So ich hoffe ihr entschuldigt meine Nachlässigkeit in letzter Zeit, die aufgrund von schlechtem Empfang, wenig Akku und der Vorliebe des Lesens gegenüber des Schreibens aufkommt.
Hamilton nutzten wir lediglich noch dazu, um unseren Wasser- und Benzinvorrat aufzufüllen. Gut beladen ging es wieder Richtung Küste. Auf dem Weg lagen noch die Byaduk Caves und Lava Blisters. Diese kommen aufgrund der starken vulkanischen Aktivitäten in der Region zustande.
Das Örtchen Portland, das wieder am Meer lag, hat uns mittelmäßig gefallen, sodass wir nach kurzem Bummeln in der Stadt weiter zum Discovery Bay Costal Park fuhren. Hier haben wir uns den Yellow Rock angesehen. Wie der Name es verrät, handelte es sich um einen unspektakulären gelben Felsen im Wasser. Viel interessanter war da doch der Surfer, der sich mit den wilden Wellen, die gegen die Felsen barsteten, rumschlug. Auf dem Weg zum Cape Nelson Lighthouse sahen wir einen Echidna. Diese stacheligen Weggefährten sind den europäischen Igel sehr ähnlich, nur sind sie größer, dunkler und besitzen eine lange Nase.
Am Cape Bridgewater beschlossen wir, dass wir den 5km langen Walk zu einer Stelle, von der man Robben sehen kann, nicht machen, was bei uns eigentlich noch nie vor kam, dass wir uns gegen einen Fußweg entschieden. Stattdessen fuhren wir noch zum Petrified Forrest und den Blowholes. Mit Vorfreude hingekommen, mit Ernüchterung wieder abgereist. Beim Petrified Forrest handelte es sich um einen "Steinwald", der durch den strengen Wind und dem Meer an der Küste geformt wurde, wir ihn uns aber deutlich spektakulärer vorgestellt hatten. Noch trauriger wurde es beim Blowhole Look Out. Von hier aus kann man Blauwale beobachten, WENN man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Wir waren es nicht.
Nach einem kurzen Stopp bei den Tarragal Caves, Höhlen, stellten wir unser Fahrzeug am wohl spektakulärsten Parkplatz ab. Kurz vor dem Hang, auf unbefestigten Boden und mit einem Blick, der das Meer, einen Kilometer langem Strand und die Bridgewater Falls umfasste. Leider zeigen die Bilder nicht, wie es wirklich war.
Dieser Look Out war einer von der Sorte, bei denen man hinkommt, komplett ohne Erwartungen und dann etwas geboten bekommt, womit man überhaupt nicht gerechnet hat und was einen dann wieder beflügelt und antreibt. An solche Stellen sollten wir noch öfter kommen, zum Glück.
Vorher aber fuhren wir nach Nelson, wo wir uns überlegt hatten, die Nacht zu verbringen. Da es aber noch so früh war, fuhren wir noch bis Port MacDonnell und sahen uns dort noch das Cape Northumberland an, bekannt für seine Pinguin Kolonien. Nicht mit uns, keine Penguine, dafür ein unglaublicher Wind der auch noch im Ort wehte und somit das Kochen deutlich erschwerte. Wir hatten Tiefkühlgemüse gekauft, welches hervorragend schmeckte! Nochmal zurück zu den Pinguinen: Auch an nächsten Morgen, beim zweiten Besuch des Capes, sahen wir noch keine. Aber wir haben schon einen gesehen und es klingt zwar oft so, als hätten wir Pech mit unseren Tierbeobachtungen, aber in der Realität sehen wir hier fast jeden Tag ein Tier, dass wir noch nicht gesehen haben.
Nach der wenig erfolgreichen Tierschau ging es zum Ewens Point, ein Fluss/Tümpel, der sich hervorragend zum Tauchen geeignet hätte, da das Wasser so klar war, dass man sogar von Land bis fast zum Grund sehen konnte. Hätte ich eine GoPro wäre ich sogar Nackt reingesprungen, um spektakuläre Unterwasseraufnahmen zu machen.
Auf unserem Weg nach Mt. Gambier ragte schon von weitem der Krater des Mount Schank hervor, welcher sehr stark an die Etikette der Volvic Flasche erinnert. Auf ihm selbst sind wir einmal um den Krater gelaufen. Auch hier wehte wieder ein heftiger Wind, der einem beinahe das Standbein wegriss.
In Mt. Gambier fuhren wir zunächst zum unspektakulären Valley Lake, um uns dann vom Blue Lake verzaubern zu lassen. Dieser See ist so Blau, dass die Wissenschaft sich bis heute noch fragt, wie so etwas zu stande kommen kann. In der Tat war es fantastisch diese kräftige Farbe zu sehen. Leider spiegeln auch hier die Bilder nicht die Realität wieder.
Mitten in der Stadt von Mt. Gambier gibt es außerdem zwei Sinkhöhlen, die beide mit viel Aufwand bepflanzt wurden.
Bis Beachport sahen wir uns noch ein paar Küstenabschnitte an, wobei jeder für sich wieder sehr schön und beeindruckend war, die Felsformationen aber letztlich doch sehr ähnlich waren. Besonders enttäuschend waren dabei die Rainbow Rocks. Noch heute grübeln wir, warum diese so heißen, da aber auch rein gar nichts an einen Regenbogen erinnert.
Beachport hingegen bietet einen 800m langen Steg, der sich sehr zum Laufen anbietet, wenn man einmal komplett vom Wind und der Meeresluft getroffen werden will. Es fühlt sich einfach toll an, wenn die Haut und die Kleidung so salzig ist. Aber ich will hier den Spaziergang nicht schlecht machen, es war toll!
Von der Stadt geht außerdem der Bowman Touristdrive ab, der durch den Conservation Park, vorbei am Pool of Siloam, einen See mit hohen Salzgehalt, führt. Anschließend begutachteten wir noch den ausgetrockneten Lake George, der weniger "gorgeous" war.
Am Abend in Robe. Wir waren zu faul zum Kochen bzw Joni wollte endlich seine Fish And Chips essen. Ich begnügte mich mit Chips. Beim Essen waren wir nicht alleine. Umringt von zahlreichen Möwen, die scheinbar auf unser Essen aus waren und strapaziert vom nicht enden wollenden Wind, genossen wir unsere Mahlzeit. Zum Nachtisch gönnten wir uns ein Stück von unserem Mudcake, den wir uns gekauft hatten und jetzt jeden Abend ein Stück aßen. Von Natalie haben wir gelernt zu rationieren :)
In Robe gibt es auch einen Tourist Drive, den wir uns aber für den nächsten Morgen aufhoben. Auf seiner Strecke, die größtenteils durch den Ort, den wir schon kannten, führte, konnten wir immerhin einen Obelisk sehen, der an der Küste stand.
Den örtlichen Long Beach durften wir uns auch nicht entgehen lassen, denn er war in der Tat "Long" und, welch ein Wunder, dass Wasser hatte keine gefühlten Minustemperaturen, sonder war erträglich. Auf Grund des wenig vorhandenen Sonnenscheins gingen wir aber trotzdem nicht rein.
Auch am nächsten Strand, dem Pink Beach, war die Sonne noch hinter dichten Stratus Wolken versteckt. Erst am Nachmittag sollte sie sich wieder zeigen.
In Kingston S. E. standen wir vor dem Cape Jaffa Lighthouse. Er wurde, nachdem er vier Jahre lang ca. 5 km vor der Küste, mühselig aufgebaut wurde, nach ein paar Jahren hier her verlegt. Das ist eine Logik.
Ansehnlicher war dann doch Larry The Lobster, der am Ortsausgang stand. Ein 17 Meter hoher Hummer, der als Werbemittel für ein Restaurant dient. Wer hat, der hat.
Danach wurde es sehr trist.
Schon in Kingston roch es wieder verdächtig nach Feuer. Als wir den Ort verließen hingen dichte Rauchschwaden im der Luft. Anfangs muss es Feuer gewesen sein, dann aber ein Dunst, der eine ganze Weile in der Luft hing. Wir befanden uns in einer Gegend mit vielen Feuchtgebieten. Zahlreiche Seen locken Leute mit viel Zeit zum Birdwatching. Ansonsten gibt es in dieser Region wenig zu sehen. Die Landschaft ist immer ähnlich und es sieht nicht gerade überragend aus. Der Jack Point war neben dem Pranka Look Out einer der wenigen Stopps. Nach einem kurzen Fußweg durch die Öde kam man zu einer Aussichtsplattform, von der aus man Blick auf eine Pelikan Insel hatte. Leider waren wir ohne Fernglas sichtlich schlecht ausgestattet und so blieben uns noch die Informationstafeln.
In Meningie verbrachten wir einige Zeit am Lake Albert. Auch er sah ähnlich aus wie der Rest der Gegend. Joni betrieb ausgefeilte Maniküre und ich gab mich meinem Buch hin.
Voller Hoffnung auf ein schönes Abendquartier steuerten wir Wellington an. Es liegt direkt am Murray River, der hier in den Lake Alexandrina mündet. Über ihn gelangten wir mit einer Fähre, die wir uns mit einem der fürs Land typischen Trucks teilten. Natürlich konnten wir mit unserem Gewicht nicht konkurrieren und wir tuckerten mit mächtig Schieflage über den Fluss. Wellington bot lediglich eine Tankstelle, weswegen wir noch weiter nach Starthalbyn fuhren. Schon in Langhorne Creek war der Landschaftswechsel ein Segen. Auf einmal befanden wir uns inmitten einer Weingegend, mit Reben, Blumen und auch die Sonne kam zurück. Entzückend.
Strathalbyn bot uns neben einem Woolworths, der mir das Geld für drei Packungen TimTams kostete (Sie waren im Angebot), auch einen schönen Stadtpark zum Abendessen. Leider wurden noch vor dem Abwasch die Toiletten abgeschlossen und wir mussten verbotenerweise dazu auf einen Campingplatz gehen. Als ich schon im Auto saß und froh war, dass alles gut ging, kam Joni mit der Meldung, dass am Office ein Mann steht und ihn seltsam angesehen hat, obwohl er einen Hinterausgang benutzt hatte.
Bei der Besprechung, wie wir von dort wegkommen könnten, machte mich Joni noch drauf aufmerksam, wieso ich auf der Bremse stehe (Bremslicht leuchtet). Dummer Tilman, natürlich sieht der Mann dadurch unseren, eigentlich gut geparkten Van und kommt. Freundlich fragt er uns, ob wir denn die Duschen benutzen wollen und ich antworte ihm freundlich, dass wir erst vor ein paar Stunden geduscht haben, aber danke. Dabei ist mir schon aufgefallen, dass Joni etwas nervös wurde und zunächst nicht wusste was er sagen soll. Der Mann machte uns noch darauf aufmerksam, dass man dort nicht campen darf.
Später stellte sich heraus, dass der Mann gefragt hat, ob wir denn seine Duschen benutzt hätten. Ein Glück, dass ich ihn da wohl falsch verstanden habe und somit mit gutem Gewissen eine ehrliche Antwort geben konnte. Deswegen auch Jonis Unsicherheit. Eine witzige Geschichte, vorallem wenn man sich in den Campingplatz Besitzer versetzt, der uns ertappt hat und als Antwort nur bekommt, dass man erst vor ein paar Stunden geduscht hat.
Der nächste Morgen begann in doppelter Hinsicht positiv. Zum einen konnten wir zu einem Spottpreis von 2,95$ unsere Gasflasche auffüllen und zum anderen durften wir auf der Talinga Groove Farm, nachdem wir die Besitzerin drei Minuten nach Öffnung überfielen, verschiedene Olivenöl und Oliven probieren. Beides war sehr köstlich, vorallem das Knoblauch und das Limetten Öl waren unsere Favoriten :)
Weniger erfreulich waren die heftigen Bauchkämpfe, die mich den ganzen Vormittag über plagten. So konnte ich auch nicht die schöne Aussicht in Milang über den Lake Alexandrina genießen.
Erst als wir in Goolwa waren, wurde es besser.
In der schönen Wharf liefen die Aufbauarbeiten für ein Festle.
Eine Freude konnte ich dabei ein paar alten Männern machen, die via Menschenkette ein Schiff mit Feuerholz beluden und ich mich kurz in die Kette gesellte. Beim Spazieren durch die Hauptstraße kamen wir an verschiedenen Lebensmittelläden vorbei. In einem durften wir Fudges mit Schoko- und Irishcreamgeschmack kosten.
Am Strand machten wir einen eher kurzen Beach Track, der lediglich auf eine Düne führte.
Auf dem Weg nach Port Elliot sahen wir uns noch ein paar Surfstrände mit wenig Surf an.
In dem entzückenden Örtchen selbst hielten wir an der Horseshoe Bay. Hier gibt es ein Restaurant, dass angeblich die besten Fish And Chips Victorias macht. Er wollte nicht probieren. Aber auch so sah die kleine Bucht mit einladendem Sandstrand sehr schön aus. Durch das türkisfarbene Wasser und den vielen Granitfelsen erinnerte es sehr an Sardinien.
Anschließend fuhren wir kurz ins Hinterland. Den Crows Nest Look Out teilten wir uns zunächst mit der Polizei. Was genau der Polizist in seinem Sportwagen mit riesiger Antenne gemacht hat, wissen wir nicht.
Die Hindmarsh Falls waren wiedermal wegen zu wenig Wasser nicht die Anreise Wert. Es war hingegen ein riesen Spaß die Straße entlang der Rolling Hills zu fahren, die mit 17% Gefälle doch durchaus steil war.
Besonders belustigend war noch der Anblick mehrerer Lamas, die bis auf den Kopf geschoren waren.
In Victor Harbour verbrachten wir den Rest des Tages. Im Abendlicht machten wir noch einen Spaziergang über Granite Island. Die kleine Insel liegt direkt vor der Küste und ist über einen begehbaren Steg mit dem Festland verbunden. Tagsüber kann man hier eine Pinguin Kolonie beobachten, was wir leider verschnarcht haben. Dennoch bietet die Insel einen Rundweg, bei den man an viel Granit vorbei kommt, wie es der Name schon erahnen lässt.
Heute morgen eroberten wir erstmal den etwas außerhalb liegenden Hügel The Bluff. Nach einem kurzen und wenig fordernden Aufstieg waren wir oben. Aber Hey. Ein Gipfel am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.
Wir hatten uns entschieden die letzten Tage entlang des Fleurieu Penisula Way zu fahren und die gleichnamige Gegend zu erkunden. Leider bot die Strecke auf dem darauffolgenden Stück bis auf die Ingalalla Falls, die kein Wasser führten(....) nicht viel.
In den Deep Creek National Park wollten wir nicht, da wir es nicht einsahen 10$ Eintritt zu zahlen. Am Kangaroo Island Look Out, wie es vermuten lässt, hatte man Blick auf die Insel, mussten wir feststellen, dass in der Nacht jemand unseren Camper beschmiert hat. Auf dem schönen Graffiti "Got This" sind blaue Kürzel geschmiert worden. Welch eine Frechheit. Das Cape Jervis bietet für Leute, die von dort aus nicht mit der Fähre nach Kangaroo Island wollen, nicht viel. Auch der dortige Logan Beach war nicht besonders.
Hingegen lieferte die Rapid Bay, die etwas weiter weg vom Weg war, schon eine beeindruckendere Kulisse. Neben dem Strand war eine riesige Höhle. Leider war es ein Steinstrand und somit ziemlich ungemütlich, wenn man auch einen Sandstrand haben kann. Diesen hatten wir in Normanville und nutzten ihn auch zugleich dazu aus, mal wieder ins Meer zu springen und uns abzukühlen, denn wir hatten mal wieder einen heißen Tag. Auf den Weg zum Strand sahen wir auch eine richtig große Delfin Schule in unmittelbarer Nähe zur Küste.
