesem Tag getankt, da man im Outback nie wissen kann, wann die nächste Tankstelle kommt und wir lieber einmal mehr Tanken, als im nirgendwo zu stehen. Auf dem Weg nach Wilpena , unserem Abendquartier hielten wir noch am Elder Range und am Rawnsley Look Out. Hier deuteten sich schon die spektakulären Berge und Bergkämme an, die wir hoffentlich morgen besteigen werden. Wir werden uns auf eine 23km lange Tagestour begeben und hoffentlich viel vom Nationalpark sehen. Ihr hört von uns, sollten wir lebend wiederkommen ;)
Samstag, 2. März 2013
Work Life
Das kleine Problem an dem Bus war, dass er nicht direkt nach Loxton, sondern ins 20km entfernte Berri fuhr. Ohne große Sorge und mit dem Wissen, dass uns schon jemand mitnehmen wird, stiegen wir in den Bus.
Ein Hoch auf die australische Freundlichkeit. Unsere Mitfahrgelegenheit fand sich schon im Bus. Der Nebensitzer von Joni, Kent, war auf Asienreise, wohnt ein wenig Außerhalb von Loxton und meinte, dass wenn seine Frau ihn abholt, wir mitfahren könnten. Nach fast 4 Stunden Fahrt stand tatsächlich seine Frau mit ihrem sportlichen Opel an der Haltestelle. Besonders glücklich sah sie nicht aus, als sie erfuhr, dass wir mitfahren und ihr Mann, gerade von der Reise zurück, ihr zwei Deutsche ins Auto setzte.
In Loxton zeigten die beiden uns noch die sehr überschaubare Stadt und setzten uns genau vor das Hostel. Ihr Nummer haben sie uns auch noch gegeben.
Bei dem Hostel handelt es sich um ein Working Hostel. Wir waren also zum Arbeiten da und durften sogleich erfahren, dass wir erst am Mittwoch anfangen werden und somit einen ganzen Tag erstmal warten müssen. Beim Kochen haben wir direkt Konrad und Moritz kennengelernt. Die beiden sind seit längerem zusammen unterwegs und wir haben uns von Anfang an gut verstanden.
Der nächste Tag wurde, so wie es zu erwarten war. Langeweile den ganzen Tag über. Loxton hat nichts zum Unternehmen. Das Highlight war dann aber doch noch der Kick mit den Jungs am Abend. Später gesellte sich noch ein Franzose, ein Japaner, ein Engländer und ein weiterer Deutscher dazu und es wurde ein lustiges internationales Match. Trauriges Ende der Partie war dann, als ein riesiger Truck unseren Ball überfuhr.
Die Arbeit am nächsten Tag war ein Flop, da wir nur 4 Stunden mit Bohnen pflücken beschäftigt waren und somit nicht viel verdienen konnten.
Die letzten Zwei Tage waren da schon deutlich besser. Mit Trauben ernten konnte ich 250$ verdienen. Heute hatten wir dann wieder frei und mussten uns die Zeit rumschlagen.
Allgemein ist das Hostel eher ein Saftladen: Schlecht Organisiert, dreckig und viele sagen, dass sie noch kein Geld bekommen haben.
Auf der anderen Seite sind aber die Mitmenschen alle sehr nett und man lernt viele Leute kennen. Gestern war da noch das River Barbecue, bei dem fast das ganze Hostel versammelt grillt und trinkt. Sehr witzig!
Ebenso ein Highlight ist es, wenn der Bäcker ab und zu vorbei kommt und die Reste des Tages vorbei bringt. Meistens sind es die süßen Stückchen, die wir sonst immer anschauen.
Heute sind dann auch schon wieder Moritz und Konrad abgehauen, dafür haben wir aber mit Greg, einem schwulen Kanadier, wieder einen netten Weggefährten kennen gelernt.
