Die letzten beiden Tage haben wir hauptsächlich mit Fahren verbracht, da wir jetzt Strecke aufholen müssen. Am Montag sind wir zeitig in Hervey Bay aufgebrochen. Von der Fahrt gibt es nicht sonderlich viel zu berichten, außer ein paar "schlafende" Kängurus und einen Waldbrand am Straßenrand. In Bundberg haben wir einen kurzen Zwischenstopp gemacht und sind dort zur Brennerei des bekannten regionalen Schnapses "Bundaberg" und zu einem Strand, an dem angeblich Korallenstücke angespült werden (leider war dem nicht so) gegangen. Yapoon haben wir uns als Nachtquartier rausgesucht. Leider stellte sich die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz schwieriger raus als gedacht, bis wir eine sehr nette Begegnung hatten. Nachdem wir planlos in Wohnvierteln rumgefahren sind, hat uns ein Mann angehalten und gefragt, ob er uns zu einem sichern Platz zum schlafen bringen soll. Wir waren anfangs etwas skeptisch, folgten ihm aber trotzdem. Er brachte uns zum Haus seiner Eltern, wo wir im Garten unseren Camper parken konnten. Jason lebt bei seinen Eltern, ist Minenarbeiter in Mackey und arbeitet immer eine Woche dort und ist dann wieder eine Woche zuhause. Wir durften das Bad mit Dusche von ihm mitbenutzen und er sagte, dass wir am nächsten Morgen mit seinen Eltern frühstücken können. Das hat vorallem bei uns Jungs große Euphorie ausgelöst, da wir von einem Festmal träumten und gar nicht mehr drauf warten konnten. Am nächsten morgen wurden wir auch nicht enttäuscht. Silvia und Doug, Jasons Eltern, waren sehr nett. Sie begrüßte uns direkt mit einem "Grannie-Hug", einer Umarmung, er machte Eier und Toast für uns und sie waren sehr nett und offen. Sie erzählten uns von ihren 14 Enkelkindern und aus ihren Leben. Später kam sie nochmal zu uns, um uns ein Gebet vorzulesen, dass sie mit ihrem Mann für uns gebetet hat.
Die beide und Jason kennenzulernen war für uns alle ein sehr schönes Erlebnis und wir freuten uns darüber, wie offen und hilfsbereit sie uns gegenüber waren. Den gestrigen Tag verbrachten wir dann wiederum mit Fahren, machten aber noch einen Abstecher in den Eungella Nationalpark. Dort kann man, wenn man viel Zeit und Geduld hat, Schnabeltiere in freier Wildbahn beobachten. Leider haben wir keines von beiden und so sind wir zu einem Wasserfall, in welchem man Baden kann, gelaufen. Hier haben wir immerhin eine riesen (min. 1 m) große Muräne gesehen. Natürlich haben wir uns trotzdem ins Wasser getraut. Das Highlight für mich war, dass auf ungefähr 7 - 8 m Höhe ein Seil hing, mit dem man sich übers Wasser schwingen und dann runter springen konnte. Trotz riesiger Verbotsschilder konnte ich es natürlich nicht lassen und es war auch ein echt guter "Kick" und hat sehr viel Spaß gemacht.
Nach abenteuerlicher Fahrt über schmale Straßen und Feldwege, haben wir es leider nicht geschafft eine Abkürzung zum Highway zu finden und mussten doch einen Umweg fahren. Auf irgendeiner Straße im Nichts haben wir heute Nacht geschlafen. Wir hatten zwar große Hoffnungen, dass uns wieder jemand einlädt, haben auch bei einer Frau gefragt, doch leider wurde daraus nichts.
Im Moment sind wir auf dem Weg nach Airlie Beach um dort Segeln zu gehen, doch hatten heute noch kein Glück. Erstens stehen wir gerade seit drei Stunden im Stau (Unfall auf dem Highway) und zweitens regnet es und es ist Regen bis Samstag voraus gesagt...
Mal sehen was der Tag noch bringt.
Cheers!



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