Dienstag, 22. Januar 2013

Such a wonderful place... Fraser Island!

Am Sonntag haben wir unsere Tour auf Fraser Island gemacht. Ferdi ist zu Hause geblieben, da ihn der stolze Preis zu teuer war. Wir hatten zwei Touren zur Auswahl. Bei der ersten fährt man mit einem riesen Bus mit 40 anderen Touristen über die Insel. Variante zwei war zwar 40$ teurer, dafür ist man max. zu siebt unterwegs und sieht mehr von der Insel. Wir haben uns letzteres Modell gegönnt, was sich auch als die bessere Wahl rausgestellt hat.
Um 7:40 wurden wir von Fritz, unseren Guide, der vor vierzig Jahren aus Österreich nach Australien ausgewandert ist, abgeholt. Fritz war sehr gut drauf, hatte immer einen Gag auf Lager und seine Freude an allen möglichen Dingen. Von unserem Campingplatz hatten auch noch Petra und Gerhardt aus Mittelfranken die gleiche Tour gebucht. Sie waren ca. im alter unserer Eltern, sehr nett und konnten kein Englisch. Leider waren sie später in einem anderen Auto. Nach Bezahlung und Aufteilung in die Autos, ging es vom Büro zur Fähre, die uns auf Fraser brachte.

'"K'Gari" ( Paradies) nennen die hiesigen Aborigines diese riesige Sandbank mit blauen Süßwasserseen, kristallklaren Bächen, riesigen Dünen und üppigen Regenwäldern - geschaffen von Wind, Sand und Brandung. Das geheimnisvolle, paradiesische Fraser Island sucht weltweit seinesgleichen: Die größte Sandinsel des Planeten (20 km lang, 15 km breit) ist zugleich der einzige Ort, an den Regenwälder auf Sand wachsen. Letzterer wurde über Hunderttausende Jahre von der Ostküste des australischen Festlands hierhergespült.
Die Vegetation im Inselinneren reicht von dichtem, tropischen Regenwald, natürlichem Heideland und Feuchtgebieten bis hin zu Wallum. Parallel treffen riesige "Sandblows" (über 200m hohe Dünen), mineralhaltige Bäche und Süßwasserseen auf lange Sandstrände mit donnernder Brandung. Fraser Island beheimatet auch zahllose Vogel- und Tierarten wie die ursprünglichste Form des australischen Dingos. Zudem tummeln sich Dugongs, Delfine, Hai und wandernde Buckelwale draußen vor der Küste."
Einen Dingo durftet wir noch vor der Ankunft von der Fähre aus sehen.
Nach kurzer Fahrt über unbefestigte Sandtrails mit tiefen Löchern, Wurzeln und allen möglichen Unebenheiten erreichten wir den Lake McKenzie. Eigentlich handelt es sich dabei um eine riesige Regenpfütze, die sich auf einer dünnen, undurchdringlichen Schicht aus verrotteten Blättern gebildet hat. Stark mineralhaltiger Sand verleiht dem Wasser angeblich Anti-Aging-Qualitäten. Nach unserem 45-minütigen Badespaß fühlten wir uns auch direkt um fünf Jahre jünger. Am See gab es danach Morning Tea. Uns wurde Kaffee, Tee, Melone, Käse und Lemmingtons angeboten. Besonders letzteres hätte meinem Vater gefallen. Lockerer Biscuit mit Schokolade ummantelt und anschließend in Kokosflocken gewälzt - sehr lecker. Mit uns war auch ein Aborigine, der uns während dem Essen seine Didgeridoo Künste präsentierte. Er war wirklich gut. Nach weiterer Fahrt durch jegliche Arten von Wäldern, in welchen uns Fritz jegliche Arten von Bäumen zeigte und uns darüber informierte, kamen wir zum Seventy-Five Mile Beach, der die ganze Ostküste säumt. Mit 80 km/h ging es über den Strand, was unserem Allrad-Freund Rainer sicher sehr gut gefallen hätte.
Auf selbigen Strand liegt das Wrack der Maheno. Während des Abschleppens zu einem japanischen Abwrackplatz wurde das Passagierschiff 1935 von einem Wirbelsturm an Land gespült. Davor war es eine Zeit lang das schnellste Schiff in den Gewässern vor Neuseeland und Australien. In dem Wrack selbst hat sich sogar schonmal ein Paar das Ja-Wort gegeben. Eine seltsame Kulisse zum Heiraten...
Rund 5 km nördlich der Maheno findet man die Pinnacles, eine Ansammlung bunter Sandklippen, die wir zwar nur aus dem Auto aus betrachtet haben, aber trotzdem toll aussahen.
Die Champange Pools, Frasers einzige Stelle, die sicheres Schwimmen im Meer ermöglicht, war das nächste Ziel. Hier konnten wir wieder ins Wasser gehen, leider nicht so lange, es war aber trotzdem eine wunderbare Kulisse um sich abzukühlen.
Anschließend gab es Mittagessen am Strand. Wir bekamen ein kleines Buffet mit allen Zutaten um sich köstliche Bürger selbst zu belegen und, das Beste, es gab eisgekühltes Bier!
Während dieser Mahlzeit hat uns unser Aborigine Freund wieder unterhalten. Er hat uns verschiedene Tänze und Gesänge seiner Kultur gezeigt und war auch darin wieder sehr gut.
Mit vollen Magen sind wir die Felsen zu einer Felszunge mit dem besten Aussichtspunkt der Insel hochgeklettert, dem Indian Head. Der Name kommt wahrscheinlich daher, da der Felsen von oben aussieht wie Indien. Von dort aus soll man laut Reiseführer einen Blick auf "Haie, Mantarochen, Delfine und (saisonal) wandernde Wale" haben. Mir kam das beim Lesen etwas märchenhaft vor, aber tatsächlich konnten wir riesige Fische, Quallen, Haie und, sehr toll, viele Meeresschildkröten sehen. Mein Highlight an diesem Tag!
Die letzte Station war Eli Creek. Regenfälle verwandeln diesen hübschen Bach in eine reißenden, kristallklaren Fluss, der einen mühelos mitträgt. Im ansonsten Knietiefen Ufer watet so ziemlich jeder Entlang. Wir hatten hier viel Spaß, mussten nur mit bedauert feststellen, dass ein Bodyboard jetzt noch deutlich mehr Spaß bringen würde. So machte es zumindest bei ein paar Jungs den Anschein.
Mit gefühlten 250 km/h ging es zurück zum Schiff, da wir etwas in Zeitdruck geraten waren. Dank der herausragenden Fahrkünste von Fritz schafften wir es aber gerade noch rechtzeitig.
Den Tag über musste ich immer wieder an Axel und Petra denken, die mir schon Bilder von ihrer eigenen Reise auf Fraser gezeigt haben und ich sehr viele Orte wiedererkannt habe. Allerdings hat sich auch in einem Zeitraum von 20 Jahren viel verändert. Fraser ist oftmals von Touristen überlaufen, man braucht eine Genehmigung um dort selbst zu fahren und darf nur auf Campgrounds übernachten, außerdem sind die dortigen Wildpferde, die bis 2006 hier gelebt haben, inzwischen von der Insel verschwunden.
Am Abend waren wir alle etwas platt, aber es war ein wundervoller Tag mit unglaublich schöner Natur und vielen unvergesslichen Eindrücken.





















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