Samstag, 2. März 2013

Ein Prosit der G'mütlichkeit!

Den Sonntag Vormittag verbrachten wir noch im schönen McKlaren Vale vor der Laundry, da Joni noch waschen wollte. Ich habe mir das Geld gespart und mich für Handwäsche entschieden. Nach fast zwei Monaten habe ich es geschafft, erst drei mal eine richtige Waschmaschine zu benutzen. Meine Mutter muss stolz auf mich sein :).
Nach einem kurzen Einkauf ging es weiter nach Hahndorf, wo wir den Großteil des Tages verbrachten. Wie es der Name schon vermuten lässt, ist das Örtchen sehr deutsch geprägt. Entlang der Hauptstraße finden sich zahlreiche Geschäfte die an zu Hause erinnern. Das war Segen und Fluch zugleich. Auf der einen Seite war es toll, die vielen Dinge die einen an die Heimat erinnern zu sehen, riechen und hören. Auf der anderen Seite hat es aber doch auch ein Gefühl von Heimweh ausgelöst und man lernt die vielen kleinen Dinge zu Hause erst richtig schätzen.
Doch nun zu den Hauptattraktionen. Das erste was man gesehen hat, waren zwei riesige Fahnen. Eine von Deutschland und die andere vom Münchner Traditionsbier Hofbräu. In einem der vielen Souvenirläden wurden wir von einer freundlichen Österreicherin angesprochen. Sie verkauft Maßkrüge, Fahnen, Filzhüte, Kuckucksuhren und viele weitere deutsche Klassiker. Im Hintergrund lief natürlich die traditionelle bayrische Blasmusik. Ich war kurz davor mir einen Maßkrug vom Oktoberfest 2012 als Andenken an meinen diesjährigen Besuch zu kaufen. Ein paar Meter weiter konnte man im Spirituosengeschäft das bayrische Bier dann auch kaufen. Es wurde laut Etikett in der Tat aus München importiert.
Im örtlichen Hofbräuhaus war mächtig Betrieb und die Besucher hatten riesige Fleischplatten vor auch auf den Tischen stehen. Laut der sehr deutschen Speisekarte alles Braten und andere Fleischspezialitäten. Beim innigen Geruch nach Sauerkraut hat sich durchaus das Loch in unserem Magen bemerkbar gemacht, aber hinsichtlich der unbezahlbaren Preise haben wir lieber später am Bus ein paar Scheiben Toast gegessen.
Die deutsche Bäckerei lockte hingegen mit Brezeln, Bienenstich und Schwarzwälder Kirschtorte.
In einem Laden an der Ecke gab es fast alles aus den deutschen Supermärkten. Die Besitzer importieren scheinbar die waren in Originalverpackung aus Deutschland. So gab es Haribo, Milka, Dosenfraß, das gute Vitalis Schokomüsli für stolze 14$, Kuchenglasur, alle Arten von Kraut und viele weitere deutsche Lebensmittel, die wir hier teilweise vermissen. Natürlich waren die Preise unglaublich hoch, da es mit Sicherheit auch nicht billig ist, die Produkte in so geringen Mengen ins Land zu importieren.
Um nicht doch noch dem ganzen Essen zu verfallen, fuhren wir noch zur Beerenberg Beerenfarm. Wir hatten gelesen, dass man dort für 3$ Erdbeeren direkt auf dem Feld pflücken kann. Allerdings zahlt man dann trotzdem noch für jedes Kilo und bei den 3$ handelt es sich lediglich um die "Anmeldegebühr". Schade!
Da wir schon kurz vor Adelaide waren und auf unserer Strecke nicht mehr so viel zum ansehen lag, fuhren wir gemütlich und mit viel Zeit zum Mount Lofty Summit.
Dass wir wieder in der Nähe einer Großstadt waren, merkten wir daran, dass an den Parkplätzen Automaten standen und man ein Ticket brauchte. Unsere Taktik (Einfach ein bisschen dumm da stehen) ging voll auf und nach ein paar Minuten reichte uns ein älterer Mann mit verlassen des Parkplatzes sein Ticket.
Die Aussichtsterrasse bot einen Blick über Adelaide und dem Meer. Man konnte deutlich die vielen Grünflächen, die das Stadtzentrum umrunden und von den äußeren Stadtgebieten teilen, sehen.
Bei unseren romantischen Spaziergang durch den Botanic Garden zu den hochgelobten und bitter enttäuschenden Rosengärten, wurde wiedermal viel über die weitere Reiseplanung und die Zukunft diskutiert.
In Stirling, das sich im Nachhinein als sehr gemütlichen herausgestellt hat, verbrachten wir die letzte Nacht in unserem gemütlichen Wicked direkt im Ortszentrum (Frech!).
Am nächsten Morgen packten wir in aller Ruhe unsere Rucksäcke, fuhren nach Adelaide rein und suchten eine Waschanlage. Auf Grund des anhaltenden Regens an diesem Tag viel es uns leicht, die Oberflächen des Vans zu putzen. Rechtzeitig haben wir ihn dann abgegeben, um mit dem Bus nach Loxton zu fahren.







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