Auf dem Weg nach Aldinga Beach, das wir zum Einkaufen nutzen wollten, kamen wir wieder mal zufällig zum Myponga Reservior. Es war wieder eine dieser Stellen bzw in dem Fall eine ganze Straße, die aus dem Nichts entzückte. Über eine Staumauer schlängelte sie sich durch die hügelige Landschaft und stets die Aussicht auf einen See, die Weinreben und den Wald und in der Ferne das Meer.
Über Willunga kamen wir nach McLaren Vale, wo wir über Nacht bleiben, weil wir in der Information Morgen hoffentlich mehr über die Arbeitssituation erfahren. Wir sind hier inmitten eines schönen Weingebiets.
Samstag, 23. Februar 2013
Donnerstag, 21. Februar 2013
The Grampians
>>>> Leider haben wir zur Zeit so gut wie keine Möglichkeit, dass Joni mir Die "richtigen" Bilder von seinem iPhone schickt. Deswegen gibt es nur ein paar schlechte Aufnahmen von meinem. <<<<
Nachdem wir uns in Port Ferry nur noch den Battery Hill ansahen, an dem lediglich zwei Kanonen standen, fuhren wir bis nach Dunkeln, ab hier beginnt der Grampians Nationalpark.
Schon vom vorher besuchten Mount Rouse sahen wir die dichten Rauchschwaden, die genau vor uns lagen. Noch am Abend zuvor hat uns Hans-Ulrich darauf hingewiesen, dass in dieser Gegend zurzeit ein Buschfeuer brennt. Nichts desto trotz wollten wir in die Region. Im Informationscenter bekamen wir eine Karte, welche ihr unten seht. Der pinke Strich auf der rechten Seite stellt die noch einzige offene Straße nach Halls Gap dar. Dort wollten wir hin und dann entlang der Straße Richtung Westen uns verschiedene Sachen ansehen. Die wilden Linien nebenan stellen den 400(!!!) Hektar großen Brandherd dar. Laut Vorsage zieht das Feuer Richtung Südwesten, also nicht in unsere Richtung und somit bestand auch keine zwangsläufige Gefahr für uns.
Trotzdem hing der Rauch auf der Straße nach Halls Gap in der Luft und Joni legte passend zur Situation sein DJ Set zum Thema Feuer auf, was die Stimmung zusätzlich anheizte.
In Halls Gap sahen wir uns die Information und das dazugehörige Informationscenter über die Kultur der Aborigines an. Wir stellten beide fest, dass uns die indigene australische Kultur bisher sehr wenig interessiert bzw wir wenig damit anfangen können. Umso mehr dann doch mit Wandern. Der Track zu den bekannten Pinnacles führte durch eine schmalen Canyon, über lange Feldsplatten und durch wildes Gestrüpp mit allerlei Vögeln . Die Belohnung für den schweißtreibenden Aufstieg war eine atemberaubende Aussicht über den Grampians Nationalpark mit seinen Seen, Wäldern und Bergen. Ein wenig störend waren die ganzen Fliegen, die einem ständig begleiteten.
Am Baroks Look Out verbrachten wir wenig Zeit, da die Aussicht die gleiche war wie von den Pinnacles, nur wesentlich unspektakulärer.
Deutlich mehr Zeit verbrachten wir bei der nächsten Station. Nach einem kurzen Fußweg erreichten wir die Broken Falls, die uns vorher eigentlich gar nicht bekannt waren. Umso schöner war es sie zu sehen. Gekommen waren wir wegen der MacKenzie Falls. Zu diesen mussten wir wieder einige Kilometer laufen und dabei viele Höhenmeter runter steigen. Auf schmalen Treppen ging es neben dem Wasserfall hinunter, bis man vor ihm stand und eindrucksvoll, die unglaublichen Mengen Wasser in die Tiefe stürzen sehen, konnte. Doch wo ein Abstieg ist, kommt auch wieder ein Aufstieg. Nach dem erneut schweißtreibenden Weg zurück zum Auto, wollten wir bei der, von der Dame aus der Information hochgelobten Picknick Area Zumsteins ein wenig entspannen und einen Kaffee trinken. Leider wurden wir restlos enttäuscht. Der See, den wir auf den Weg noch angesehen haben, war deutlich spektakulärer, denn die Area wurde im Moment umgebaut und es gab nichts, rein gar nichts, außer ein Känguru zu sehen. Schade um die 15 km, die wir dorthin umsonst gefahren sind.
Als letztes sahen wir uns den Reed Look Out an und liefen zu den Balconies. Hierbei handelt sich es um Felsen, die wie Balkone herausragen. Vielleicht kann man es auf den Bildern erahnen. Von hier aus sahen wir auch nochmal den Rauch des Feuers am Horizont aufsteigen.
Auf der One Way Strecke zurück nach Halls Gap nahmen wir um ein Haar ein Känguru mit, das vor uns die Straße querte. Das ist nochmal gut gegangen.
Mit dem Feuer sollten wir dann doch nochmal etwas zu tun haben:
Als wir uns gerade auf der Strecke zurück nach Dunkeln befanden, kam uns ein Polizeiauto mit Blaulicht entgegen und mahnte uns direkt zum anhalten. Der äußerst freundliche Polizist teilte uns mit, dass unfortunately die Straße gesperrt ist, weil der Wind gedreht hat. Verdammt. Wir mussten einen deutlich längeren Weg über das schöne Ararat nehmen und kamen deswegen erst bei Dunkelheit in Hamilton an. Trotz oder gerade auch wegen des Feuers war es ein aufregender Tag mit tollen Wegen und Zielen. Von Hamilton aus konnten wir noch immer den vom Feuer rötlich gefärbten Rauch erkennen.
Montag, 18. Februar 2013
Great Ocean Road. Angelsea - Port Ferry
Die Nacht haben wir gut überstanden und wir wurden nicht mit einer horrend hohen Strafe am nächsten Morgen überrascht. Dafür konnten wir seit langen mal wieder unsere Espresso Kanne benutzen und hatten köstlichen Kaffee. Früh brachen wir auf, damit wir viel vom Tag hatten. Leider hat das Wetter nicht so ganz mitgespielt wie wir es wollten und es hingen einige Wolken an der Küste. Der Blick auf den Split Point Lighthouse und die Aussicht auf die Strände, die Küstenlinie und das Meer waren von dort aus aber trotzdem sehr schön. Am Fairheaven Beach hielten wir uns nur kurz auf, da das Wetter wie gesagt, nicht wirklich einen dazu einlud.
Dann kamen wir zum Eingang der Great Ocean Road. Am Schild, dass die Straße säumt, werden im Minutentakt Asiaten aus großen Bussen abgesetzt und wieder eingesammelt. Währenddessen hört man nur das ständige Klicken der unzähligen Canon und iPhone Kameras. Schnell weiter also.
In Lorne haben wir uns im Second Hand Laden einen neuen Topf gekauft. 4$ für einen alten Feuertopf, aber nach bisherigen Erfahrungen ist er noch funktionstüchtig. Das war allerdings auch das spektakulärste dort. Nicht unwesentlich besser war es, verkraften zu müssen, dass die Erskin Falls tatsächlich gesperrt waren. Wir wollten es nicht wahrhaben und sind trotzdem die 8km lange Strecke ins Hinterland gefahren, sie war immerhin sehr schön.
Am Teddys Look Out hatte man einen tollen Blick über den Cumberland River der ins Meer mündet und von einer grünen, steilen Küstenlandschaft umgeben wird.
Das Highlight des Tages hatten wir bei unserer Wanderung zu den Won Wondah und den Henderson Falls, als wir auf den Bäumen mehrere Koalas entdeckten. Lange mussten wir warten, um diese Langweiler zu sehen. Sie schlafen 20 Stunden am Tag und den Rest davon verbringen sie mit essen. Schönes Leben! Die Wasserfälle waren leider weniger aufregend, da sie beide kein Wasser führten. Immerhin konnten wir eindrucksvolle Steinwände sehen und es gab riesige Eukalyptusbäume.
Auf dem Weg nach Apollo Bay kamen wir noch am Wye River, wo auf dem dortigen Campingplatz ein Festle stattfand und am Kennet River vorbei. Hier gab es wieder Koalas in den Bäumen. Diese sind so bekannt, dass viele Touristen hierher strömen, um sie zu sehen. Es gibt sogar ein Koala Café.
In Apollo Bay hielten wir uns nicht lange auf, da wir noch ins Landesinnere wollten. Über unbefestigte Schotterpisten mit teils enormen Steigungen ging es hinauf in die Hochebene. Trotz der schwierigen Bedingungen waren es die Wege wert, da man mächtige Farne, tolle Wälder und spektakuläre Panoramen sah. "Oben" angekommen waren die ersten zwei Wasserfälle wieder ein wenig ernüchternd. Scheinbar sollten wir an diesem Tag kein Glück haben mit Wasserfällen. Zu den Triplet Falls konnte man dann doch laufen und sie hatten sogar Wasser, sodass wir immerhin einen wirklich tollen sehen konnten.
In Colac wollten wir über Nacht bleiben. Die Stadt liegt direkt an einem See und so hatten wir beim Abendessen ein schönes Licht von der Abendsonne. Das war eigentlich die Gelegenheit für Joni mir meine Valentins Tag Rose zu überreichen, die leider nicht mehr kam :(
Am nächsten Morgen machten wir nach einem gemütlichen Frühstück am See eine Rundfahrt vorbei an verschiedenen Seen. Vom Red Rock und Memorial Look Out hatte man einen tollen Ausblick über die weite Landschaft und auch unser Camper passte sich, mit mir auf ihm, der Landschaft an (siehe Bilder).
Es war ein sehr lustiger Vormittag, da wir die Gegend sehr genossen, immer wieder an verrückten Stellen hielten und einfach niemand mit uns unterwegs war. Anders sah es aus, als wir wieder in Apollo Bay waren. Mit den vielen Leuten, kam leider auch noch schlechtes Wetter. Beim Marriners Look Out waren zwar keine Menschen, dafür hingen die Wolken bedrohlich nahe in den Bergen. In Apollo Bay schlenderten wir noch durch alle möglichen Shops, Joni machte Gebrauch von der eiskalten Außendusche und wir erkundeten den Hafen, was bei den unangenehmen Temperaturen nicht gerade umwerfend war.
Genauso viel bzw. wenig Sonne hatten wir beim anschließenden Maits Rest Rainforest Walk, der durch eine Vegetation aus Farnen und uralten, zum Teil schon abgebrochen Mammutbäumen führt.
Das Cape Otway und dessen Lighthouse mussten wir "leider" auslassen, da uns 17$ für den zweit südlichsten Punkt Australiens, einen Leichtturm und ein Kriegsdenkmal doch etwas zu viel waren. Die Strecke dort hin war aber nicht umsonst, denn es gab unzählige Koalas auf den Bäumen am Wegesrand. So viele, dass es schon gar nichts mehr besonderes war. Da war es schon viel aufregender, als plötzlich zwei Kühe neben uns an der Straße standen.
Auf dem Weg zur Blankett Bay ging es wieder über die unmöglichsten Pisten, für die man eigentlich ein Allrad Fahrzeug bräuchte, aber unser guter alter Camper bügelt das schon alles glatt.
Der Strand erinnerte uns sehr an die Bilder, die wir von Neuseeland bisher gesehen hatten und wir stellten beiden Fest, dass Australien mit seinen vielen verschiedenen Landschaften doch besser für uns ist. Der Great Ocean Walk führt ebenfalls an diesem Strand vorbei. Wir können jetzt sagen, dass wir uns immerhin einen kleinen Teil dieses Weges mit Dany und Talle geteilt haben, die den ganzen Weg zwei Wochen zuvor gelaufen sind. Sicher auch sehr schön!
Nachdem wir ein schönes Tal durchquert hatten und am Castle Cove Look Out hielten kamen wir zum wunderschönen Johanna Beach. Hier ist die Ausweich' Location für die Rip Curl Pros. Es ist deswegen ein beliebter Surfspot und wir sahen auch viele Surfer, die zwischen den wilden Wellen eine gute Figur machten. Hätten wir ewig Zeit, wären wir wahrscheinlich über Nacht dort geblieben, vielleicht lag es an der Abendstimmung, an der schönen Kombination von Felsen und Strand oder daran, dass man umsonst Campen konnte. Leider war unser Zeitplan etwas eng an dem Abend und so blieb auch für den zweiten Rainforest Walk und den Gables Look Out nicht viel Zeit. Quasi im Joggen sahen wir uns die restlichen Spots an. Den Shipwreck Beach mussten wir sogar ganz weglassen, da wir zum Sonnenuntergang an den 12 Apostels sein wollten. Mit mächtig Tempo ging es über die Landstraße, damit wir es rechtzeitig schafften und wir wurden auch belohnt. Ein tolles Licht, dass die riesigen Felsbrocken, die eindrucksvoll vor der Küste stehen, in Szene setzte. Über Millionen von Jahren wurde die Küste von Meer, Wind und Regen abgetragen und nur diese acht Felsen blieben stehen. Es ist eine Frage der Zeit, bis auch sie unterspült werden und vom Meer "gefressen" werden. Bis 2009 waren es noch neun, als dann einer aufgab und zusammen stürzte.
Aufjedenfall machten sie ihrem Namen als am viert meist fotografierten Objekts in Australien alle Ehre. Zahlreiche Touristen waren da und wir fühlten uns richtig schlecht dabei ein Teil davon zu sein. Natürlich durften dabei auch unsere Lieblings Hobbyfotografen nicht fehlen. Schon auf dem Parkplatz entdeckten wir das Auto von Lucie und Natalie, die die gleiche Strecke nur in die andere Richtung machen. Welch ein Zufall, dass man sich genau hier trifft, scheinbar hatten wir den gleichen Gedanken. Naja, wir hatten am Morgen noch erwähnt, dass wir zum Sonnenuntergang dort sein wollten, haben dann aber den ganzen Tag über nichts mehr von ihnen gehört. Umso witziger war es, als ich sie gefragt habe, ob sie ein Bild von mir machen könnten und Lucie mich wie einen Fremden ansah und meinte "Yes, sure!"
Mit den beiden aßen wir gemeinsam zu Abend und verbrachten die Nacht auf dem Parkplatz direkt bei den Apostels. Das war insofern geschickt, da wir uns die Felsen auch beim Sonnenaufgang nicht entgehen lassen wollten. Leider muss man sagen, dass das Abendlicht sie besser in Szene setzt und es ar***kalt war. Beim gemeinsamen Frühstück, wie auch schon beim Abendessen, wurden dann reichlich Erlebnisse erzählt und verglichen, wie die anderen in ihrem Camper leben. Am meisten beeindruckt hat uns ein Spruch der auf ihrem Auto steht: "Life is what happen to you, while you are planning your future." Und weil dieser Spruch so perfekt auf uns zutrifft, ist das jetzt auch unser neues Motto.
Bei den Gibson Steps hat man die Möglichkeit, zum Strand zu gelangen und zwei der Apostel vom Meer aus zu sehen. Am Strand machten wir einen ausgedehnten Spaziergang, malten riesige Sandbilder und bewunderten die unglaublich hohen Küstenwände. In Princetown, das traurigerweise nicht mehr zu bieten hatten als einen Postshop, verabschiedeten wir uns wieder von den beiden. Diesmal definitiv und wir sehen uns frühestens in Deutschland wieder.
Zunächst hatten wir ein vollgepacktes Programm entlang der Küste, da es dort wie bereits erwähnt, viele von Meer geformte Felsspektakel, Buchten, aber auch versunkene Schiffe gibt, die wir leider vergebens gesucht haben. The Islands Arch Way, The Racorback, Loch Arg Wreck + Gorge, Muttonbird Islans, Broken Head und Thunder Cove waren die einzelnen Stationen bis Port Cambell, ein Städtchen an einer kleinen Bucht. Hier gab es leider nicht viel zu sehen, weswegen wir uns mal wieder von der Küste abwendeten, was nach so vielen Stationen auch Abwechslung brachte. Im Land machten wir einen Gourmet Trail, der uns als erstes zu einer Käserei führte. Hier konnten wir elf(!!!) verschiedene Sorten Käse probieren. Von Camembert über Schimmelkäse bis hin zu Feta von der Kuh war einer köstlicher als der andere. Wären die Preise nicht so hoch gewesen und hätten wir einen Kühlschrank, man will nicht wissen, ob sie noch Vorrat gehabt hätten.