Da hier generell nicht so viel passiert, werde ich mich voraussichtlich erst wieder melden, wenn wir wieder Reisen werden. Bis Dahin
Ein Hoch auf die australische Freundlichkeit. Unsere Mitfahrgelegenheit fand sich schon im Bus. Der Nebensitzer von Joni, Kent, war auf Asienreise, wohnt ein wenig Außerhalb von Loxton und meinte, dass wenn seine Frau ihn abholt, wir mitfahren könnten. Nach fast 4 Stunden Fahrt stand tatsächlich seine Frau mit ihrem sportlichen Opel an der Haltestelle. Besonders glücklich sah sie nicht aus, als sie erfuhr, dass wir mitfahren und ihr Mann, gerade von der Reise zurück, ihr zwei Deutsche ins Auto setzte.
In Loxton zeigten die beiden uns noch die sehr überschaubare Stadt und setzten uns genau vor das Hostel. Ihr Nummer haben sie uns auch noch gegeben.
Bei dem Hostel handelt es sich um ein Working Hostel. Wir waren also zum Arbeiten da und durften sogleich erfahren, dass wir erst am Mittwoch anfangen werden und somit einen ganzen Tag erstmal warten müssen. Beim Kochen haben wir direkt Konrad und Moritz kennengelernt. Die beiden sind seit längerem zusammen unterwegs und wir haben uns von Anfang an gut verstanden.
Der nächste Tag wurde, so wie es zu erwarten war. Langeweile den ganzen Tag über. Loxton hat nichts zum Unternehmen. Das Highlight war dann aber doch noch der Kick mit den Jungs am Abend. Später gesellte sich noch ein Franzose, ein Japaner, ein Engländer und ein weiterer Deutscher dazu und es wurde ein lustiges internationales Match. Trauriges Ende der Partie war dann, als ein riesiger Truck unseren Ball überfuhr.
Die Arbeit am nächsten Tag war ein Flop, da wir nur 4 Stunden mit Bohnen pflücken beschäftigt waren und somit nicht viel verdienen konnten.
Die letzten Zwei Tage waren da schon deutlich besser. Mit Trauben ernten konnte ich 250$ verdienen. Heute hatten wir dann wieder frei und mussten uns die Zeit rumschlagen.
Allgemein ist das Hostel eher ein Saftladen: Schlecht Organisiert, dreckig und viele sagen, dass sie noch kein Geld bekommen haben.
Auf der anderen Seite sind aber die Mitmenschen alle sehr nett und man lernt viele Leute kennen. Gestern war da noch das River Barbecue, bei dem fast das ganze Hostel versammelt grillt und trinkt. Sehr witzig!
Ebenso ein Highlight ist es, wenn der Bäcker ab und zu vorbei kommt und die Reste des Tages vorbei bringt. Meistens sind es die süßen Stückchen, die wir sonst immer anschauen.
Heute sind dann auch schon wieder Moritz und Konrad abgehauen, dafür haben wir aber mit Greg, einem schwulen Kanadier, wieder einen netten Weggefährten kennen gelernt.
Da hier generell nicht so viel passiert, werde ich mich voraussichtlich erst wieder melden, wenn wir wieder Reisen werden. Bis Dahin
Ein Prosit der G'mütlichkeit!
Den Sonntag Vormittag verbrachten wir noch im schönen McKlaren Vale vor der Laundry, da Joni noch waschen wollte. Ich habe mir das Geld gespart und mich für Handwäsche entschieden. Nach fast zwei Monaten habe ich es geschafft, erst drei mal eine richtige Waschmaschine zu benutzen. Meine Mutter muss stolz auf mich sein :).
Nach einem kurzen Einkauf ging es weiter nach Hahndorf, wo wir den Großteil des Tages verbrachten. Wie es der Name schon vermuten lässt, ist das Örtchen sehr deutsch geprägt. Entlang der Hauptstraße finden sich zahlreiche Geschäfte die an zu Hause erinnern. Das war Segen und Fluch zugleich. Auf der einen Seite war es toll, die vielen Dinge die einen an die Heimat erinnern zu sehen, riechen und hören. Auf der anderen Seite hat es aber doch auch ein Gefühl von Heimweh ausgelöst und man lernt die vielen kleinen Dinge zu Hause erst richtig schätzen.
