Samstag, 19. Januar 2013

Brisbane / Noosa / Hervey Bay

Nachdem wir um halb zwölf Brisbane verlassen haben, eigentlich hatten wir zehn Uhr ausgemacht, fuhren wir auf die größte mit dem Festland verbundene Insel, Bribie Island, in einen kleinen und überschaubaren Ort . Nach kurzen Spaziergang und Aufenthalt auf einem Steg, von dem zahlreiche Kids springen, ging es weiter zu den am Horizont schon sichtbaren Glass House Mountains. Wir einigten uns darauf, auf einen Berg zu steigen. Dort gibt es mehrere, von denen jeder auf seine eigene Art und Weise aus der Erde ragt. Wir sind auf den Mt. Tibrogargan, der mit ca. 700 Höhenmetern der dritt höchste ist. Leider schafften es nur zwei von uns bis auf den Gipfel, da es teilweise lebensgefährlich war, wie man an manchen Stellen ohne Sicherung klettern musste. Am Gipfel wurde man dann allerdings mit einem 180 Grad Blick, der bis zum weit entfernten Meer reichte, belohnt. Wie es dort aussah, wer oben angekommen ist und wie der Weg war seht ihr unten bei den Bildern. Etwas traurig war, dass ich meine Sonnenbrille auf halben Weg im Gebüsch versteckt hatte, da sie beim Klettern störte und wir beim Abstieg natürlich vorbei gelaufen sind und so nochmal ungefähr ein Viertel vom Weg nochmal nach oben laufen mussten. Eine weitere Randnotiz: Für den Weg wird eine Zeit von 3 - 4 Stunden angegeben. Die beiden Free Climber, Bergziegen, Gipfelstürmer haben es allerdings auf eine Zeit von unter einer Stunde für Auf- und Abstieg geschafft. Die anderen mussten leider aufgrund von zu viel Gepäck, fehlender Motivation oder mangelnder Fitness (??) nach einem Drittel der Strecke abbrechen.
Zum Schlafen fuhren wir dann in den Ort Caloundra. Die Mädels haben mit all ihrem Charm bei den Polizisten punkten können, sodass wir zu einen Platz fuhren, wo wir sicher waren, dass es legal ist, dort zu schlafen. Am nächsten Morgen erfuhren wir allerdings von einem Einheimischen, dass die "bloody" Nachbarschaft es nicht so gerne sieht, wenn man am schönen Shelly Beach übernachtet. Den Nachmittag verbrachten wir in Mooloolaba. Joni und Ferdi machten die Strandpromenade unsicher, da die beiden keine Lust aufs Surfen hatten. Auf den Weg nach Noosa wollten wir eigentlich noch zu einem Wasserfall, indem man Baden kann. Leider war der Wasserstand zu gering und wir fanden lediglich einen schlammigen Tümpel vor. Trotzdem konnte man durch einen schönen Regenwald mit vielen Palmen wandern. Wir sind nur ein paar Meter in den Wald gelaufen. Am Abend hat uns unser Freund vom Morgen einen Schlafplatz am Strand empfohlen, der außerdem nahe der Stadt liegt. Diese erkundeten wir am Abend noch. Noosa ist ein kleiner Ort, der stark touristisch geprägt ist. Die Läden in der gemütlichen Einkaufstraße parallel zum Strand sind genau auf diese Kundschaft ausgerichtet. Mir persönlich gefällt das weniger, da wir eher auf die weniger überfüllten Orte aus sind. Am meisten hat mich Noosa mit seinem wunderschönen Strand überrascht, der nach Byron Bay bisher auf Platz zwei der schönsten Strände steht, neben Manly Beach natürlich.
Am nächsten Morgen durfte ich wiedermal eine herrliche Morgenstimmung am Strand erleben, die vor allem durch die Delphine, die in unmittelbarer Nähe zum Strand auftauchten, geprägt war. Vormittags waren wir noch auf erfolgloser Shoppingtour und haben die letzten Wellen vor dem Great Barrier Reef mit Surfen ausgenutzt.
Auf dem Weg nach Rainbow Beach haben Joni und ich uns köstlich über die Orientierung unserer anderen Reisebegleiter und -begleiterinnen amüsiert und dabei die These von meinem Vater "Navigationssysteme sind etwas für Analphabeten" diskutiert. Wir einigten uns beide darauf, dass die diskutierte Annahme aufgrund unseres Live-Beispiels nur der Wirklichkeit entsprechen kann. Mögliche Belege für unsere kollektive Meinungsübereinstimmung lieferten unter anderem der Fakt, dass wir uns noch vor dem Ortsschild von Noosa vier mal verfahren haben und unsere lieben Sachverständigen zur richtigen Ortsankunft dem Navigationsgerät der Straße weiter gefolgt sind, obwohl zwei mal in exorbitanter Größe unser Abendquartier "Rainbow Beach" nach rechts ausgeschildert war. So viel dazu.
Wieso der Strand den Namen "Rainbow" trägt, wurde uns erst klar, als wir zu den riesen großen Sanddünen gefahren sind, von welchen man Blick auf eine Felskette mit verschieden farbigen Gesteinen hat. Dort haben wir uns den Sonnenuntergang angesehen, was sehr schön war und uns ein heftiges "Flip-Flop-Klatsch-Sand-Battle" geliefert haben. Geschlafen haben wir in einer Straße vor einem Hostel, in der noch ungefähr zehn andere Camper standen und wir uns sicher glaubten, hier die Nacht in Ruhe verbringen zu können, nachdem uns am Morgen in Noosa schon ein Ranger weckte und darauf hin wies, dass er uns eigentlich eine 500$ Strafe geben könnte. Leider hatten wir auch diese Nacht wieder falsch spekuliert: Um 3:14 am klopfte es an jeglichen Fenstern. Die Mädels waren als erstes einsatzbereit, da wir Kerle noch ein kleines Kleiderproblem hatten. Auch dieser freundliche Mitmensch warnte uns wieder davor, wie hoch denn die Strafe für "Wildcampen" sei und dass wir leider unverzüglich den Ort verlassen müssen, es ihm aber sehr leid tut und er es eigentlich nicht machen würde, wäre es nicht sein Job. Dafür hat er den beiden halbschlafenden Mädels noch viele Reisetipps für unsere kommende Route gegeben, danke!
Wir folgten der Anweisung und fuhren aus dem Ort, leider wurden wir auch heute morgen um zehn vor sieben von einem weiteren Ranger weggeschickt... Da wir aber sowieso früh nach Hervey Bay aufbrechen wollten, kam es uns im Prinzip ganz gelegen. In Hervey Bay haben wir uns bei mehreren Anbietern für Touren nach Fraser Island informiert und ein wenig die Stadt angesehen. Man sieht schnell, dass es die "Walhauptstadt" ist: Überall gibt es Anbieter für Whalewatching und verschieden große Walskulpturen zieren das Stadtbild. Morgen werden wir eine eintägige Tour nach Fraser Island machen. Ich wäre gerne mehrere Tage auf die Insel, was aber leider aufgrund unseres zeitlich befristeten Campers nicht geht. Den Rest des Tages haben wir am Campingplatz verbracht und es gab wiedermal köstliches BBQ. Gute Nacht!

























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