Beim Weingut war es eher weniger gut. Bis auf eine sehr gezwungene Unterhaltung mit der Besitzern sprang dabei für uns leider nichts raus. Dafür aber bei Gorges Chocolate. Hier konnten wir vier Sorten der köstlichen Schokolade probieren und ich habe mir, weil wir schon so lange keine Schokolade mehr hatten, noch einen Schoko-Frosch und einen Taler gegönnt. Die nächsten Gourmet-Stationen waren eine Erdbeeren Farm, die leider schon geschlossen hatte und eine Destillerie, bei der man nichts probieren konnte und die Sachen zwar ansprechend und lecker waren, dennoch unseren Geldbeutel überspannten.
Zurück an der Küste schauten wir uns weitere Küstenabschnitte an. Unter anderem den London Arch, welcher bis 1990 aus zwei Bögen bestand, dann aber der landeseitige Bogen abbrach. Außerdem schauten wir uns noch The Arch und The Grotto an.
In Peterborough hielten wir es nach diesem enorm langen Tag für sinnvoll uns für die Nacht an eine Kuhweide zu stellen.
Bevor wir die Küste für einen kurzen Abschnitt verließen, sahen wir uns noch die letzten Highlights dort an: Bay of Martyrs, Bay of Islands, Three Mile Beach und Childers Cove.
Auf dem Weg nach Warrnambool lag die Cheese World. Hier haben wir wiedermal umsonst die verschiedensten exorbitant leckeren Käse probiert und für 5$ zwei große Milkshakes bekommen. Diese waren bis wir in Warrnambool vorm Coles standen leer. Neben dem Einkaufen sahen wir uns noch den Hafen und den Strand der Stadt an. Im Ortskern war leider nicht so viel los und es sah auch nicht sehr einladend aus.
Auf dem Weg nach Port Ferry lag noch das Tower Hill Reserve. Hier ist vor Millionen von Jahren ein Meteorit eingeschlagen und man kann durch den riesigen Krater fahren und einen kleinen Berg im Krater besteigen. Von dort aus hat man dann einen Ausblick, der bis zum Meer reicht. Hier haben wir auch unsere ersten Emus hier gesehen, bevor wir nach Port Ferry durch fuhren.
Hier wollten wir den Nachmittag mal etwas ruhiger angehen und auch dort übernachten. Nachdem wir die Stadt und den Strand via Auto erkundet hatten, gingen wir noch in ein paar Cafés, um uns die guten Kuchen anzusehen, in den Supermarkt, um das Eis anzusehen und den lokalen Surfshop, um Surfboards anzuschauen. Während ich den Rest des Nachmittages mit Schreiben verbrachte, rasierte sich mein Reisepartner über eine Stunde auf den Duschen des Campingplatzes nebenan. Frisch rasiert und halb fertig geschrieben machten wir noch eine romantischen Abendspaziergang über die Griffith Island. Die Halbinsel darf nicht befahren werden, da sie viele verschiedene Vogelarten beherbergt. Der Weg führte uns durch die Buschlandschaft, vorbei an Felsen und Stränden und einem traditionellen Leuchtturm.
Wir hatten den Tipp bekommen, dass es in Port Ferry die besten Fish and Chips von ganz Victoria geben sollte, weshalb Joni als großer Freund davon sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen wollte, diese auch zu probieren. Umso frustrierter war er darüber, dass der eine Laden schon geschlossen hatte und der andere keinen Fisch mehr hatte. Jetzt muss er doch mit mir Milchreis essen. Vor diesem sitzen wir im Moment und rühren und warten, dass er fertig wird und rühren, denn er wird nicht fertig.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann rühren sie noch heute...
Dann kamen wir zum Eingang der Great Ocean Road. Am Schild, dass die Straße säumt, werden im Minutentakt Asiaten aus großen Bussen abgesetzt und wieder eingesammelt. Währenddessen hört man nur das ständige Klicken der unzähligen Canon und iPhone Kameras. Schnell weiter also.
In Lorne haben wir uns im Second Hand Laden einen neuen Topf gekauft. 4$ für einen alten Feuertopf, aber nach bisherigen Erfahrungen ist er noch funktionstüchtig. Das war allerdings auch das spektakulärste dort. Nicht unwesentlich besser war es, verkraften zu müssen, dass die Erskin Falls tatsächlich gesperrt waren. Wir wollten es nicht wahrhaben und sind trotzdem die 8km lange Strecke ins Hinterland gefahren, sie war immerhin sehr schön.
Am Teddys Look Out hatte man einen tollen Blick über den Cumberland River der ins Meer mündet und von einer grünen, steilen Küstenlandschaft umgeben wird.
Das Highlight des Tages hatten wir bei unserer Wanderung zu den Won Wondah und den Henderson Falls, als wir auf den Bäumen mehrere Koalas entdeckten. Lange mussten wir warten, um diese Langweiler zu sehen. Sie schlafen 20 Stunden am Tag und den Rest davon verbringen sie mit essen. Schönes Leben! Die Wasserfälle waren leider weniger aufregend, da sie beide kein Wasser führten. Immerhin konnten wir eindrucksvolle Steinwände sehen und es gab riesige Eukalyptusbäume.
Auf dem Weg nach Apollo Bay kamen wir noch am Wye River, wo auf dem dortigen Campingplatz ein Festle stattfand und am Kennet River vorbei. Hier gab es wieder Koalas in den Bäumen. Diese sind so bekannt, dass viele Touristen hierher strömen, um sie zu sehen. Es gibt sogar ein Koala Café.
In Apollo Bay hielten wir uns nicht lange auf, da wir noch ins Landesinnere wollten. Über unbefestigte Schotterpisten mit teils enormen Steigungen ging es hinauf in die Hochebene. Trotz der schwierigen Bedingungen waren es die Wege wert, da man mächtige Farne, tolle Wälder und spektakuläre Panoramen sah. "Oben" angekommen waren die ersten zwei Wasserfälle wieder ein wenig ernüchternd. Scheinbar sollten wir an diesem Tag kein Glück haben mit Wasserfällen. Zu den Triplet Falls konnte man dann doch laufen und sie hatten sogar Wasser, sodass wir immerhin einen wirklich tollen sehen konnten.
In Colac wollten wir über Nacht bleiben. Die Stadt liegt direkt an einem See und so hatten wir beim Abendessen ein schönes Licht von der Abendsonne. Das war eigentlich die Gelegenheit für Joni mir meine Valentins Tag Rose zu überreichen, die leider nicht mehr kam :(
Am nächsten Morgen machten wir nach einem gemütlichen Frühstück am See eine Rundfahrt vorbei an verschiedenen Seen. Vom Red Rock und Memorial Look Out hatte man einen tollen Ausblick über die weite Landschaft und auch unser Camper passte sich, mit mir auf ihm, der Landschaft an (siehe Bilder).
Es war ein sehr lustiger Vormittag, da wir die Gegend sehr genossen, immer wieder an verrückten Stellen hielten und einfach niemand mit uns unterwegs war. Anders sah es aus, als wir wieder in Apollo Bay waren. Mit den vielen Leuten, kam leider auch noch schlechtes Wetter. Beim Marriners Look Out waren zwar keine Menschen, dafür hingen die Wolken bedrohlich nahe in den Bergen. In Apollo Bay schlenderten wir noch durch alle möglichen Shops, Joni machte Gebrauch von der eiskalten Außendusche und wir erkundeten den Hafen, was bei den unangenehmen Temperaturen nicht gerade umwerfend war.
Genauso viel bzw. wenig Sonne hatten wir beim anschließenden Maits Rest Rainforest Walk, der durch eine Vegetation aus Farnen und uralten, zum Teil schon abgebrochen Mammutbäumen führt.
Das Cape Otway und dessen Lighthouse mussten wir "leider" auslassen, da uns 17$ für den zweit südlichsten Punkt Australiens, einen Leichtturm und ein Kriegsdenkmal doch etwas zu viel waren. Die Strecke dort hin war aber nicht umsonst, denn es gab unzählige Koalas auf den Bäumen am Wegesrand. So viele, dass es schon gar nichts mehr besonderes war. Da war es schon viel aufregender, als plötzlich zwei Kühe neben uns an der Straße standen.
Auf dem Weg zur Blankett Bay ging es wieder über die unmöglichsten Pisten, für die man eigentlich ein Allrad Fahrzeug bräuchte, aber unser guter alter Camper bügelt das schon alles glatt.
Der Strand erinnerte uns sehr an die Bilder, die wir von Neuseeland bisher gesehen hatten und wir stellten beiden Fest, dass Australien mit seinen vielen verschiedenen Landschaften doch besser für uns ist. Der Great Ocean Walk führt ebenfalls an diesem Strand vorbei. Wir können jetzt sagen, dass wir uns immerhin einen kleinen Teil dieses Weges mit Dany und Talle geteilt haben, die den ganzen Weg zwei Wochen zuvor gelaufen sind. Sicher auch sehr schön!
Nachdem wir ein schönes Tal durchquert hatten und am Castle Cove Look Out hielten kamen wir zum wunderschönen Johanna Beach. Hier ist die Ausweich' Location für die Rip Curl Pros. Es ist deswegen ein beliebter Surfspot und wir sahen auch viele Surfer, die zwischen den wilden Wellen eine gute Figur machten. Hätten wir ewig Zeit, wären wir wahrscheinlich über Nacht dort geblieben, vielleicht lag es an der Abendstimmung, an der schönen Kombination von Felsen und Strand oder daran, dass man umsonst Campen konnte. Leider war unser Zeitplan etwas eng an dem Abend und so blieb auch für den zweiten Rainforest Walk und den Gables Look Out nicht viel Zeit. Quasi im Joggen sahen wir uns die restlichen Spots an. Den Shipwreck Beach mussten wir sogar ganz weglassen, da wir zum Sonnenuntergang an den 12 Apostels sein wollten. Mit mächtig Tempo ging es über die Landstraße, damit wir es rechtzeitig schafften und wir wurden auch belohnt. Ein tolles Licht, dass die riesigen Felsbrocken, die eindrucksvoll vor der Küste stehen, in Szene setzte. Über Millionen von Jahren wurde die Küste von Meer, Wind und Regen abgetragen und nur diese acht Felsen blieben stehen. Es ist eine Frage der Zeit, bis auch sie unterspült werden und vom Meer "gefressen" werden. Bis 2009 waren es noch neun, als dann einer aufgab und zusammen stürzte.
Aufjedenfall machten sie ihrem Namen als am viert meist fotografierten Objekts in Australien alle Ehre. Zahlreiche Touristen waren da und wir fühlten uns richtig schlecht dabei ein Teil davon zu sein. Natürlich durften dabei auch unsere Lieblings Hobbyfotografen nicht fehlen. Schon auf dem Parkplatz entdeckten wir das Auto von Lucie und Natalie, die die gleiche Strecke nur in die andere Richtung machen. Welch ein Zufall, dass man sich genau hier trifft, scheinbar hatten wir den gleichen Gedanken. Naja, wir hatten am Morgen noch erwähnt, dass wir zum Sonnenuntergang dort sein wollten, haben dann aber den ganzen Tag über nichts mehr von ihnen gehört. Umso witziger war es, als ich sie gefragt habe, ob sie ein Bild von mir machen könnten und Lucie mich wie einen Fremden ansah und meinte "Yes, sure!"
Mit den beiden aßen wir gemeinsam zu Abend und verbrachten die Nacht auf dem Parkplatz direkt bei den Apostels. Das war insofern geschickt, da wir uns die Felsen auch beim Sonnenaufgang nicht entgehen lassen wollten. Leider muss man sagen, dass das Abendlicht sie besser in Szene setzt und es ar***kalt war. Beim gemeinsamen Frühstück, wie auch schon beim Abendessen, wurden dann reichlich Erlebnisse erzählt und verglichen, wie die anderen in ihrem Camper leben. Am meisten beeindruckt hat uns ein Spruch der auf ihrem Auto steht: "Life is what happen to you, while you are planning your future." Und weil dieser Spruch so perfekt auf uns zutrifft, ist das jetzt auch unser neues Motto.
Bei den Gibson Steps hat man die Möglichkeit, zum Strand zu gelangen und zwei der Apostel vom Meer aus zu sehen. Am Strand machten wir einen ausgedehnten Spaziergang, malten riesige Sandbilder und bewunderten die unglaublich hohen Küstenwände. In Princetown, das traurigerweise nicht mehr zu bieten hatten als einen Postshop, verabschiedeten wir uns wieder von den beiden. Diesmal definitiv und wir sehen uns frühestens in Deutschland wieder.
Zunächst hatten wir ein vollgepacktes Programm entlang der Küste, da es dort wie bereits erwähnt, viele von Meer geformte Felsspektakel, Buchten, aber auch versunkene Schiffe gibt, die wir leider vergebens gesucht haben. The Islands Arch Way, The Racorback, Loch Arg Wreck + Gorge, Muttonbird Islans, Broken Head und Thunder Cove waren die einzelnen Stationen bis Port Cambell, ein Städtchen an einer kleinen Bucht. Hier gab es leider nicht viel zu sehen, weswegen wir uns mal wieder von der Küste abwendeten, was nach so vielen Stationen auch Abwechslung brachte. Im Land machten wir einen Gourmet Trail, der uns als erstes zu einer Käserei führte. Hier konnten wir elf(!!!) verschiedene Sorten Käse probieren. Von Camembert über Schimmelkäse bis hin zu Feta von der Kuh war einer köstlicher als der andere. Wären die Preise nicht so hoch gewesen und hätten wir einen Kühlschrank, man will nicht wissen, ob sie noch Vorrat gehabt hätten.
Beim Weingut war es eher weniger gut. Bis auf eine sehr gezwungene Unterhaltung mit der Besitzern sprang dabei für uns leider nichts raus. Dafür aber bei Gorges Chocolate. Hier konnten wir vier Sorten der köstlichen Schokolade probieren und ich habe mir, weil wir schon so lange keine Schokolade mehr hatten, noch einen Schoko-Frosch und einen Taler gegönnt. Die nächsten Gourmet-Stationen waren eine Erdbeeren Farm, die leider schon geschlossen hatte und eine Destillerie, bei der man nichts probieren konnte und die Sachen zwar ansprechend und lecker waren, dennoch unseren Geldbeutel überspannten.
Zurück an der Küste schauten wir uns weitere Küstenabschnitte an. Unter anderem den London Arch, welcher bis 1990 aus zwei Bögen bestand, dann aber der landeseitige Bogen abbrach. Außerdem schauten wir uns noch The Arch und The Grotto an.
In Peterborough hielten wir es nach diesem enorm langen Tag für sinnvoll uns für die Nacht an eine Kuhweide zu stellen.
Bevor wir die Küste für einen kurzen Abschnitt verließen, sahen wir uns noch die letzten Highlights dort an: Bay of Martyrs, Bay of Islands, Three Mile Beach und Childers Cove.
Auf dem Weg nach Warrnambool lag die Cheese World. Hier haben wir wiedermal umsonst die verschiedensten exorbitant leckeren Käse probiert und für 5$ zwei große Milkshakes bekommen. Diese waren bis wir in Warrnambool vorm Coles standen leer. Neben dem Einkaufen sahen wir uns noch den Hafen und den Strand der Stadt an. Im Ortskern war leider nicht so viel los und es sah auch nicht sehr einladend aus.
Auf dem Weg nach Port Ferry lag noch das Tower Hill Reserve. Hier ist vor Millionen von Jahren ein Meteorit eingeschlagen und man kann durch den riesigen Krater fahren und einen kleinen Berg im Krater besteigen. Von dort aus hat man dann einen Ausblick, der bis zum Meer reicht. Hier haben wir auch unsere ersten Emus hier gesehen, bevor wir nach Port Ferry durch fuhren.