Doch nun zu den Hauptattraktionen. Das erste was man gesehen hat, waren zwei riesige Fahnen. Eine von Deutschland und die andere vom Münchner Traditionsbier Hofbräu. In einem der vielen Souvenirläden wurden wir von einer freundlichen Österreicherin angesprochen. Sie verkauft Maßkrüge, Fahnen, Filzhüte, Kuckucksuhren und viele weitere deutsche Klassiker. Im Hintergrund lief natürlich die traditionelle bayrische Blasmusik. Ich war kurz davor mir einen Maßkrug vom Oktoberfest 2012 als Andenken an meinen diesjährigen Besuch zu kaufen. Ein paar Meter weiter konnte man im Spirituosengeschäft das bayrische Bier dann auch kaufen. Es wurde laut Etikett in der Tat aus München importiert.
Im örtlichen Hofbräuhaus war mächtig Betrieb und die Besucher hatten riesige Fleischplatten vor auch auf den Tischen stehen. Laut der sehr deutschen Speisekarte alles Braten und andere Fleischspezialitäten. Beim innigen Geruch nach Sauerkraut hat sich durchaus das Loch in unserem Magen bemerkbar gemacht, aber hinsichtlich der unbezahlbaren Preise haben wir lieber später am Bus ein paar Scheiben Toast gegessen.
Die deutsche Bäckerei lockte hingegen mit Brezeln, Bienenstich und Schwarzwälder Kirschtorte.
In einem Laden an der Ecke gab es fast alles aus den deutschen Supermärkten. Die Besitzer importieren scheinbar die waren in Originalverpackung aus Deutschland. So gab es Haribo, Milka, Dosenfraß, das gute Vitalis Schokomüsli für stolze 14$, Kuchenglasur, alle Arten von Kraut und viele weitere deutsche Lebensmittel, die wir hier teilweise vermissen. Natürlich waren die Preise unglaublich hoch, da es mit Sicherheit auch nicht billig ist, die Produkte in so geringen Mengen ins Land zu importieren.
Um nicht doch noch dem ganzen Essen zu verfallen, fuhren wir noch zur Beerenberg Beerenfarm. Wir hatten gelesen, dass man dort für 3$ Erdbeeren direkt auf dem Feld pflücken kann. Allerdings zahlt man dann trotzdem noch für jedes Kilo und bei den 3$ handelt es sich lediglich um die "Anmeldegebühr". Schade!
Da wir schon kurz vor Adelaide waren und auf unserer Strecke nicht mehr so viel zum ansehen lag, fuhren wir gemütlich und mit viel Zeit zum Mount Lofty Summit.
Dass wir wieder in der Nähe einer Großstadt waren, merkten wir daran, dass an den Parkplätzen Automaten standen und man ein Ticket brauchte. Unsere Taktik (Einfach ein bisschen dumm da stehen) ging voll auf und nach ein paar Minuten reichte uns ein älterer Mann mit verlassen des Parkplatzes sein Ticket.
Die Aussichtsterrasse bot einen Blick über Adelaide und dem Meer. Man konnte deutlich die vielen Grünflächen, die das Stadtzentrum umrunden und von den äußeren Stadtgebieten teilen, sehen.
Bei unseren romantischen Spaziergang durch den Botanic Garden zu den hochgelobten und bitter enttäuschenden Rosengärten, wurde wiedermal viel über die weitere Reiseplanung und die Zukunft diskutiert.
In Stirling, das sich im Nachhinein als sehr gemütlichen herausgestellt hat, verbrachten wir die letzte Nacht in unserem gemütlichen Wicked direkt im Ortszentrum (Frech!).
Am nächsten Morgen packten wir in aller Ruhe unsere Rucksäcke, fuhren nach Adelaide rein und suchten eine Waschanlage. Auf Grund des anhaltenden Regens an diesem Tag viel es uns leicht, die Oberflächen des Vans zu putzen. Rechtzeitig haben wir ihn dann abgegeben, um mit dem Bus nach Loxton zu fahren.
Nach einem kurzen Einkauf ging es weiter nach Hahndorf, wo wir den Großteil des Tages verbrachten. Wie es der Name schon vermuten lässt, ist das Örtchen sehr deutsch geprägt. Entlang der Hauptstraße finden sich zahlreiche Geschäfte die an zu Hause erinnern. Das war Segen und Fluch zugleich. Auf der einen Seite war es toll, die vielen Dinge die einen an die Heimat erinnern zu sehen, riechen und hören. Auf der anderen Seite hat es aber doch auch ein Gefühl von Heimweh ausgelöst und man lernt die vielen kleinen Dinge zu Hause erst richtig schätzen.
