Samstag, 2. März 2013

Work Life

Das kleine Problem an dem Bus war, dass er nicht direkt nach Loxton, sondern ins 20km entfernte Berri fuhr. Ohne große Sorge und mit dem Wissen, dass uns schon jemand mitnehmen wird, stiegen wir in den Bus.
Ein Hoch auf die australische Freundlichkeit. Unsere Mitfahrgelegenheit fand sich schon im Bus. Der Nebensitzer von Joni, Kent, war auf Asienreise, wohnt ein wenig Außerhalb von Loxton und meinte, dass wenn seine Frau ihn abholt, wir mitfahren könnten. Nach fast 4 Stunden Fahrt stand tatsächlich seine Frau mit ihrem sportlichen Opel an der Haltestelle. Besonders glücklich sah sie nicht aus, als sie erfuhr, dass wir mitfahren und ihr Mann, gerade von der Reise zurück, ihr zwei Deutsche ins Auto setzte.
In Loxton zeigten die beiden uns noch die sehr überschaubare Stadt und setzten uns genau vor das Hostel. Ihr Nummer haben sie uns auch noch gegeben.
Bei dem Hostel handelt es sich um ein Working Hostel. Wir waren also zum Arbeiten da und durften sogleich erfahren, dass wir erst am Mittwoch anfangen werden und somit einen ganzen Tag erstmal warten müssen. Beim Kochen haben wir direkt Konrad und Moritz kennengelernt. Die beiden sind seit längerem zusammen unterwegs und wir haben uns von Anfang an gut verstanden.
Der nächste Tag wurde, so wie es zu erwarten war. Langeweile den ganzen Tag über. Loxton hat nichts zum Unternehmen. Das Highlight war dann aber doch noch der Kick mit den Jungs am Abend. Später gesellte sich noch ein Franzose, ein Japaner, ein Engländer und ein weiterer Deutscher dazu und es wurde ein lustiges internationales Match. Trauriges Ende der Partie war dann, als ein riesiger Truck unseren Ball überfuhr.
Die Arbeit am nächsten Tag war ein Flop, da wir nur 4 Stunden mit Bohnen pflücken beschäftigt waren und somit nicht viel verdienen konnten.
Die letzten Zwei Tage waren da schon deutlich besser. Mit Trauben ernten konnte ich 250$ verdienen. Heute hatten wir dann wieder frei und mussten uns die Zeit rumschlagen.
Allgemein ist das Hostel eher ein Saftladen: Schlecht Organisiert, dreckig und viele sagen, dass sie noch kein Geld bekommen haben.
Auf der anderen Seite sind aber die Mitmenschen alle sehr nett und man lernt viele Leute kennen. Gestern war da noch das River Barbecue, bei dem fast das ganze Hostel versammelt grillt und trinkt. Sehr witzig!
Ebenso ein Highlight ist es, wenn der Bäcker ab und zu vorbei kommt und die Reste des Tages vorbei bringt. Meistens sind es die süßen Stückchen, die wir sonst immer anschauen.
Heute sind dann auch schon wieder Moritz und Konrad abgehauen, dafür haben wir aber mit Greg, einem schwulen Kanadier, wieder einen netten Weggefährten kennen gelernt.

Da hier generell nicht so viel passiert, werde ich mich voraussichtlich erst wieder melden, wenn wir wieder Reisen werden. Bis Dahin



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