Hier wollten wir den Nachmittag mal etwas ruhiger angehen und auch dort übernachten. Nachdem wir die Stadt und den Strand via Auto erkundet hatten, gingen wir noch in ein paar Cafés, um uns die guten Kuchen anzusehen, in den Supermarkt, um das Eis anzusehen und den lokalen Surfshop, um Surfboards anzuschauen. Während ich den Rest des Nachmittages mit Schreiben verbrachte, rasierte sich mein Reisepartner über eine Stunde auf den Duschen des Campingplatzes nebenan. Frisch rasiert und halb fertig geschrieben machten wir noch eine romantischen Abendspaziergang über die Griffith Island. Die Halbinsel darf nicht befahren werden, da sie viele verschiedene Vogelarten beherbergt. Der Weg führte uns durch die Buschlandschaft, vorbei an Felsen und Stränden und einem traditionellen Leuchtturm.
Wir hatten den Tipp bekommen, dass es in Port Ferry die besten Fish and Chips von ganz Victoria geben sollte, weshalb Joni als großer Freund davon sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen wollte, diese auch zu probieren. Umso frustrierter war er darüber, dass der eine Laden schon geschlossen hatte und der andere keinen Fisch mehr hatte. Jetzt muss er doch mit mir Milchreis essen. Vor diesem sitzen wir im Moment und rühren und warten, dass er fertig wird und rühren, denn er wird nicht fertig.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann rühren sie noch heute...
Donnerstag, 14. Februar 2013
Melbourne - Anglesea
Wir haben unseren Fluch, den Fluch, dass wir nicht aus Melbourne raus kommen, überwunden. Nein, wir sind nicht in Shepparton.
Nach einer Zugfahrt, bei der wir über zwei Stunden einem Mann gegenüber saßen, der nicht still sein konnte und nicht aufhören konnte zu essen, waren wir dort. Irgendwo im Nirgendwo, Plan- und Orientierungslos. Von den Damen in der Tourist Information wurden wir zum Harvest Labour Office geschickt, wo uns gesagt wurde, dass wir ohne eigenes Auto sehr schlechte Karten haben, schade. Zum Glück hatten wir noch die Nummer eines gewissen Stuart, die ich von unseren Kollegen von Facebook bekommen hatte. Stuart sagte am Telefon, er holt uns in einer dreiviertel Stunde ab und hätte Arbeit für uns. Nach geraumer Zeit kam er dann. Eine kurze Fahrt, während der er uns alle Details erzählte, dann sollten wir uns überlegen, ob wir mit ihm kooperieren wollen. Wir entschieden uns dagegen, denn wir sollten eine Kaution von 200$ zahlen, für die Unterkunft pro Woche 160$ und er hat nur für einen ab dem nächsten Tag Arbeit gehabt, für den anderen erst "in ein paar Tagen". Außerdem kam noch hinzu, dass in seinen Bus nur Asiaten einstiegen, die nicht wirklich Englisch konnten und nicht in der Lage waren, mir zu erzählen, wie so das Arbeiten bei ihm ist. Das alles klang uns, vorallem da wir schon zahlreiche Geschichten von Abzockern beim Fruitpicking gehört hatten, zu unseriös. Leider gab es keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr, die um die späte Uhrzeit noch nach Melbourne zurück fahren. Denkste, es fahren genug Leute dorthin und man muss nur den Daumen raus strecken. Nach 10 Minuten und zwei trockenen Scheiben Toast saßen wir bei Ross im Auto. Er kommt von seiner Arbeitsstelle, war zwischendurch bei KFC und genoss seinen Wrap sichtlich. Dass man mit vollem Mund nicht redet, hat ihn scheinbar niemand beigebracht, aber immerhin hat er uns seine Pommes gegeben, doppeltes Glück! Weniger Glück hatten wir mit der Drop Off Location, der äußersten Bahnstation. So einfach wollten wir es nicht haben, also wieder zurück zum Highway laufen und auf eine neue Mitfahrgelegenheit warten. Als kleine Randnotiz sei zu erwähnen, dass wir den ganzen Tag mit unserem kompletten Gepäck unterwegs waren.
Nach wenigen Minuten hielt Ali Baba. Seinen Namen hat uns der Moslem nicht verraten, sympathisch war er trotzdem und er hat uns zwei Bahnstationen weiter gebracht.
Alle guten Dinge sind drei, also nochmal der Versuch jemanden zu finden, der uns bis ins Zentrum bringt. Da kam Jake Turner ins Spiel. Für mich der sympathischste und lustigste Kontakt bis dahin. Er ist 20 Jahre alt, kommt aus der Gegend von Shepparton und ist so, wie ich mir einen "Local" in unserem Alter vorstelle: Locker, lustig, Nett, redet viel mit einer ordentlichen Portion Slang und benutzt in jedem Satz entweder "Weird" oder noch lieber "fuckin". Es war eine echt amüsante Fahrt bis in die Stadt. Er hatte den meisten Spaß dabei mich auszulachen, da ich bei "Visa" das V falsch ausgesprochen habe.
Da standen wir nun, wieder "back in Melbourne" und mussten wieder in unser geliebtes Nomads Hostel zurück.
Weil wir an diesem Tag schon so viele nette Leute kennengelernt hatten, sollte es im Hostel gerade so weiter gehen. Zwei Inder, der eine lebt als Koch in Auckland, der andere auf den Fidschis und Daniele. Er ist Italiener, ist erst an dem Tag in Australien angekommen und spricht katastrophales Englisch, wahrscheinlich ein Grund wieso er gekommen ist. Witzig war er trotzdem, vorallem der Antwort auf die Frage, ob er zu Hause kocht: "it's a hobby, at home I cook for my family Pasta e Lasagne!" Dabei hat er letzteres in seiner Muttersprache gesagt. Die Mischung aus miserablem Englisch und dem schönen und perfekten Italienisch hat sich einfach wunderbar unterhaltsam angehört.
Am nächsten Tag wollten wir uns einen Camper mieten, um damit nach Adelaide zu fahren und die Südküste zu bereisen. Wir haben beschlossen, dass wir es dann lieber dort nochmal mit Arbeiten versuchen, anstatt dass wir in Melbourne unsere "kostbare" Zeit verschwenden, um krampfhaft einen Job zu bekommen.
Leider stellte es sich als schwieriger als gedacht raus, da wenige Unternehmen in Adelaide vertreten sind, die auch an Leute unter 21 vermieten. Letztendlich sind wir dann Mittags zu Wicked raus gefahren, um uns bei ihnen einen Camper zu mieten. Dort waren wir schon wieder kurz davor, beim Versuch Melbourne zu verlassen, zu scheitern, denn man muss eine Kaution zahlen, die unser Kartenlimit übersteigt. Nach gescheiterten Telefonaten mit der Bank, zahlreichen Versuchen das Geld einzufrieren ging es doch und wir erhielten unser Prachtstück.
Rein ins Auto und ab auf den vierspurigen Highway raus aus Melbourne. Nach zwei Monaten Fahrpause, Linksverkehr und einem unbekannten Auto hat es kurz gebraucht sich an alles zu gewöhnen, aber nach kurzer Zeit machte es unheimlich Spaß mit dem Auto über die Straßen zu fahren.
Ein kurzer Zwischenstopp zum Einkaufen, dann ging es zum Örtchen Queenscliff. Hier sahen wir uns zuerst einen tollen Strand von einem Look Out aus an, der durch das Sonnenlicht noch toller aussah. Dann ging es weiter zu einen Observation Deck, das leider geschlossen hatte. Also blieb uns nur noch übrig durch die Straßen der Stadt zu schlendern und die vielen historischen Gebäude zu bestaunen.
Zum Abendessen gab es die letzten Eier von der Packung die wir im Hostel gefunden hatten. Für die Nacht suchten wir uns eine ruhige Straße (Alle Straßen waren ruhig, da nichts los ist) und stellten uns vor ein Bed&Breakfast, die beste Entscheidung seit langem. Am nächsten Morgen sprach uns ein Mann an und wir führten einen kurzen Small Talk. Als er seine Zeitung geholt hatte, fragte er uns, ob wir bei ihnen Duschen wollen. Da sagen wir natürlich nicht nein. Er stellte uns sich als Lloyd vor, seine Frau später als Sue. Die Duschen waren ein Traum. Heißes Wasser, nicht nur ein paar Tropfen, sondern viel Wasser und das Beste: meine Dusche hatte eine Heißluftheizung und es kam durchgehend warme Luft von oben herunter :) Das Glück war scheinbar auf unserer Seite, denn wir durften auch noch mit ihnen Frühstücken. Es war ein weiterer Traum. Es gab fünf Sorten Müsli, Orangensaft, Tee, Kaffee, Toast dazu Marmelade, Honig und Vegemite. Besonders letzteres wird Joni nicht so schnell vergessen. Es handelt sich dabei um eine "Spezialität" von hier. Wie es genau schmeckt weiß ich nicht, denn Joni durfte es probieren. Dabei meinte er später, sei ihn so übel geworden, dass es ihm "den ganzen Magen verdreht hat". Es soll wohl wie Maggie Suppenwürfel mit Essig Geschmack schmecken und normalerweise macht man eine ganz dünne Schicht auf einen Toast mit ganz viel Butter und isst nicht einfach einen ganzen Löffel.
Nichts desto trotz war es toll die beiden kennenzulernen. Beim Frühstück unterhielten wir uns viel über Australien, unsere Route, die Bildung in Deutschland, da ihre Tochter dort ein Jahr war, Wirtschaft, die Geschichte Deutschlands und über Europa. Die beiden waren schon ein paar mal dort , unter anderem in Heidelberg, München und Prag.
Unser Weg führte uns weiter zum Point Lonsdale Lighthouse. Er steht an der Meerenge, die zur großen Bucht vor Melbourne führt. Sie gilt heute als eine der gefährlichsten, da sie nur 3,4 km breit ist. Als wir dort waren, fuhr auch gerade ein Schiff durch, jedoch war es wesentlich unspektakulärer als erhofft.
Von dort ging es weiter nach Baron Heads. Durch das kleine Dorf fließt ein großer Fluss. Dort haben wir eine kurze und nette Unterhaltung mit einem lokalen Fischer geführt, der wirklich einen "Good catch" gemacht hatte.
Beim nächsten Look Out, der mit einem tollen Blick über den 14th Beach und das Meer brillierte, sahen wir zwei Ranger, die mit Karottenstücken Kaninchen füttern oder vergiften wollten, wir sind nicht wirklich dahinter gekommen. Auf Grund der hohen Populationen nehmen wir aber an, das sie eher letzteres vor hatte.
Torquay, unser nächster Halt, ist die Heimat von Quicksilver, Roxy und Rip Curl und somit eine der bekanntesten Surf Städte. Vor dem Surf Museum machten wir als erstes halt. Dort sind auch alle eben genannten Marken mit ihren Shops vertreten. Wir als fachkundige Kenner der Szene konnten es natürlich nicht dabei belassen alle Shops nur von außen zu sehen, gekauft wurde aber nichts. Anschließend fuhren wir vor ans Meer, da wir jetzt natürlich die richtigen Surfer Dudes beim Wellenreiten sehen wollten. Nichts da, keine Dudes, kein Surf, nur zahlreiche Anfänger und Halbprofis. Also schnell weiter zum Bells Beach, einen weiteren exzellenten Surfstrand mit tollen Wellen und ein paar von den Dudes. Es war ein Genuss, wie einer von ihnen eine Welle Minuten lang entlang ritt. Auf der Strecke gab es viele weitere Stellen, die dazu einluden, einfach mal anzuhalten und aufs Meer raus zusehen, die Surfer zu beobachten und die herrliche Küste zu bestaunen. Leider sah sie nach einiger Zeit immer sehr ähnlich aus.
Am Point Addis Look Out konnte man zu einem sehr schönen Strand, Red Beach, herabsteigen, an dem außer uns niemand war. Sein Name kommt vermutlich von den Felswänden aus rotem Gestein, die sich entlang des Strandes erheben.
Von dort aus haben wir auch den kurzen Cultural Walk zu einen weiteren tollen Aussichtspunkt gemacht, bei dem man Informationen über Kräuter und Pflanzen, die Verwendung bei den Ureinwohnern fanden, bekam.
In Anglesea haben wir erstmal vergeblich nach einem Topf gesucht, da Wicked uns nur mit einem zu kleinen, der sehr verrostet ist, ausgestattet hat.
Der Golfplatz von Angelsea ist berühmt. Nein, nicht wegen seiner Größe, seiner Variabilität oder einer berühmten Person, sondern weil "Tausende" Kängurus dort leben und auf dem Golfplatz tagtäglich grasen und unter den Bäumen liegen. So etwas verrücktes konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, doch leider ist für "kangaroo visitors" wie uns ein Verbotsschild angebracht und mit unserem bunten Van sind wir unter den elitären Golfern auch direkt als solche enttarnt worden. Immerhin konnten wir die vielen Kängurus vom Zaun sehen und sie standen in der Nacht, als wir einen Schlafplatz gesucht haben, plötzlich noch vor uns auf der Straße.
Viel mehr haben wir von Anglesea nicht mehr gesehen. Von einer Seitenbucht auf einem Hügel konnten wir den Main Beach von oben betrachten und am Point Roadknight Beach unter eiskalten Wasser duschen, bevor wir an den Anglesea River zum kochen fuhren. Unseren Kous Kous mussten wir dann eben in der Pfanne machen, was aber mindestens genauso gut geklappt hat. Zum Schlafen sind wir in die so ziemlich dunkelste und einsamste Straße gefahren, leider kommt hier doch alle paar Minuten ein Auto vorbei. Hoffen wir es ist keine Polizei dabei. Cheers.
Nach einer Zugfahrt, bei der wir über zwei Stunden einem Mann gegenüber saßen, der nicht still sein konnte und nicht aufhören konnte zu essen, waren wir dort. Irgendwo im Nirgendwo, Plan- und Orientierungslos. Von den Damen in der Tourist Information wurden wir zum Harvest Labour Office geschickt, wo uns gesagt wurde, dass wir ohne eigenes Auto sehr schlechte Karten haben, schade. Zum Glück hatten wir noch die Nummer eines gewissen Stuart, die ich von unseren Kollegen von Facebook bekommen hatte. Stuart sagte am Telefon, er holt uns in einer dreiviertel Stunde ab und hätte Arbeit für uns. Nach geraumer Zeit kam er dann. Eine kurze Fahrt, während der er uns alle Details erzählte, dann sollten wir uns überlegen, ob wir mit ihm kooperieren wollen. Wir entschieden uns dagegen, denn wir sollten eine Kaution von 200$ zahlen, für die Unterkunft pro Woche 160$ und er hat nur für einen ab dem nächsten Tag Arbeit gehabt, für den anderen erst "in ein paar Tagen". Außerdem kam noch hinzu, dass in seinen Bus nur Asiaten einstiegen, die nicht wirklich Englisch konnten und nicht in der Lage waren, mir zu erzählen, wie so das Arbeiten bei ihm ist. Das alles klang uns, vorallem da wir schon zahlreiche Geschichten von Abzockern beim Fruitpicking gehört hatten, zu unseriös. Leider gab es keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr, die um die späte Uhrzeit noch nach Melbourne zurück fahren. Denkste, es fahren genug Leute dorthin und man muss nur den Daumen raus strecken. Nach 10 Minuten und zwei trockenen Scheiben Toast saßen wir bei Ross im Auto. Er kommt von seiner Arbeitsstelle, war zwischendurch bei KFC und genoss seinen Wrap sichtlich. Dass man mit vollem Mund nicht redet, hat ihn scheinbar niemand beigebracht, aber immerhin hat er uns seine Pommes gegeben, doppeltes Glück! Weniger Glück hatten wir mit der Drop Off Location, der äußersten Bahnstation. So einfach wollten wir es nicht haben, also wieder zurück zum Highway laufen und auf eine neue Mitfahrgelegenheit warten. Als kleine Randnotiz sei zu erwähnen, dass wir den ganzen Tag mit unserem kompletten Gepäck unterwegs waren.
