Samstag, 18. Mai 2013

Bula!!

Nach einem mehr oder minder angenehmen Flug war es ein Segen aus der Maschine zu steigen und die tropische, warme Luft einzuatmen. Am Flughafen wurden wir von einer Gruppe Einheimischer mit traditioneller Musik, die an die aus Hawaii erinnert, und lauten "Bula"-Rufen empfangen. "Bula" heißt soviel wie Hallo, wird hier aber für alles verwendet und hat mich den ganzen Aufenthalt begleitet. Vom Flughafen ging es in meine schäbige Unterkunft in Nadi Downtown. Voller Hoffnung ging ich noch spät auf die Straße, um etwas zu essen zu finden. Es stellte sich jedoch raus, dass das ein größeres Problem war, als irgendwelche böswilligen Locals oder Prostituierte ausfindig zu machen. Der erste Eindruck von Nadi war also eher abschreckend als paradiesisch. Am nächsten Morgen besserte sich das nur wenig: Nadi sieht schäbig aus und man hat das Gefühl, die Menschen dort sind nur nett, um einem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine Ausnahme gab es jedoch: Als ich mich in eine Seitenstraße verirrt hatte, wurde ich von einem Mann zum Kava, das Volksgetränk, das angeblich dafür verantwortlich ist, dass der Großteil hier so breit gebaut ist, eingeladen. Er betete für mich auf Fiji, dass ich einen guten Aufenthalt haben werde und schenkte mir eine Kette als "Glücksbringer".
Mit dem lokalen Bus ging es dann für günstige 5 Fijidollar zur Coral Coast. Die Busfahrt war schon ein Erlebnis für sich: mit ca 60 Fijianern in einem veralteten Bus über miserable Straßen und einem Busfahrer der Lebensmüde zu sein schien. Jedoch kann man nichts gegen ihn sagen, da er mich vor dem Eingang meines Resorts, dem Mango Bay Resort, absetzte. Das Resort besitzt einen grünen Garten mit Palmen, die hoch in den meist blauen Himmel ragen, eine gemütliche Restaurant- und Pool-Anlage und einen bezaubernden Strand wie man ihn von den Postkarten kennt. Auch die ersten Bekanntschaften ließen nicht lange auf sich warten. Mit David lernte ich einen weiteren Franzosen kennen. Wir verstanden uns trotz der 15 Jahre Altersunterschied prächtig. Neben ihn waren noch Veranda und Rodrigo aus Mexiko in meinem Zimmer und als deutsche reihten sich noch Vera und zwei weiter Mädels aus Augsburg in unsere Gruppe ein. Abgerundet wurden wir durch Flo und Malaika, die mit ihren zwei Mädels Theresa, vier, und Isabel, ein Jahr alt, eine Weltreise machen. Mein Respekt, mit so jungen Kindern. Gemeinsam unternahmen wir im laufe der Woche verschiede Dinge. Unter anderem fuhren wir zum wunderschönen Natadola Beach oder spielten in der australischen TV Show "The Beauty and the Geek" mit. Der Dreh fand in einem Resort neben dem unseren statt und wir dienten als Statisten, wobei die "Freaks" die Aufgabe hatten mit den Mädels ins Gespräch zu kommen. Es war ein witziger Tag mit Freibier und einem Mittagsbuffet.
Im Laufe der Tage standen dann neben Entspannen, Lesen und Lernen unter anderem Surfen, Schnorcheln und Kajak fahren auf dem Programm.
Beim Schnorcheln konnten wir am Meeresgrund einen über 2 Meter langen Leopard Shark sehen, was uns ein wenig Angst eingejagt hatte.

Gerne würde ich Bilder für sich sprechen lassen. Blöderweise ging meine Digitalkamera einmal zu oft Baden und die Bilder meiner GoPro kann ich nur von einen Computer hochladen. Ich bemühe mich aber, dies so schnell wie möglich zu machen.

Am Freitag ging es dann nach fantastischen ersten Tagen zurück nach Nadi. Inzwischen hatte ich mich voll und ganz an die "Fiji-Time" gewohnt und es viel nicht schwer den Tag über einfach nichts zu machen, außer zu relaxen und ein wenig zu schnacken. Meine Begeisterung weitere 12 Stunden in Nadi zu verbringen hielt sich aus Erfahrung begrenzt und doch wurde es zum reinsten Erlebnis für mich.
Nachdem ich nach fast sechs Monaten die Hoffnung schon aufgegeben hatte einen von ihnen persönlich zu treffen, saß kein geringerer als Luke Kilpatrick, Gitarrist von Parkway Drive, in der Bar meines Hotels. Ganz höflich fragte ich ihn nach seinem Namen und ob ich mich zu ihm setzen durfte und wir verbrachten den Abend miteinander, dabei hatten wir nicht nur das Thema "Parkway". So kannte er zum Beispiel auch meinen Host aus Evans Head und war überrascht wie viele Locals ich aus Byron Bay kenne. Nachdem wir am nächsten Morgen noch zusammen gefrühstückt haben, dankte er mir für meinen Support, ich ihm für das Gespräch und er verabschiedete sich mit den Worten "See You this June! With Full Force! Carrion! Bro!" Und machte sich auf den Weg zu Wistons Hochzeit, während ich den Shuttel zum Hafen wählte.





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