Byron Bay! Im voraus wusste ich schon immer, dass ich dort hin wollte und war mir sicher, dass es dort gefallen würde. Die Stadt hat in keinsterweise enttäuscht. Die Atmosphäre, die Leute, die Landschaft und diesen besonderen Flair der in der Luft liegt kann man sich wahrscheinlich schwer vorstellen, wenn man nicht selbst dort gewesen war. Alle sind total locker drauf, vieles ist vom Hippie-Leben geprägt, doch auch die mit etwas mehr auf dem Konto kommen nach Byron Bay. Leider habe ich es mir weniger von Touristen überlaufen vorgestellt, aber das lag unter anderem daran, dass gerade die Hauptreisezeit ist. Dementsprechend hatten wir auch Probleme damit, einen passenden Campingplatz zu finden. Nach ein paar anrufen hatten wir die Auswahl zwischen einem im Zentrum aber ohne Strom und einem etwas außerhalb, dafür mit Power. Wir entschieden uns für die erst Nacht für letzteren, um dann die zweite auf dem anderen zu verbringen. Es herrschte ein wenig Unmut, als wir feststellen, wie weit es ist, wenn man ohne Auto 3 km weg vom Ort ist. Aufgrund der Entfernung sind wir nicht mehr nach Byron Bay, sondern nur an den Strand des Platzes gegangen.
Der Strand war gigantisch, für mich persönlich war der Tag sofort perfekt, als ich auf den ersten Blick feststellte, dass dort die Jungs von Parkway Drive ihr Musikvideo zu "Karma" gedreht haben (http://www.youtube.com/watch?v=HafGJQXGFuY). Ich war glücklich, die Mädels und Ferdi waren mit am Strand und ebenfalls zufrieden. Joni ist am Camper geblieben, da er seine Haut vor der Sonne schützen will, hatte aber denke ich auch Spaß am Platz :)
Die Wellen dort waren toll, sodass wir jede Menge Spaß hatten und Lucie, Nuts und Ich noch eine mehr oder weniger erfolgreiche aber sehr amüsante Surfsession einlegen konnten. Am Abend wollten wir eigentlich noch ins Städtchen laufen, aber es war uns dann doch zu weit und außerdem war es auf dem Campingplatz in kleiner Runde zu sitzen auch sehr schön. Dazu noch ein passendes Zitat: "Also ich muss jetzt mal sagen, gestern fande ich es irgendwie nicht so toll, da wir keinen guten Platz hatten und es nicht so gut war, aber heute finde ich es richtig schön und gemütlich, dass man hier so draußen sitzen kann und es so warm ist" (Die Autorin möchte an dieser Stelle nicht genannt werden).
Wir haben am Abend mehrheitlich entschieden, dass wir gemeinsam um 5:30 aufstehen um uns am Strand den Sonnenaufgang anzusehen, doch leichter gesagt als getan, weniger bei Joni und mir, aber bei den anderen, die generell "etwas" länger schlafen.
An Strand war es aber sehr schön und es bot sich ein tolles Licht für unseren Lichtathleten Ferdi, der sich (wie immer) an der Kamera austobte.
Nach "chilligen und richtig guten Frühstück mit Rührei und Tee" fuhren wir zum nächsten Campingplatz. Dort haben wir unsere Dreistigkeit auf die Spitze getrieben, nachdem wir anfangs nur für vier Personen dann für drei und jetzt schließlich für nur zwei Personen zahlten. Den Vormittag haben wir mit Shopping in der Stadt verbracht, den Rest des Tages waren wir am Strand. Abends haben wir mal nicht unser sonst hervorragendes Selbstgekochtes gegessen sondern sind zum OzyMex, ein Geheimtipp in Claudia und Hans-Ulrich. Es soll dort die wohl besten Burritos geben und dem kann man auch nichts entgegensetzen, sie waren unglaublich lecker und vom Preis/Leistungsverhältnis voll in Ordnung! Was Preise angeht, muss man leider sagen, dass das, was man immer hört voll und ganz der Wahrheit entspricht. Es ist eigentlich alles teurer außer der Sprit und ab und zu noch andere Dinge. Das hat uns am ersten Tag hier unser indischer Freund aus der Commonwealth Bank auch schon mit auf den Weg gegeben: "You won't find much here in Australia that is for free".
Gegessen haben wir am Strand, dort hat außerdem eine Brown Snake unsere Aufmerksamkeit ergattert. Wie wir später erfuhren, ist ihr Gift tödlich. Nachdem wir noch ein wenig durch die Straßen Byron Bays geschlendert sind, ging es bald ins Bett, da ich am Morgen wieder zu Sonnenaufgang wach sein wollte. Gesagt getan, ging ich früh raus um zum Cape Byron, dem östlichsten Punkt des australischen Festlandes zu joggen und sah dort die Sonne aufgehen. Leider hatten noch mehrere Dutzend Asiaten die gleiche Idee. Der Leuchtturm dort ist das Wahrzeichen Byron Bays und macht in der Morgensonne auch eine gute Figur. Ich bin dann noch weiter zur Byron Bay High School gelaufen. Dort finden immer wieder legendäre Konzerte von der bereits erwähnten Band statt, deshalb für mich ein muss einmal dort gewesen zu sein. Von dort ging es zurück zum Campingplatz, nachdem alle wach und gerichtet waren, sind wir nochmal zum Lighthouse gefahren und durften dort wiedereinmal Delphine bestaunen.
Danach ließen wir Byron Bay hinter uns, mit dem Gedanken, dass ich hier nochmals herkommen werde, um nach Nimbin zu fahren. Nimbin ist inoffiziell die "Grashauptstadt" Australiens und man merkte auch schnell warum: uns wurden auf der kurzen Hauptstraße mit Läden wie "Happy High Spices" alles zwei bis drei Meter Cookies oder Weed angeboten. Wir beließen es aber dabei, unserem Tripp nach Nimbin nicht noch einen weiteren "Tripp" zu erweitern. Weniger erfreulich war die unerträgliche Hitze die dort herrschte. Ferdi sah so aus, als wäre er zwei Stunden joggen gewesen und auch alle anderen waren nicht mehr glücklich mit den Temperaturen.
Nach einer weiteren unterhaltsamen Fahrt mit spontanem Zwischenstopp an einen wunderschönen Teich in Murwillumbah erreichten wir zeitig unser Ziel für die Nacht, Tweat Heads, und konnten ein spontanes BBQ, anstatt Nudeln machen. Wir haben uns mit gegrillten Zucchini, Feta, Mais und Würstchen und dazu den von Joni und mir köstlich zu bereiteten Gnocci-Salat nahezu selbst
übertroffen.







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