Nach wenigen Minuten hielt Ali Baba. Seinen Namen hat uns der Moslem nicht verraten, sympathisch war er trotzdem und er hat uns zwei Bahnstationen weiter gebracht.
Alle guten Dinge sind drei, also nochmal der Versuch jemanden zu finden, der uns bis ins Zentrum bringt. Da kam Jake Turner ins Spiel. Für mich der sympathischste und lustigste Kontakt bis dahin. Er ist 20 Jahre alt, kommt aus der Gegend von Shepparton und ist so, wie ich mir einen "Local" in unserem Alter vorstelle: Locker, lustig, Nett, redet viel mit einer ordentlichen Portion Slang und benutzt in jedem Satz entweder "Weird" oder noch lieber "fuckin". Es war eine echt amüsante Fahrt bis in die Stadt. Er hatte den meisten Spaß dabei mich auszulachen, da ich bei "Visa" das V falsch ausgesprochen habe.
Da standen wir nun, wieder "back in Melbourne" und mussten wieder in unser geliebtes Nomads Hostel zurück.
Weil wir an diesem Tag schon so viele nette Leute kennengelernt hatten, sollte es im Hostel gerade so weiter gehen. Zwei Inder, der eine lebt als Koch in Auckland, der andere auf den Fidschis und Daniele. Er ist Italiener, ist erst an dem Tag in Australien angekommen und spricht katastrophales Englisch, wahrscheinlich ein Grund wieso er gekommen ist. Witzig war er trotzdem, vorallem der Antwort auf die Frage, ob er zu Hause kocht: "it's a hobby, at home I cook for my family Pasta e Lasagne!" Dabei hat er letzteres in seiner Muttersprache gesagt. Die Mischung aus miserablem Englisch und dem schönen und perfekten Italienisch hat sich einfach wunderbar unterhaltsam angehört.
Am nächsten Tag wollten wir uns einen Camper mieten, um damit nach Adelaide zu fahren und die Südküste zu bereisen. Wir haben beschlossen, dass wir es dann lieber dort nochmal mit Arbeiten versuchen, anstatt dass wir in Melbourne unsere "kostbare" Zeit verschwenden, um krampfhaft einen Job zu bekommen.
Leider stellte es sich als schwieriger als gedacht raus, da wenige Unternehmen in Adelaide vertreten sind, die auch an Leute unter 21 vermieten. Letztendlich sind wir dann Mittags zu Wicked raus gefahren, um uns bei ihnen einen Camper zu mieten. Dort waren wir schon wieder kurz davor, beim Versuch Melbourne zu verlassen, zu scheitern, denn man muss eine Kaution zahlen, die unser Kartenlimit übersteigt. Nach gescheiterten Telefonaten mit der Bank, zahlreichen Versuchen das Geld einzufrieren ging es doch und wir erhielten unser Prachtstück.
Rein ins Auto und ab auf den vierspurigen Highway raus aus Melbourne. Nach zwei Monaten Fahrpause, Linksverkehr und einem unbekannten Auto hat es kurz gebraucht sich an alles zu gewöhnen, aber nach kurzer Zeit machte es unheimlich Spaß mit dem Auto über die Straßen zu fahren.
Ein kurzer Zwischenstopp zum Einkaufen, dann ging es zum Örtchen Queenscliff. Hier sahen wir uns zuerst einen tollen Strand von einem Look Out aus an, der durch das Sonnenlicht noch toller aussah. Dann ging es weiter zu einen Observation Deck, das leider geschlossen hatte. Also blieb uns nur noch übrig durch die Straßen der Stadt zu schlendern und die vielen historischen Gebäude zu bestaunen.
Zum Abendessen gab es die letzten Eier von der Packung die wir im Hostel gefunden hatten. Für die Nacht suchten wir uns eine ruhige Straße (Alle Straßen waren ruhig, da nichts los ist) und stellten uns vor ein Bed&Breakfast, die beste Entscheidung seit langem. Am nächsten Morgen sprach uns ein Mann an und wir führten einen kurzen Small Talk. Als er seine Zeitung geholt hatte, fragte er uns, ob wir bei ihnen Duschen wollen. Da sagen wir natürlich nicht nein. Er stellte uns sich als Lloyd vor, seine Frau später als Sue. Die Duschen waren ein Traum. Heißes Wasser, nicht nur ein paar Tropfen, sondern viel Wasser und das Beste: meine Dusche hatte eine Heißluftheizung und es kam durchgehend warme Luft von oben herunter :) Das Glück war scheinbar auf unserer Seite, denn wir durften auch noch mit ihnen Frühstücken. Es war ein weiterer Traum. Es gab fünf Sorten Müsli, Orangensaft, Tee, Kaffee, Toast dazu Marmelade, Honig und Vegemite. Besonders letzteres wird Joni nicht so schnell vergessen. Es handelt sich dabei um eine "Spezialität" von hier. Wie es genau schmeckt weiß ich nicht, denn Joni durfte es probieren. Dabei meinte er später, sei ihn so übel geworden, dass es ihm "den ganzen Magen verdreht hat". Es soll wohl wie Maggie Suppenwürfel mit Essig Geschmack schmecken und normalerweise macht man eine ganz dünne Schicht auf einen Toast mit ganz viel Butter und isst nicht einfach einen ganzen Löffel.
Nichts desto trotz war es toll die beiden kennenzulernen. Beim Frühstück unterhielten wir uns viel über Australien, unsere Route, die Bildung in Deutschland, da ihre Tochter dort ein Jahr war, Wirtschaft, die Geschichte Deutschlands und über Europa. Die beiden waren schon ein paar mal dort , unter anderem in Heidelberg, München und Prag.
Unser Weg führte uns weiter zum Point Lonsdale Lighthouse. Er steht an der Meerenge, die zur großen Bucht vor Melbourne führt. Sie gilt heute als eine der gefährlichsten, da sie nur 3,4 km breit ist. Als wir dort waren, fuhr auch gerade ein Schiff durch, jedoch war es wesentlich unspektakulärer als erhofft.
Von dort ging es weiter nach Baron Heads. Durch das kleine Dorf fließt ein großer Fluss. Dort haben wir eine kurze und nette Unterhaltung mit einem lokalen Fischer geführt, der wirklich einen "Good catch" gemacht hatte.
Beim nächsten Look Out, der mit einem tollen Blick über den 14th Beach und das Meer brillierte, sahen wir zwei Ranger, die mit Karottenstücken Kaninchen füttern oder vergiften wollten, wir sind nicht wirklich dahinter gekommen. Auf Grund der hohen Populationen nehmen wir aber an, das sie eher letzteres vor hatte.
Torquay, unser nächster Halt, ist die Heimat von Quicksilver, Roxy und Rip Curl und somit eine der bekanntesten Surf Städte. Vor dem Surf Museum machten wir als erstes halt. Dort sind auch alle eben genannten Marken mit ihren Shops vertreten. Wir als fachkundige Kenner der Szene konnten es natürlich nicht dabei belassen alle Shops nur von außen zu sehen, gekauft wurde aber nichts. Anschließend fuhren wir vor ans Meer, da wir jetzt natürlich die richtigen Surfer Dudes beim Wellenreiten sehen wollten. Nichts da, keine Dudes, kein Surf, nur zahlreiche Anfänger und Halbprofis. Also schnell weiter zum Bells Beach, einen weiteren exzellenten Surfstrand mit tollen Wellen und ein paar von den Dudes. Es war ein Genuss, wie einer von ihnen eine Welle Minuten lang entlang ritt. Auf der Strecke gab es viele weitere Stellen, die dazu einluden, einfach mal anzuhalten und aufs Meer raus zusehen, die Surfer zu beobachten und die herrliche Küste zu bestaunen. Leider sah sie nach einiger Zeit immer sehr ähnlich aus.
Am Point Addis Look Out konnte man zu einem sehr schönen Strand, Red Beach, herabsteigen, an dem außer uns niemand war. Sein Name kommt vermutlich von den Felswänden aus rotem Gestein, die sich entlang des Strandes erheben.
Von dort aus haben wir auch den kurzen Cultural Walk zu einen weiteren tollen Aussichtspunkt gemacht, bei dem man Informationen über Kräuter und Pflanzen, die Verwendung bei den Ureinwohnern fanden, bekam.
In Anglesea haben wir erstmal vergeblich nach einem Topf gesucht, da Wicked uns nur mit einem zu kleinen, der sehr verrostet ist, ausgestattet hat.
Der Golfplatz von Angelsea ist berühmt. Nein, nicht wegen seiner Größe, seiner Variabilität oder einer berühmten Person, sondern weil "Tausende" Kängurus dort leben und auf dem Golfplatz tagtäglich grasen und unter den Bäumen liegen. So etwas verrücktes konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, doch leider ist für "kangaroo visitors" wie uns ein Verbotsschild angebracht und mit unserem bunten Van sind wir unter den elitären Golfern auch direkt als solche enttarnt worden. Immerhin konnten wir die vielen Kängurus vom Zaun sehen und sie standen in der Nacht, als wir einen Schlafplatz gesucht haben, plötzlich noch vor uns auf der Straße.
Viel mehr haben wir von Anglesea nicht mehr gesehen. Von einer Seitenbucht auf einem Hügel konnten wir den Main Beach von oben betrachten und am Point Roadknight Beach unter eiskalten Wasser duschen, bevor wir an den Anglesea River zum kochen fuhren. Unseren Kous Kous mussten wir dann eben in der Pfanne machen, was aber mindestens genauso gut geklappt hat. Zum Schlafen sind wir in die so ziemlich dunkelste und einsamste Straße gefahren, leider kommt hier doch alle paar Minuten ein Auto vorbei. Hoffen wir es ist keine Polizei dabei. Cheers.
Montag, 11. Februar 2013
Melbourne
Ich melde mich wieder aus dem Zug auf den Weg nach Shepparton, da wir hoffen, dort Arbeit zu finden.
In den letzten Tagen haben wir immer mehr gefallen an Melbourne gefunden, trotz der teuren Übernachtungspreise.
Am Donnerstag wurden wir erstmal aus unserem Zimmer geschmissen. Um kurz vor zehn stand der Hostelbesitzer im Zimmer und verscheuchte uns aus seiner Unterkunft. Danach gingen auch die Wege von Richard und uns auseinander. Er wollte nach Apollo Bay fahren, wir mussten uns eine neue Unterkunft suchen. Wir waren mal wieder "Obdachlos". Leider ist in Melbourne dieser Tage deutlich mehr los als in Cairns und so mussten wir in ein zweier Zimmer ins YHA (Jugendherberge) für stolze 36$ pP.
Am Mittag haben wir uns noch ein paar Ecken angesehen, die wir noch nicht kannten. Unter anderem den Federation Square, der zentrale Treffpunkt, den wir komischerweise am Vortag übersehen hatten. Dort ist auch das Acmi, ein Mediencenter. Hier gibt es eine kostenlose Ausstellung über Tv, Internet und Computer und deren Entwicklung. Außerdem kann man dort umsonst PES, Mario Kart etc. spielen und es gibt Free Wifi.
Vom Federation Square gibt es verschiedene Spaziergänge, mit welchen man die Stadt erkunden kann. Wir hatten uns für einen entschieden, der durch die teuren Einkaufsstraßen führt. Natürlich ließen wir uns auch die Gelegenheit nicht nehmen, eines der nobleren Hotels von innen zu betrachten und im 35 Stockwerk mit Panoramablick über die ganze Stadt unser "Wasser abzuschlagen", um es mal in Kleists Worten zu sagen.
Den Rest des Tages haben wir dann am Federation Square verbracht, um im Internet an Telefonnummern und Kontakte zu kommen, um Arbeit zu finden.
Den darauffolgenden Vormittag bzw. Mittag verbrachten wir, nachdem wir mal wieder umgezogen sind ( Diesmal ein 4er Zimmer) im Casino und auf den Victorian Markets.
Das Crown Casino in Melbourne ist ein unglaublich großer Komplex, der neben dem riesigen Casino auch eine Shoppingmall, zahlreiche Restaurants und ein großes Hotel beinhaltet.
Wir wurden auch zugleich freundlich empfangen und sind jetzt offizielle Mitglieder im Crown Casino mit offizieller Mitgliedskarte.
Als Wilkommensgeschenk hat jeder von uns 5$ zum verzocken bekommen, die wir uns aber aufgrund mangelnder Kenntnisse über jegliche Spiele erstmal aufbewahrten. Das Negative dort war, dass wir einerseits 3$ an den Automaten verspielten und viel zu lange dort waren.
Die Victorian Markets sind eine kulinarische Oase. Schon seit vielen Jahren finden hier Genießer von Käse, Fleisch, Obst, Gemüse und Feinkostspezialitäten immer einen Leckerbissen. Wir waren auch in siebten Himmel, wurden aber schnell von den enormen Preisen wieder zurück geholt. Immerhin durften wir mit allen anderen Sinnen genießen. Joni konnte letztlich auch doch nicht der Versuchung eines Böreks widerstehen. Besonderer oft musste ich auch an meine Mutter denken, die mit Sicherheit den halben Markt leer gekauft hätte, so gut wie ihr normalerweise solche Dinge als Geschenke für andere gefallen :)
Später stand also unser klassisches Nachmittagsprogramm wieder an: Farmer, Working Hostels und Jobagenturen suchen und anrufen. Dies kann ganz schön deprimierend sein, wenn nach 20 Telefonaten nicht einmal die Hoffnung auf einen Job aufkeimt. Auf dem Weg zum Hostel haben wir uns noch die modern gestaltete Uferpromenade entlang des Yarra Rivers angesehen. Dennoch gibt es, was einen Unterschied zu Sydney ausmacht, zahlreiche schöne alte Gebäude, die immer wieder unmittelbar neben den riesigen Wolkenkratzern stehen.
In Melbourne gibt es einen Shuttle Bus für Touristen, der kostenlos einige Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den botanischen Garten oder das Cricket Stadion anfährt und man dazu Audiokommentare, die Informationen vermitteln, bekommt. Natürlich nutzten wir dieses tolle Angebot und saßen am Samstag erstmal 2 Stunden im Bus und ließen uns durch die Gegend fahren. Mittags und am Abend mussten/waren wir wieder mal am Square. Am Sonntag war Chinese New Year, deswegen gab es am Samstag Abend sogar noch ein kleines Feuerwerk und es war viel los auf den Straßen. Weniger erfreulich war der kurze Wetterumschwung. Die Abende davor war es sowieso schon immer sehr frisch, aber dann kam auch noch Regen dazu. Obwohl wir eigentlich schon gar nicht mehr wissen was das ist...
Der gestrige Sonntag war anfangs von Langeweile und Verzweiflung zwecks der schlechten Jobaussichten geprägt, bekam aber eine umso erfreulichere Wende. Nachdem wir die letzten Tage wirklich intensiv damit verbracht hatten etwas zum Arbeiten zu finden, hatten wir uns schon aufgegeben und geplant, erstmal wieder zu reisen und dann nochmal nach Arbeit zu suchen. Sonst hätten wir noch mehr Zeit, die dann letztlich ungenutzt ist, damit verbracht etwas zu finden.
Aber es gibt ja Facebook, darüber stand ich in Kontakt mit einem anderen Backpacker, der uns gesagt hat, dass die Farm, wo er gerade ist noch nach Leuten sucht. Hoffen wir, dass das immer noch so ist.
Aus Verzweiflung sind wir mittags in ein Museum gegangen, von den wir nicht so genau wissen was ausgestellt wurde. Es gab immerhin ein paar Gemälde, die durchaus gefielen.