Doch nun zu den Hauptattraktionen. Das erste was man gesehen hat, waren zwei riesige Fahnen. Eine von Deutschland und die andere vom Münchner Traditionsbier Hofbräu. In einem der vielen Souvenirläden wurden wir von einer freundlichen Österreicherin angesprochen. Sie verkauft Maßkrüge, Fahnen, Filzhüte, Kuckucksuhren und viele weitere deutsche Klassiker. Im Hintergrund lief natürlich die traditionelle bayrische Blasmusik. Ich war kurz davor mir einen Maßkrug vom Oktoberfest 2012 als Andenken an meinen diesjährigen Besuch zu kaufen. Ein paar Meter weiter konnte man im Spirituosengeschäft das bayrische Bier dann auch kaufen. Es wurde laut Etikett in der Tat aus München importiert.
Im örtlichen Hofbräuhaus war mächtig Betrieb und die Besucher hatten riesige Fleischplatten vor auch auf den Tischen stehen. Laut der sehr deutschen Speisekarte alles Braten und andere Fleischspezialitäten. Beim innigen Geruch nach Sauerkraut hat sich durchaus das Loch in unserem Magen bemerkbar gemacht, aber hinsichtlich der unbezahlbaren Preise haben wir lieber später am Bus ein paar Scheiben Toast gegessen.
Die deutsche Bäckerei lockte hingegen mit Brezeln, Bienenstich und Schwarzwälder Kirschtorte.
In einem Laden an der Ecke gab es fast alles aus den deutschen Supermärkten. Die Besitzer importieren scheinbar die waren in Originalverpackung aus Deutschland. So gab es Haribo, Milka, Dosenfraß, das gute Vitalis Schokomüsli für stolze 14$, Kuchenglasur, alle Arten von Kraut und viele weitere deutsche Lebensmittel, die wir hier teilweise vermissen. Natürlich waren die Preise unglaublich hoch, da es mit Sicherheit auch nicht billig ist, die Produkte in so geringen Mengen ins Land zu importieren.
Um nicht doch noch dem ganzen Essen zu verfallen, fuhren wir noch zur Beerenberg Beerenfarm. Wir hatten gelesen, dass man dort für 3$ Erdbeeren direkt auf dem Feld pflücken kann. Allerdings zahlt man dann trotzdem noch für jedes Kilo und bei den 3$ handelt es sich lediglich um die "Anmeldegebühr". Schade!
Da wir schon kurz vor Adelaide waren und auf unserer Strecke nicht mehr so viel zum ansehen lag, fuhren wir gemütlich und mit viel Zeit zum Mount Lofty Summit.
Dass wir wieder in der Nähe einer Großstadt waren, merkten wir daran, dass an den Parkplätzen Automaten standen und man ein Ticket brauchte. Unsere Taktik (Einfach ein bisschen dumm da stehen) ging voll auf und nach ein paar Minuten reichte uns ein älterer Mann mit verlassen des Parkplatzes sein Ticket.
Die Aussichtsterrasse bot einen Blick über Adelaide und dem Meer. Man konnte deutlich die vielen Grünflächen, die das Stadtzentrum umrunden und von den äußeren Stadtgebieten teilen, sehen.
Bei unseren romantischen Spaziergang durch den Botanic Garden zu den hochgelobten und bitter enttäuschenden Rosengärten, wurde wiedermal viel über die weitere Reiseplanung und die Zukunft diskutiert.
In Stirling, das sich im Nachhinein als sehr gemütlichen herausgestellt hat, verbrachten wir die letzte Nacht in unserem gemütlichen Wicked direkt im Ortszentrum (Frech!).
Am nächsten Morgen packten wir in aller Ruhe unsere Rucksäcke, fuhren nach Adelaide rein und suchten eine Waschanlage. Auf Grund des anhaltenden Regens an diesem Tag viel es uns leicht, die Oberflächen des Vans zu putzen. Rechtzeitig haben wir ihn dann abgegeben, um mit dem Bus nach Loxton zu fahren.
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