Montag, 18. März 2013

Coober Pedy And the Breakaways

Heute stand also noch ein wenig Programm an, bevor es weiter den Highway in Richtung Norden hinauf ging. Nach dem Frühstück haben wir nochmal die beiden getroffen, die sich das selbe Museum wie wir angesehen haben. Davor sind wir in Tom's Working Opal Mine, eine Mine, wo die Profis weiterhin nach einer Hauptader suchen. Wir durften durch die Schächte laufen, haben Informationen über die Entstehung von Opalen, deren Abbau und die Verarbeitung bekommen. Um Coober Pedy wir die kahle, trockene Wüste plötzlich von Ausschachtungen und dazugehörigen Abraumhalden überzogen - im Umkreis der Kleinstadt gibt's angeblich über 1 Mio. solcher Stellen. Die Opale, wie bereits erwähnt, der Grund für das fieberhafte Graben, haben hier ein bedeutendes Abbauzentrum entstehen lassen. Für uns war Coober Pedy eine trostlose Einöde, mit seinen Fliegenschwärmen, den heißen Temperaturen, den aufdringlichen, heruntergekommenen Ureinwohnern, rostigen Autos in jedem zweiten Vorgärten und die baumlose Landschaft vermittelten alles andere als ein gutes Stadtbild.
Trotzdem war die Mine sehr interessant, wir waren ja auch nicht in der Stadt, sondern unter der Erde.
Die St. Peters & Paul Catholic Churche, Coober Pedys erste Kirche, wirkte noch immer reizvoll. Sie liegt bzw. ist in den Berg gebaut, denn im Sommer hat es Temperaturen bis zu 50 Grad und im Winter Minusgrade. Im Berg bleibt es hingegen das ganze Jahr über bei ca. 23 Grad.
Anschließend haben wir uns noch schnell die Besichtigungsgenehmigung für die Breakaways geholt. Über einen unbefestigten Touristdrive kamen wir als erstes zum Dog Fence. Dieser zieht sich durch ganz Australien und sollte den Südosten des Landes dingofrei halten, da dort überwiegend Schafe gehalten werden. Über die Moon Plain, eine tafelartige Gegend, wo es aussieht wie auf dem Mond, gelangen wir schließlich zu den Breakaways, das mit seinen trockenen Hügeln und Steilhängen karg, aber trotzdem farbenfroh wirkte. Bei einem Aussichtspunkt, wo wir auch einen Australier trafen, der in Kiel geboren wurde, fiel unser Blick auf ein weiß-gelben Tafelberg namens Castle. Dieser ist so berühmt, dass er es schon in zwei Filme geschafft hat.
Auf unserem anschließenden Weg auf dem Highway trafen wir erst auf zwei Franzosen, die auf dem Weg stehen geblieben sind, nichts von Autos wissen und kein Empfang hatten. Eine ziemlich knifflige Situation und uns wurde bewusste, dass es uns genauso gehen kann, da wir auch nur sehr selten Empfang haben. Später wurden wir dann wieder von Maria und Christian überholt und trafen sie später an der Tankstelle wieder. Die Preise im Outback gehen natürlich schnell in die Höhe und so lang der Preis pro Liter bereits bei 2$.
Da wir vor den beiden losfuhren, wurden wir im Laufe der Strecke natürlich wieder überholt, da wir uns aufgrund von Sparmaßnahmen auf Tempo 80 beschränkten. Das wurde auch zu unserem Vorteil, denn im Überholen haben die beiden uns zum Abendessen am Campingplatz eingeladen. Bis wir dort waren, wurde auch schon gekocht und als wir fertig mit Umbauen waren, war das Essen fertig. Das war ein Service. Den Abend saßen wir noch lange im Freien, unter einem unbeschreiblichen Sternenhimmel, mitten im australischen Outback und unterhielten uns über alle möglichen Themen. Die beiden sind um die dreißig und haben aufgrund von Arbeitswechsel die Möglichkeit bekommen, nochmal für fast vier Monate durch die Welt zu reisen. Inzwischen waren sie in Dubai, zahlreichen asiatischen Ländern, Neuseeland und schließlich Australien. Jetzt weiß ich was ich in spätestens zehn Jahren auch nochmal machen möchte, mit wem, kann man sich ja denken :)







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