Anschließend wussten wir wieder nicht, was wir machen sollten. Wir kannten die Innenstadt und hatten kein Bahnticket, um wo anders hin zu fahren. Doch genau da begann der Erfolg des Tages, da ich für uns Kindertickets zum halben Preis erstehen konnte. Mit ihnen fuhren wir dann nach St. Kilda, laut Hans-Ulrich das Manly Melbourns. In St. Kilda war in dieser Woche das St. Kilda Festival. Es spielten zahlreiche Bands auf verschiedenen Bühnen, es gab unendlich viele Essensstände und Verlaufsstände, Fahrgeschäfte waren aufgebaut und Menschen soweit das Auge reicht.
Nachdem wir uns durch die Menschenmengen zum Strand vorgekämpft hatten, besichtigten wir erst diesen und genossen es, nicht von so vielen Menschen umringt zu sein. Das wird allerdings schnell langweilig, deswegen zurück zum Festival. Hier gab es Wassermelone umsonst. Der Verein, Bund, Religion (Wir wissen nicht was es ist) "Hare Krishna" verteilte sie an die Besucher. Wenn es was umsonst gibt, muss das natürlich ausgenutzt werden. Wir kamen beiden auf locker 20 Stücke Wassermelone. Selbige Leute hatten auch einen Stand, an dem sie vegetarisches und veganes Essen verkauften. Um sein Essen zu bekommen, musste man seine Rechnung zeigen. Wir Füchse hatten natürlich direkt die geniale Idee: Meisterdieb Joni holt sich eine Serviette vom Tresen und nimmt dabei unbemerkt eine liegengebliebene Rechnung mit. Mein Part war es mich unauffällig unter die zahlende Kundschaft zu schleichen und das Essen zu holen.
Ja, es hat geklappt, wir haben drei (!!!) Teller von dem unbeschreiblich leckeren Essen bekommen. Man muss bedenken, dass ein Teller 10$ gekostet hätte. Es gab Reis mit vegetarischen Curry, irgendwelche veganen, frittierten Teigbällchen und eine süße Grießpaste mit Feigen drin. Köstlich ! Mit vollen Magen ging es weiter übers Festival und zum nächsten Stand, an dem man umsonst Eistee bekam. Spätestens jetzt konnte unsere Euphorie keiner mehr bremsen, außer der Magen, der so voll war, dass ich nicht mehr gerade laufen konnte. Nachdem wir noch ein wenig über das Gelände geschlendert sind, ging es zurück ins CBD, da wir noch keine Unterkunft hatten und befürchteten unter der Brücke schlafen zu müssen. Glücklicherweise hatte aber unsere bisherige Unterkunft wieder was frei und wir bekamen doch noch ein Zimmer. Achja, die Nacht davor haben wir in einem 10er Zimmer verbracht. Wir hatten zwar schlimmste Befürchtungen, dass es laut wird, weil es ja Samstag Nacht war, aber scheinbar waren wir mit weniger Feierwütigen im Zimmer. Wir waren die letzten, die ins Bett sind. Irritierend war, dass eine Mädchen, als einzige mit neun Kerlen im Zimmer geschlafen hat. Weniger erfreulich an ihr war, dass sie ihre Sachen über meine und anderen ausbreitete und am Morgen einfach stundenlange in ihren Sachen wühlte. Frauen gehören in diesem Fall in Frauenzimmer!
Gestern Abend mussten wir dann noch, mit dem Wissen, dass wir heute die Stadt verlassen, unseren 5$ Voucher im Casino einlösen. Das tolle daran war es, endlich sagen zu können, dass wir im Casino Roulette gespielt haben und es wirklich Spaß gemacht hat. Weniger gut war unser Gewinn, da wir unsere kompletten 10$ leider verloren. Der Traum, über Nacht zum Millionär zu werden, war also recht schnell beendet. But I'm addicted to the game! In Sydney soll es ein Casino geben, wo man 50$ umsonst bekommt.
Im Moment kehren wir, wie gesagt, Melbourne den Rücken zu und fahren ins Nichts. Ich melde mich wieder, wenn es etwas neues gibt! Bis dann.
In den letzten Tagen haben wir immer mehr gefallen an Melbourne gefunden, trotz der teuren Übernachtungspreise.
Am Donnerstag wurden wir erstmal aus unserem Zimmer geschmissen. Um kurz vor zehn stand der Hostelbesitzer im Zimmer und verscheuchte uns aus seiner Unterkunft. Danach gingen auch die Wege von Richard und uns auseinander. Er wollte nach Apollo Bay fahren, wir mussten uns eine neue Unterkunft suchen. Wir waren mal wieder "Obdachlos". Leider ist in Melbourne dieser Tage deutlich mehr los als in Cairns und so mussten wir in ein zweier Zimmer ins YHA (Jugendherberge) für stolze 36$ pP.
Am Mittag haben wir uns noch ein paar Ecken angesehen, die wir noch nicht kannten. Unter anderem den Federation Square, der zentrale Treffpunkt, den wir komischerweise am Vortag übersehen hatten. Dort ist auch das Acmi, ein Mediencenter. Hier gibt es eine kostenlose Ausstellung über Tv, Internet und Computer und deren Entwicklung. Außerdem kann man dort umsonst PES, Mario Kart etc. spielen und es gibt Free Wifi.
Vom Federation Square gibt es verschiedene Spaziergänge, mit welchen man die Stadt erkunden kann. Wir hatten uns für einen entschieden, der durch die teuren Einkaufsstraßen führt. Natürlich ließen wir uns auch die Gelegenheit nicht nehmen, eines der nobleren Hotels von innen zu betrachten und im 35 Stockwerk mit Panoramablick über die ganze Stadt unser "Wasser abzuschlagen", um es mal in Kleists Worten zu sagen.
Den Rest des Tages haben wir dann am Federation Square verbracht, um im Internet an Telefonnummern und Kontakte zu kommen, um Arbeit zu finden.
Den darauffolgenden Vormittag bzw. Mittag verbrachten wir, nachdem wir mal wieder umgezogen sind ( Diesmal ein 4er Zimmer) im Casino und auf den Victorian Markets.
Das Crown Casino in Melbourne ist ein unglaublich großer Komplex, der neben dem riesigen Casino auch eine Shoppingmall, zahlreiche Restaurants und ein großes Hotel beinhaltet.
Wir wurden auch zugleich freundlich empfangen und sind jetzt offizielle Mitglieder im Crown Casino mit offizieller Mitgliedskarte.
Als Wilkommensgeschenk hat jeder von uns 5$ zum verzocken bekommen, die wir uns aber aufgrund mangelnder Kenntnisse über jegliche Spiele erstmal aufbewahrten. Das Negative dort war, dass wir einerseits 3$ an den Automaten verspielten und viel zu lange dort waren.
Die Victorian Markets sind eine kulinarische Oase. Schon seit vielen Jahren finden hier Genießer von Käse, Fleisch, Obst, Gemüse und Feinkostspezialitäten immer einen Leckerbissen. Wir waren auch in siebten Himmel, wurden aber schnell von den enormen Preisen wieder zurück geholt. Immerhin durften wir mit allen anderen Sinnen genießen. Joni konnte letztlich auch doch nicht der Versuchung eines Böreks widerstehen. Besonderer oft musste ich auch an meine Mutter denken, die mit Sicherheit den halben Markt leer gekauft hätte, so gut wie ihr normalerweise solche Dinge als Geschenke für andere gefallen :)
Später stand also unser klassisches Nachmittagsprogramm wieder an: Farmer, Working Hostels und Jobagenturen suchen und anrufen. Dies kann ganz schön deprimierend sein, wenn nach 20 Telefonaten nicht einmal die Hoffnung auf einen Job aufkeimt. Auf dem Weg zum Hostel haben wir uns noch die modern gestaltete Uferpromenade entlang des Yarra Rivers angesehen. Dennoch gibt es, was einen Unterschied zu Sydney ausmacht, zahlreiche schöne alte Gebäude, die immer wieder unmittelbar neben den riesigen Wolkenkratzern stehen.
In Melbourne gibt es einen Shuttle Bus für Touristen, der kostenlos einige Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den botanischen Garten oder das Cricket Stadion anfährt und man dazu Audiokommentare, die Informationen vermitteln, bekommt. Natürlich nutzten wir dieses tolle Angebot und saßen am Samstag erstmal 2 Stunden im Bus und ließen uns durch die Gegend fahren. Mittags und am Abend mussten/waren wir wieder mal am Square. Am Sonntag war Chinese New Year, deswegen gab es am Samstag Abend sogar noch ein kleines Feuerwerk und es war viel los auf den Straßen. Weniger erfreulich war der kurze Wetterumschwung. Die Abende davor war es sowieso schon immer sehr frisch, aber dann kam auch noch Regen dazu. Obwohl wir eigentlich schon gar nicht mehr wissen was das ist...
Der gestrige Sonntag war anfangs von Langeweile und Verzweiflung zwecks der schlechten Jobaussichten geprägt, bekam aber eine umso erfreulichere Wende. Nachdem wir die letzten Tage wirklich intensiv damit verbracht hatten etwas zum Arbeiten zu finden, hatten wir uns schon aufgegeben und geplant, erstmal wieder zu reisen und dann nochmal nach Arbeit zu suchen. Sonst hätten wir noch mehr Zeit, die dann letztlich ungenutzt ist, damit verbracht etwas zu finden.
Aber es gibt ja Facebook, darüber stand ich in Kontakt mit einem anderen Backpacker, der uns gesagt hat, dass die Farm, wo er gerade ist noch nach Leuten sucht. Hoffen wir, dass das immer noch so ist.
Aus Verzweiflung sind wir mittags in ein Museum gegangen, von den wir nicht so genau wissen was ausgestellt wurde. Es gab immerhin ein paar Gemälde, die durchaus gefielen.
Anschließend wussten wir wieder nicht, was wir machen sollten. Wir kannten die Innenstadt und hatten kein Bahnticket, um wo anders hin zu fahren. Doch genau da begann der Erfolg des Tages, da ich für uns Kindertickets zum halben Preis erstehen konnte. Mit ihnen fuhren wir dann nach St. Kilda, laut Hans-Ulrich das Manly Melbourns. In St. Kilda war in dieser Woche das St. Kilda Festival. Es spielten zahlreiche Bands auf verschiedenen Bühnen, es gab unendlich viele Essensstände und Verlaufsstände, Fahrgeschäfte waren aufgebaut und Menschen soweit das Auge reicht.
Nachdem wir uns durch die Menschenmengen zum Strand vorgekämpft hatten, besichtigten wir erst diesen und genossen es, nicht von so vielen Menschen umringt zu sein. Das wird allerdings schnell langweilig, deswegen zurück zum Festival. Hier gab es Wassermelone umsonst. Der Verein, Bund, Religion (Wir wissen nicht was es ist) "Hare Krishna" verteilte sie an die Besucher. Wenn es was umsonst gibt, muss das natürlich ausgenutzt werden. Wir kamen beiden auf locker 20 Stücke Wassermelone. Selbige Leute hatten auch einen Stand, an dem sie vegetarisches und veganes Essen verkauften. Um sein Essen zu bekommen, musste man seine Rechnung zeigen. Wir Füchse hatten natürlich direkt die geniale Idee: Meisterdieb Joni holt sich eine Serviette vom Tresen und nimmt dabei unbemerkt eine liegengebliebene Rechnung mit. Mein Part war es mich unauffällig unter die zahlende Kundschaft zu schleichen und das Essen zu holen.
Ja, es hat geklappt, wir haben drei (!!!) Teller von dem unbeschreiblich leckeren Essen bekommen. Man muss bedenken, dass ein Teller 10$ gekostet hätte. Es gab Reis mit vegetarischen Curry, irgendwelche veganen, frittierten Teigbällchen und eine süße Grießpaste mit Feigen drin. Köstlich ! Mit vollen Magen ging es weiter übers Festival und zum nächsten Stand, an dem man umsonst Eistee bekam. Spätestens jetzt konnte unsere Euphorie keiner mehr bremsen, außer der Magen, der so voll war, dass ich nicht mehr gerade laufen konnte. Nachdem wir noch ein wenig über das Gelände geschlendert sind, ging es zurück ins CBD, da wir noch keine Unterkunft hatten und befürchteten unter der Brücke schlafen zu müssen. Glücklicherweise hatte aber unsere bisherige Unterkunft wieder was frei und wir bekamen doch noch ein Zimmer. Achja, die Nacht davor haben wir in einem 10er Zimmer verbracht. Wir hatten zwar schlimmste Befürchtungen, dass es laut wird, weil es ja Samstag Nacht war, aber scheinbar waren wir mit weniger Feierwütigen im Zimmer. Wir waren die letzten, die ins Bett sind. Irritierend war, dass eine Mädchen, als einzige mit neun Kerlen im Zimmer geschlafen hat. Weniger erfreulich an ihr war, dass sie ihre Sachen über meine und anderen ausbreitete und am Morgen einfach stundenlange in ihren Sachen wühlte. Frauen gehören in diesem Fall in Frauenzimmer!
Gestern Abend mussten wir dann noch, mit dem Wissen, dass wir heute die Stadt verlassen, unseren 5$ Voucher im Casino einlösen. Das tolle daran war es, endlich sagen zu können, dass wir im Casino Roulette gespielt haben und es wirklich Spaß gemacht hat. Weniger gut war unser Gewinn, da wir unsere kompletten 10$ leider verloren. Der Traum, über Nacht zum Millionär zu werden, war also recht schnell beendet. But I'm addicted to the game! In Sydney soll es ein Casino geben, wo man 50$ umsonst bekommt.
Im Moment kehren wir, wie gesagt, Melbourne den Rücken zu und fahren ins Nichts. Ich melde mich wieder, wenn es etwas neues gibt! Bis dann.
Mittwoch, 6. Februar 2013
Von Verabschiedungen 2 und Terroristen - Melbourne
Nach ein paar mehr oder weniger aufregenden Tagen melde ich mich wieder. Aus Melbourne!
Die letzten Tage haben wir intensiv damit verbracht, herauszufinden welcher Weg für uns im Moment der beste ist.
Am Sonntag haben wir es erstmal genossen alle ein eigenes Bett zu haben und keinen Wecker, der klingelt, weil man zum Reef aufs Boot muss. So wurde es auch elf oder zwölf bis alle wach, gefrühstückt und fertig waren. Die Mädels sind anschließend auf Shopping-Tour gegangen und nochmal zur Campervermietung, weil sie ihr Shampoo im Camper vergessen hatten. Leider war Sonntag und der Weg war umsonst, da die Vermietung geschlossen hatte. Haha. Wir saßen solange in den verschiedenen Backpackerläden ( TravelBugs, BWS), da man dort umsonst ins Internet kann. Wir haben uns nach Flügen zu allen möglichen Destinationen, Autos an allen möglichen Orten und Jobs in allen möglichen Gegenden erkundigt. Der Erfolg hielt sich in grenzen, aber immerhin konnten wir uns am Nachmittag noch ein Auto ansehen. Die beiden Mädels, welchen das Auto gehörte waren uns von Anfang an unsympathisch und da wir beide wenig Ahnung von Autos haben und eigentlich darauf gehofft hatten, dass Karsten mit uns kommt, dieser aber in irgendeinem Kasino den Tag über verschollen war, war es ein sehr kurzer Besichtigungstermin.
Am Abend waren alle vier zu faul zum Kochen und so sind wir zur Feier des Abschiedes nochmal zusammen Essen gegangen. Die Pizza war okay, ich habe aber schon deutlich bessere gegessen. Umso schöner war es zu sehen wie sich Joni über seine Fish and Chips freute. Vor dem Schlafengehen wurden noch alle unsere restlichen Lebensmittel aufgeteilt, was sich als echte Bestandsprobe gegenüber den Mädels rausstellte, aber wir haben das souverän gelöst.
Am nächsten Morgen ging der Flug von Lucie und Natalie um sieben Uhr nach Adelaide. Der zuvorkommende Rezeptionist hat den beiden auf Halb sechs ein Taxi geordert. Nett wie wir sind, haben wir uns natürlich aus dem Bett gequält, um den beiden "Tschüs" zu sagen. Es ist schon verrückt, dass haben wir vier auch schon am Abend zuvor festgestellt, wie gut wir uns am Ende unserer gemeinsamen Zeit verstehen und wie gut wir befreundet sind, im Anbetracht dessen, dass wir uns erst vor einem Monat, an Neujahr, kennengelernt haben. Um es mit anderen Worten wiederzugeben: " That's Australia, man!"
Es war eine schöne Zeit mit euch, trotzdem freuen wir uns jetzt auf eigene Faust loszuziehen. Wir werden euch nicht vermissen! Außer vielleicht, dass wir niemanden mehr zum Beleidigen haben! ;)
Also waren wir nach zwei Monaten quasi zum ersten mal wirklich zu zweit "unterwegs" und es fühlte sich gut an, da wir direkt unser 4er Zimmer für uns alleine behalten dürften. Welch ein Luxus und das für 19$ pro Nacht!
Montag Vormittag sind wir dann wieder ins Netz gegangen, haben uns nochmal mit den Mädels vom Vortag verabredet und sind auf einen weiteren Wagen aufmerksam geworden.
Am Mittag haben wir uns eine Erfrischung in der Lagune gegönnt. Die Lagunen sind ein künstlich angelegter Schwimmbereich direkt am Meer und der, direkt am Meer liegenden Esplanade. Hier gibt es zwischen Restaurants und Cafés, Touristen Läden und Hostels. Cairns hat mir, entgegen meiner Erwartungen, sehr gut gefallen. Ich dachte es tummeln sich hier Unmengen von Backpackern. Dem war zum Glück nicht so, da dort Nebensaison ist und so waren wir im Hostel ungestört und auf den Straßen war auch nie viel los.
Nachmittags waren wir mit den zwei Mädels des anderen Autos verabredet und nochmals mit denen vom Vortag. Dieses mal hatten wir Karsten an unserer Seite und so konnte er die Autos abchecken und wir lernten zumindest teilweise, wie man ein Auto ungefähr inspizieren sollte, bevor man es kauft. Profil, Öl, Motorgeräusche und Bremsverhalten sind nur einige Punkte, bei denen wir dazu lernten. Besonderst das Auto von den Mädels, die wir vorher noch nicht gesehen hatten, war in sehr guten Zustand und eigentlich seinen stolzen Preis von 3500$ Wert, der aber unser Budget maßlos überspannte. Also eine Nacht drüber schlafen und am nächsten Tag entscheiden. Karsten erzählte uns viel aus seinem Leben, dass er aus Hamburg kommt, früher Volleyball in der Hamburg-Auswahl spielte, über seine Probleme mit der Ausbildung und wie er nach Australien kam. Eine interessante Geschichte, die aus Gründen der Privatsphäre hier nicht niedergeschrieben wird.
Am nächsten Morgen standen Entscheidungen an. Wir waren uns beide im klaren, dass wir das Auto für diesen Preis nicht nehmen und am Abend nach Melbourne fliegen. So, Entscheidung war gefallen, den Mädels Bescheid gegeben, die Wäsche waschen und den Flug buchen. Zumindest fast. Joni bekam seine Mail mit dem Flugticket auch nach einer Stunde nicht. Nach einem mehr oder weniger, sagen wir weniger erfolgreichen Gespräch mit einer der Sprache nicht wirklich mächtigen Philippinerin aus dem Callcenter sollte die Mail eigentlich ankommen. Falsch gedacht, Nervosität macht sich breit, ein bisschen zumindest. Ein weiteres Telefonat folgt. Joni folgt der Taktik eine andere Emailadresse anzugeben und siehe da, es klappt, wir können doch fliegen :)
Nachdem alles abgeklärt war, machten wir uns daran unser Mittagessen zu zaubern. Die restlichen Toastscheiben auf den Grill knusprig zu "toasten", da wir keine Aufstrich mehr hatten. Lecker!
Während unseres "BBQ" bekommen wir eine SMS, dass wir den Wagen für 3000$ haben könnten. Auch das ist uns zuviel, außerdem war der Flug gebucht. Zum Spaß haben wir ihnen geantwortet, dass wir ihn erst für 2500$ nehmen. Wenige Minuten später ein okay! Nach einem kurzen Treffen stellte sich heraus, dass sie "nur" von 3000$ redeten, selbst das ist ein super Angebot, dass wir nicht annehmen.
Anschließend mussten wir unser Gepäck im Hostel abholen, da wir rechtzeitig Richtung Flughafen aufbrechen wollten, um die 22$ fürs Taxi zu sparen und zu trampen. Gesagt getan, nach kurzen aber anstrengenden Fußweg zum Highway hieß es Daumen raus und warten und immer schon Lächeln :).
Die Minuten vergehen, Tausende, unendlich große Jeeps mit nur einer Person am Steuer heizten vorbei. Nach 20 Minuten: Einer dieser Jeeps hält an. Steve lebt in Cairns, total sympathisch, müsste vom Körperbau und auf Grund des Footballs in seinem Auto Footballer sein und ungefähr Ende Zwanzig.
Gepäck ins Auto, Joni zwischen es, da es keine Rücksitze gab, ich auf den Beifahrersitz. Auf dem Weg zeigt er uns noch die Stelle, wo er und seine Freundin das letzte mal auf dem Weg zum Flughafen ihre Bong aus dem Fenster geworfen hatten. Nach kurzweiliger und sehr amüsanter Fahrt standen wir mitsamt unserem Gepäck vor dem Flughafen, umsonst!
Das nächste Highlight beim Sicherheitscheck: Joni wird von einer Dame nach der Standardkontrolle rausgezogen. Stichproben Untersuchung, ob er Spuren von Sprengstoff mit sich trägt. Wer hätte gedacht, dass unser Joni als potenzieller Terrorist gehandelt wird! Vorstellen kann man es sich, solche aussagen wie er manchmal macht :). Natürlich findet sie an ihm und in seiner Tasche nichts und wir dürfen uns die restliche Zeit bis zum Boarding rumschlagen.
Der Flug war die Katastrophe! Zwar hatten wir beim Start nochmal einen tollen Blick auf Cairns und die Umgebung und dazu ein tolles Sonnenlicht, doch spätestens dann fing der Horror an. Er trägt einen Namen, den wir nicht kennen, ist ca. 3-4 Jahre alt und schreit ohne Ende und in fürchterlicher Tonlage, obwohl ca. 98% der Passagiere schlafen möchte. Und die Mutter? Unternimmt nicht viel, gibt irgendwann auf und lässt sie/ihn brüllen. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich mein Kind erst mit in ein Flugzeug nehmen werde, wenn ich es unter Kontrolle habe.
An der Gepäckausgabe der nächste unverhoffte Zufall. Ein Mann, den wir mit Karsten im Hostel kennengelernt hatten und von dem wir uns vor ein paar Stunden verabschiedet hatten, stand plötzlich wieder neben uns, in Melbourne. Richard, 44, kommt aus Amsterdam und ist im Moment ein Jahr lang auf Weltreise unterwegs.
Mit ihn zusammen haben wir eine verrückt, fürchterliche Nacht am Flughafen verbracht. Es war Hell, wir lagen auf harten Teppich und genau unter der Klimaanlage, die voll aufgedreht war. Halb erfroren sind wir morgens, nachdem wir zwischendurch schon hundertmal wach waren, aufgestanden und haben uns via Bus auf den Weg nach Melbourne CBD gemacht.
Der Bus hatte sogar den Service, dass er einen direkt zum Hostel bringt, wenn man sagt in welches man geht. Zum Glück kannte Richard sich aus und wir fuhren direkt uns Global Backpackers. Laut einer Empfehlung von ihm soll es sauber, ordentlich und renoviert sein. Naja die Küche ist total verdreckt, jegliches Geschirr liegt rum und eine der zwei Duschen auf unserem Stock ist "Out of Order". Immerhin kamen wir zu dritt in einem 4er Zimmer unter. Mit uns im Zimmer ist noch René. Er ist ungefähr so alt wie wir und hat den unglaublichen Vorteil schon eine abgeschlossene Ausbildung als Koch zu haben. Dadurch bekam er sowohl in Sydney als auch in Melbourne nach ein paar Versuchen einen gut bezahlten Job.
Obwohl wir total Platt von der Nacht waren, sind wir noch einmal durch die Stadt von Melbourne gezogen. Einmal durch die Innenstadt, zur Flindersstation, einem der älteren und damit seltenen Gebäude und über die Southbank in den Olympia Park, wo vor zwei Wochen noch die Australia Open waren und wir uns ärgerten nicht zeitiger dort gewesen zu sein. Von dort aus ging es durch die Royal Botanic Gardens zu einem Denkmal für die Soldaten des zweiten Weltkriegs. Es ist schon verrückt, was für einen riesigen Tempel sie dort hin bauen, obwohl die Australier nicht wirklich viel mit dem zweiten Weltkrieg zu tun hatten. Zwar nicht nichts, aber sie waren nicht Hauptbeteiligte. Es hat den Anschein, dass jeder gefallene Soldat in Australien sein eigenes Denkmal hat, so viele wie hier stehen.
Nach ewigen Weg, wir verbannten beide unter der heißen Sonne, kamen wir in Dockland an. Diese Gegend erinnert an die neue HafenCity von Hamburg. Hier ist nichts los und man ist gerade dabei mit einem Bauprojekt die Gegend moderner zu gestalten und wieder zum Leben erwecken. Bisher gelingt das nicht.
Was hier unten auffällt sind die unglaublich billigen Benzinpreise. Das billigste, was wir heute gesehen haben, waren 1,28$! Das sind umgerechnet ca. 97 Cent!!!
Im Hostel duschten wir uns anschließen noch schnell, da wir mit Claudia zum Abendessen verabredet waren. Sie schlägt sich momentan, ähnlich wie Hans-Ulrich in Brisbane nur hier in Melbourne, mit einem Projekt rum. Wir entschieden uns für Burger und es war definitiv nicht die falsche Wahl. Für mich gab es einen richtig leckeren Veggie-Burger. Danach zeigte sie uns noch ein paar zentrale Stellen hier und wir gingen noch zu Max Brenners Chocolate, wo es alle möglichen sensationellen Sachen rund um Schokolade gibt. Nach einem gemütlichen Schoko-Frappé verabschiedeten wir uns, sie ging ins Hotel, wir uns Hostel.
Gute Nacht!
Die letzten Tage haben wir intensiv damit verbracht, herauszufinden welcher Weg für uns im Moment der beste ist.
Am Sonntag haben wir es erstmal genossen alle ein eigenes Bett zu haben und keinen Wecker, der klingelt, weil man zum Reef aufs Boot muss. So wurde es auch elf oder zwölf bis alle wach, gefrühstückt und fertig waren. Die Mädels sind anschließend auf Shopping-Tour gegangen und nochmal zur Campervermietung, weil sie ihr Shampoo im Camper vergessen hatten. Leider war Sonntag und der Weg war umsonst, da die Vermietung geschlossen hatte. Haha. Wir saßen solange in den verschiedenen Backpackerläden ( TravelBugs, BWS), da man dort umsonst ins Internet kann. Wir haben uns nach Flügen zu allen möglichen Destinationen, Autos an allen möglichen Orten und Jobs in allen möglichen Gegenden erkundigt. Der Erfolg hielt sich in grenzen, aber immerhin konnten wir uns am Nachmittag noch ein Auto ansehen. Die beiden Mädels, welchen das Auto gehörte waren uns von Anfang an unsympathisch und da wir beide wenig Ahnung von Autos haben und eigentlich darauf gehofft hatten, dass Karsten mit uns kommt, dieser aber in irgendeinem Kasino den Tag über verschollen war, war es ein sehr kurzer Besichtigungstermin.
Am Abend waren alle vier zu faul zum Kochen und so sind wir zur Feier des Abschiedes nochmal zusammen Essen gegangen. Die Pizza war okay, ich habe aber schon deutlich bessere gegessen. Umso schöner war es zu sehen wie sich Joni über seine Fish and Chips freute. Vor dem Schlafengehen wurden noch alle unsere restlichen Lebensmittel aufgeteilt, was sich als echte Bestandsprobe gegenüber den Mädels rausstellte, aber wir haben das souverän gelöst.
Am nächsten Morgen ging der Flug von Lucie und Natalie um sieben Uhr nach Adelaide. Der zuvorkommende Rezeptionist hat den beiden auf Halb sechs ein Taxi geordert. Nett wie wir sind, haben wir uns natürlich aus dem Bett gequält, um den beiden "Tschüs" zu sagen. Es ist schon verrückt, dass haben wir vier auch schon am Abend zuvor festgestellt, wie gut wir uns am Ende unserer gemeinsamen Zeit verstehen und wie gut wir befreundet sind, im Anbetracht dessen, dass wir uns erst vor einem Monat, an Neujahr, kennengelernt haben. Um es mit anderen Worten wiederzugeben: " That's Australia, man!"
Es war eine schöne Zeit mit euch, trotzdem freuen wir uns jetzt auf eigene Faust loszuziehen. Wir werden euch nicht vermissen! Außer vielleicht, dass wir niemanden mehr zum Beleidigen haben! ;)
Also waren wir nach zwei Monaten quasi zum ersten mal wirklich zu zweit "unterwegs" und es fühlte sich gut an, da wir direkt unser 4er Zimmer für uns alleine behalten dürften. Welch ein Luxus und das für 19$ pro Nacht!
Montag Vormittag sind wir dann wieder ins Netz gegangen, haben uns nochmal mit den Mädels vom Vortag verabredet und sind auf einen weiteren Wagen aufmerksam geworden.
Am Mittag haben wir uns eine Erfrischung in der Lagune gegönnt. Die Lagunen sind ein künstlich angelegter Schwimmbereich direkt am Meer und der, direkt am Meer liegenden Esplanade. Hier gibt es zwischen Restaurants und Cafés, Touristen Läden und Hostels. Cairns hat mir, entgegen meiner Erwartungen, sehr gut gefallen. Ich dachte es tummeln sich hier Unmengen von Backpackern. Dem war zum Glück nicht so, da dort Nebensaison ist und so waren wir im Hostel ungestört und auf den Straßen war auch nie viel los.
Nachmittags waren wir mit den zwei Mädels des anderen Autos verabredet und nochmals mit denen vom Vortag. Dieses mal hatten wir Karsten an unserer Seite und so konnte er die Autos abchecken und wir lernten zumindest teilweise, wie man ein Auto ungefähr inspizieren sollte, bevor man es kauft. Profil, Öl, Motorgeräusche und Bremsverhalten sind nur einige Punkte, bei denen wir dazu lernten. Besonderst das Auto von den Mädels, die wir vorher noch nicht gesehen hatten, war in sehr guten Zustand und eigentlich seinen stolzen Preis von 3500$ Wert, der aber unser Budget maßlos überspannte. Also eine Nacht drüber schlafen und am nächsten Tag entscheiden. Karsten erzählte uns viel aus seinem Leben, dass er aus Hamburg kommt, früher Volleyball in der Hamburg-Auswahl spielte, über seine Probleme mit der Ausbildung und wie er nach Australien kam. Eine interessante Geschichte, die aus Gründen der Privatsphäre hier nicht niedergeschrieben wird.
Am nächsten Morgen standen Entscheidungen an. Wir waren uns beide im klaren, dass wir das Auto für diesen Preis nicht nehmen und am Abend nach Melbourne fliegen. So, Entscheidung war gefallen, den Mädels Bescheid gegeben, die Wäsche waschen und den Flug buchen. Zumindest fast. Joni bekam seine Mail mit dem Flugticket auch nach einer Stunde nicht. Nach einem mehr oder weniger, sagen wir weniger erfolgreichen Gespräch mit einer der Sprache nicht wirklich mächtigen Philippinerin aus dem Callcenter sollte die Mail eigentlich ankommen. Falsch gedacht, Nervosität macht sich breit, ein bisschen zumindest. Ein weiteres Telefonat folgt. Joni folgt der Taktik eine andere Emailadresse anzugeben und siehe da, es klappt, wir können doch fliegen :)
Nachdem alles abgeklärt war, machten wir uns daran unser Mittagessen zu zaubern. Die restlichen Toastscheiben auf den Grill knusprig zu "toasten", da wir keine Aufstrich mehr hatten. Lecker!
Während unseres "BBQ" bekommen wir eine SMS, dass wir den Wagen für 3000$ haben könnten. Auch das ist uns zuviel, außerdem war der Flug gebucht. Zum Spaß haben wir ihnen geantwortet, dass wir ihn erst für 2500$ nehmen. Wenige Minuten später ein okay! Nach einem kurzen Treffen stellte sich heraus, dass sie "nur" von 3000$ redeten, selbst das ist ein super Angebot, dass wir nicht annehmen.
Anschließend mussten wir unser Gepäck im Hostel abholen, da wir rechtzeitig Richtung Flughafen aufbrechen wollten, um die 22$ fürs Taxi zu sparen und zu trampen. Gesagt getan, nach kurzen aber anstrengenden Fußweg zum Highway hieß es Daumen raus und warten und immer schon Lächeln :).
Die Minuten vergehen, Tausende, unendlich große Jeeps mit nur einer Person am Steuer heizten vorbei. Nach 20 Minuten: Einer dieser Jeeps hält an. Steve lebt in Cairns, total sympathisch, müsste vom Körperbau und auf Grund des Footballs in seinem Auto Footballer sein und ungefähr Ende Zwanzig.
Gepäck ins Auto, Joni zwischen es, da es keine Rücksitze gab, ich auf den Beifahrersitz. Auf dem Weg zeigt er uns noch die Stelle, wo er und seine Freundin das letzte mal auf dem Weg zum Flughafen ihre Bong aus dem Fenster geworfen hatten. Nach kurzweiliger und sehr amüsanter Fahrt standen wir mitsamt unserem Gepäck vor dem Flughafen, umsonst!
Das nächste Highlight beim Sicherheitscheck: Joni wird von einer Dame nach der Standardkontrolle rausgezogen. Stichproben Untersuchung, ob er Spuren von Sprengstoff mit sich trägt. Wer hätte gedacht, dass unser Joni als potenzieller Terrorist gehandelt wird! Vorstellen kann man es sich, solche aussagen wie er manchmal macht :). Natürlich findet sie an ihm und in seiner Tasche nichts und wir dürfen uns die restliche Zeit bis zum Boarding rumschlagen.
Der Flug war die Katastrophe! Zwar hatten wir beim Start nochmal einen tollen Blick auf Cairns und die Umgebung und dazu ein tolles Sonnenlicht, doch spätestens dann fing der Horror an. Er trägt einen Namen, den wir nicht kennen, ist ca. 3-4 Jahre alt und schreit ohne Ende und in fürchterlicher Tonlage, obwohl ca. 98% der Passagiere schlafen möchte. Und die Mutter? Unternimmt nicht viel, gibt irgendwann auf und lässt sie/ihn brüllen. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich mein Kind erst mit in ein Flugzeug nehmen werde, wenn ich es unter Kontrolle habe.
An der Gepäckausgabe der nächste unverhoffte Zufall. Ein Mann, den wir mit Karsten im Hostel kennengelernt hatten und von dem wir uns vor ein paar Stunden verabschiedet hatten, stand plötzlich wieder neben uns, in Melbourne. Richard, 44, kommt aus Amsterdam und ist im Moment ein Jahr lang auf Weltreise unterwegs.
Mit ihn zusammen haben wir eine verrückt, fürchterliche Nacht am Flughafen verbracht. Es war Hell, wir lagen auf harten Teppich und genau unter der Klimaanlage, die voll aufgedreht war. Halb erfroren sind wir morgens, nachdem wir zwischendurch schon hundertmal wach waren, aufgestanden und haben uns via Bus auf den Weg nach Melbourne CBD gemacht.
Der Bus hatte sogar den Service, dass er einen direkt zum Hostel bringt, wenn man sagt in welches man geht. Zum Glück kannte Richard sich aus und wir fuhren direkt uns Global Backpackers. Laut einer Empfehlung von ihm soll es sauber, ordentlich und renoviert sein. Naja die Küche ist total verdreckt, jegliches Geschirr liegt rum und eine der zwei Duschen auf unserem Stock ist "Out of Order". Immerhin kamen wir zu dritt in einem 4er Zimmer unter. Mit uns im Zimmer ist noch René. Er ist ungefähr so alt wie wir und hat den unglaublichen Vorteil schon eine abgeschlossene Ausbildung als Koch zu haben. Dadurch bekam er sowohl in Sydney als auch in Melbourne nach ein paar Versuchen einen gut bezahlten Job.
Obwohl wir total Platt von der Nacht waren, sind wir noch einmal durch die Stadt von Melbourne gezogen. Einmal durch die Innenstadt, zur Flindersstation, einem der älteren und damit seltenen Gebäude und über die Southbank in den Olympia Park, wo vor zwei Wochen noch die Australia Open waren und wir uns ärgerten nicht zeitiger dort gewesen zu sein. Von dort aus ging es durch die Royal Botanic Gardens zu einem Denkmal für die Soldaten des zweiten Weltkriegs. Es ist schon verrückt, was für einen riesigen Tempel sie dort hin bauen, obwohl die Australier nicht wirklich viel mit dem zweiten Weltkrieg zu tun hatten. Zwar nicht nichts, aber sie waren nicht Hauptbeteiligte. Es hat den Anschein, dass jeder gefallene Soldat in Australien sein eigenes Denkmal hat, so viele wie hier stehen.
Nach ewigen Weg, wir verbannten beide unter der heißen Sonne, kamen wir in Dockland an. Diese Gegend erinnert an die neue HafenCity von Hamburg. Hier ist nichts los und man ist gerade dabei mit einem Bauprojekt die Gegend moderner zu gestalten und wieder zum Leben erwecken. Bisher gelingt das nicht.
Was hier unten auffällt sind die unglaublich billigen Benzinpreise. Das billigste, was wir heute gesehen haben, waren 1,28$! Das sind umgerechnet ca. 97 Cent!!!
Im Hostel duschten wir uns anschließen noch schnell, da wir mit Claudia zum Abendessen verabredet waren. Sie schlägt sich momentan, ähnlich wie Hans-Ulrich in Brisbane nur hier in Melbourne, mit einem Projekt rum. Wir entschieden uns für Burger und es war definitiv nicht die falsche Wahl. Für mich gab es einen richtig leckeren Veggie-Burger. Danach zeigte sie uns noch ein paar zentrale Stellen hier und wir gingen noch zu Max Brenners Chocolate, wo es alle möglichen sensationellen Sachen rund um Schokolade gibt. Nach einem gemütlichen Schoko-Frappé verabschiedeten wir uns, sie ging ins Hotel, wir uns Hostel.
Gute Nacht!
Samstag, 2. Februar 2013
Sorry
Leider hat es aufgrund in schlechtem Internet drei der letzten fünf Posts nicht hochgeladen, obwohl ich im Glauben lebte sie seien online! Jetzt sollte wieder alles auf dem aktuellsten Stand sein!
Great Barrier Reef
Das Great Barrier Reef, Weltkulturerbe, liegt vor der Küste von Queensland, wird jährlich von zahlreichen Touristen besucht und ist teilweise aufgrund von Tourismus und Seesternen, die die Korallen zerstören, kaputt. Trotzdem ist es auf einer Länge von 2000 km ein wahres Unterwasserwunderland mit dem größten Artenreichtum aller Ökosysteme der Welt. Hier leben mehr als 30 Spezies von Meeressäugern und unzählige Fisch-, Korallen-, Weichtier- und Schwammarten. Zu den beliebtesten Riffbewohnern gehört die Meeresschildkröte. Sechs der sieben (gefährdeten) Spezies leben hier und legen im Frühjahr und Sommer ihre Eier an den sandigen Stränden der Inseln.
Für uns ging es morgens um acht aufs Boot.
Bis das Schiff 30 Minuten später ablegte, gab es erstmal Schoko- und Blaubeermuffins, Foccacia und Kaffee zum Frühstück. Dann ging es los. Mit ca 40 anderen fuhren wir hinaus zum Reef. Die Fahrt war wackeliger als gedacht, so dass sogar mir, obwohl mir eigentlich nie schlecht wird, ein wenig übel wurde. Bei Lucie war es so schlimm, dass sie wenig vom Tag genießen konnte, weil die Übelkeit nicht weniger wurde. Bei mir ging es bis zum ersten Wassergang wieder. Davor haben wir noch alle Anweisungen und Sicherheitsvorschriften von José, einem kleinen und sehr ulkigen Kerl, bekommen. Dabei kam ich mir etwas verarscht vor, da er erklärte wie man Flossen und Taucherbrille anzieht. Scheinbar hatten unsere chinesischen Mitreisenden aber großes Interesse daran, dies zu lernen. Also ging es ins Wasser und der Anblick der einem Bot war ... Ernüchternd. Ich hatte mir viel mehr vorgestellt. Natürlich war es trotzdem beeindruckend, die vielen bunten und verspielten Fische, Korallen und deren Formationen zu sehen. Nach einer Stunde Schnorcheln ging es wieder aufs Boot. Bis zum nächsten Tauchplatz gab es ein Briefing, bei dem uns José über Korallen, Fische und Säuger aufklärte und Infos zum Reef und den aktuellen Tauchplatz gab. Auch hier wieder unsere Chinesen: Als das Wort Turtle fällt, verfallen sie in Euphorie und können nicht mehr aufhören rumzukreischen. So werfet sie von Bord mit einem Zentner Beton am Fuß! Spaß, aber es hat genervt. Vor dem Schnorcheln gab es noch Lunch. Ein kleines Buffet, auf dem es Reis mit vegetarischen Curry oder mit Chicken gab, Salat, Prawns, Sushi (Jonis Favorit) und jede Menge frischer Früchte ( Mein Favorit) gab. Mit vollen Magen soll man nicht ins Wasser, aber genau das taten wir. Diesmal war die Kulisse schon deutlich spektakulärer: Von Korallen übersäumte Säulen, die vom Grund bis fast unter die Meeresoberfläche ragten, darin tummelten wunderschöne Fische, unter anderem auch der Napoleon Fisch, der ungefähr einen Meter groß ist und es liebt, wenn man ihn an den Lippen streichelt. Das Highlight waren zwei Meeresschildkröten. Mit ihnen konnte man durchs Wasser gleiten und neben ihnen schwimmen. Für mich Schildkröten Fan absolut unvergesslich. Die Tiere haben einen unglaublichen Charme, wenn sie sanft durchs Meer schwimmen und immer wieder zum Luft holen an die Oberfläche kommen.
Beim letzten Tauchgang konnte man mit einer Dame aus der Crew mit schwimmen, die einem über Korallen und Fische erzählte und unter anderem eine Seegurke an die Oberfläche holte um sie anzufassen. Mir tat das arme Ding eher leid. Ganz nebenbei entdeckte Joni einen Hai, der unter uns durchs Riff schwimmte. Aber keine Angst, es war kein drei Meter Hai, sondern ein harmloser, ein Meter langer, Reef Shark, der keinen Hunger auf Mensch hat. Außerdem entdeckten wir noch einen Rochen, der gerade dabei war, sich im Sand zu verstecken. Im Korallengarten, es war wirklich fantastische, auch wenn es an vielen Stellen eher ein Korallenfriedhof war, schürfte ich mir blöderweise beim Tauchen noch den Knöchel auf. Meine größte Angst war, dass durch das Blut ein Hai angelockt wird. Das war zum Glück nicht der Fall und wir kamen alle wieder sicher aufs Boot. Auf dem Weg zurück in den Hafen gab es noch sensationellen Schokoladenkuchen und Kekse, sodass wir mit vollen Magen von Board gehen konnten.
Es war ein toller Tag am Reef wir hatten eine sehr nette Crew und haben viele neue Eindrücke von der Unterwasserwelt bekommen.
Für uns ging es morgens um acht aufs Boot.
Bis das Schiff 30 Minuten später ablegte, gab es erstmal Schoko- und Blaubeermuffins, Foccacia und Kaffee zum Frühstück. Dann ging es los. Mit ca 40 anderen fuhren wir hinaus zum Reef. Die Fahrt war wackeliger als gedacht, so dass sogar mir, obwohl mir eigentlich nie schlecht wird, ein wenig übel wurde. Bei Lucie war es so schlimm, dass sie wenig vom Tag genießen konnte, weil die Übelkeit nicht weniger wurde. Bei mir ging es bis zum ersten Wassergang wieder. Davor haben wir noch alle Anweisungen und Sicherheitsvorschriften von José, einem kleinen und sehr ulkigen Kerl, bekommen. Dabei kam ich mir etwas verarscht vor, da er erklärte wie man Flossen und Taucherbrille anzieht. Scheinbar hatten unsere chinesischen Mitreisenden aber großes Interesse daran, dies zu lernen. Also ging es ins Wasser und der Anblick der einem Bot war ... Ernüchternd. Ich hatte mir viel mehr vorgestellt. Natürlich war es trotzdem beeindruckend, die vielen bunten und verspielten Fische, Korallen und deren Formationen zu sehen. Nach einer Stunde Schnorcheln ging es wieder aufs Boot. Bis zum nächsten Tauchplatz gab es ein Briefing, bei dem uns José über Korallen, Fische und Säuger aufklärte und Infos zum Reef und den aktuellen Tauchplatz gab. Auch hier wieder unsere Chinesen: Als das Wort Turtle fällt, verfallen sie in Euphorie und können nicht mehr aufhören rumzukreischen. So werfet sie von Bord mit einem Zentner Beton am Fuß! Spaß, aber es hat genervt. Vor dem Schnorcheln gab es noch Lunch. Ein kleines Buffet, auf dem es Reis mit vegetarischen Curry oder mit Chicken gab, Salat, Prawns, Sushi (Jonis Favorit) und jede Menge frischer Früchte ( Mein Favorit) gab. Mit vollen Magen soll man nicht ins Wasser, aber genau das taten wir. Diesmal war die Kulisse schon deutlich spektakulärer: Von Korallen übersäumte Säulen, die vom Grund bis fast unter die Meeresoberfläche ragten, darin tummelten wunderschöne Fische, unter anderem auch der Napoleon Fisch, der ungefähr einen Meter groß ist und es liebt, wenn man ihn an den Lippen streichelt. Das Highlight waren zwei Meeresschildkröten. Mit ihnen konnte man durchs Wasser gleiten und neben ihnen schwimmen. Für mich Schildkröten Fan absolut unvergesslich. Die Tiere haben einen unglaublichen Charme, wenn sie sanft durchs Meer schwimmen und immer wieder zum Luft holen an die Oberfläche kommen.
Beim letzten Tauchgang konnte man mit einer Dame aus der Crew mit schwimmen, die einem über Korallen und Fische erzählte und unter anderem eine Seegurke an die Oberfläche holte um sie anzufassen. Mir tat das arme Ding eher leid. Ganz nebenbei entdeckte Joni einen Hai, der unter uns durchs Riff schwimmte. Aber keine Angst, es war kein drei Meter Hai, sondern ein harmloser, ein Meter langer, Reef Shark, der keinen Hunger auf Mensch hat. Außerdem entdeckten wir noch einen Rochen, der gerade dabei war, sich im Sand zu verstecken. Im Korallengarten, es war wirklich fantastische, auch wenn es an vielen Stellen eher ein Korallenfriedhof war, schürfte ich mir blöderweise beim Tauchen noch den Knöchel auf. Meine größte Angst war, dass durch das Blut ein Hai angelockt wird. Das war zum Glück nicht der Fall und wir kamen alle wieder sicher aufs Boot. Auf dem Weg zurück in den Hafen gab es noch sensationellen Schokoladenkuchen und Kekse, sodass wir mit vollen Magen von Board gehen konnten.
Es war ein toller Tag am Reef wir hatten eine sehr nette Crew und haben viele neue Eindrücke von der Unterwasserwelt bekommen.
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