Das Great Barrier Reef, Weltkulturerbe, liegt vor der Küste von Queensland, wird jährlich von zahlreichen Touristen besucht und ist teilweise aufgrund von Tourismus und Seesternen, die die Korallen zerstören, kaputt. Trotzdem ist es auf einer Länge von 2000 km ein wahres Unterwasserwunderland mit dem größten Artenreichtum aller Ökosysteme der Welt. Hier leben mehr als 30 Spezies von Meeressäugern und unzählige Fisch-, Korallen-, Weichtier- und Schwammarten. Zu den beliebtesten Riffbewohnern gehört die Meeresschildkröte. Sechs der sieben (gefährdeten) Spezies leben hier und legen im Frühjahr und Sommer ihre Eier an den sandigen Stränden der Inseln.
Für uns ging es morgens um acht aufs Boot.
Bis das Schiff 30 Minuten später ablegte, gab es erstmal Schoko- und Blaubeermuffins, Foccacia und Kaffee zum Frühstück. Dann ging es los. Mit ca 40 anderen fuhren wir hinaus zum Reef. Die Fahrt war wackeliger als gedacht, so dass sogar mir, obwohl mir eigentlich nie schlecht wird, ein wenig übel wurde. Bei Lucie war es so schlimm, dass sie wenig vom Tag genießen konnte, weil die Übelkeit nicht weniger wurde. Bei mir ging es bis zum ersten Wassergang wieder. Davor haben wir noch alle Anweisungen und Sicherheitsvorschriften von José, einem kleinen und sehr ulkigen Kerl, bekommen. Dabei kam ich mir etwas verarscht vor, da er erklärte wie man Flossen und Taucherbrille anzieht. Scheinbar hatten unsere chinesischen Mitreisenden aber großes Interesse daran, dies zu lernen. Also ging es ins Wasser und der Anblick der einem Bot war ... Ernüchternd. Ich hatte mir viel mehr vorgestellt. Natürlich war es trotzdem beeindruckend, die vielen bunten und verspielten Fische, Korallen und deren Formationen zu sehen. Nach einer Stunde Schnorcheln ging es wieder aufs Boot. Bis zum nächsten Tauchplatz gab es ein Briefing, bei dem uns José über Korallen, Fische und Säuger aufklärte und Infos zum Reef und den aktuellen Tauchplatz gab. Auch hier wieder unsere Chinesen: Als das Wort Turtle fällt, verfallen sie in Euphorie und können nicht mehr aufhören rumzukreischen. So werfet sie von Bord mit einem Zentner Beton am Fuß! Spaß, aber es hat genervt. Vor dem Schnorcheln gab es noch Lunch. Ein kleines Buffet, auf dem es Reis mit vegetarischen Curry oder mit Chicken gab, Salat, Prawns, Sushi (Jonis Favorit) und jede Menge frischer Früchte ( Mein Favorit) gab. Mit vollen Magen soll man nicht ins Wasser, aber genau das taten wir. Diesmal war die Kulisse schon deutlich spektakulärer: Von Korallen übersäumte Säulen, die vom Grund bis fast unter die Meeresoberfläche ragten, darin tummelten wunderschöne Fische, unter anderem auch der Napoleon Fisch, der ungefähr einen Meter groß ist und es liebt, wenn man ihn an den Lippen streichelt. Das Highlight waren zwei Meeresschildkröten. Mit ihnen konnte man durchs Wasser gleiten und neben ihnen schwimmen. Für mich Schildkröten Fan absolut unvergesslich. Die Tiere haben einen unglaublichen Charme, wenn sie sanft durchs Meer schwimmen und immer wieder zum Luft holen an die Oberfläche kommen.
Beim letzten Tauchgang konnte man mit einer Dame aus der Crew mit schwimmen, die einem über Korallen und Fische erzählte und unter anderem eine Seegurke an die Oberfläche holte um sie anzufassen. Mir tat das arme Ding eher leid. Ganz nebenbei entdeckte Joni einen Hai, der unter uns durchs Riff schwimmte. Aber keine Angst, es war kein drei Meter Hai, sondern ein harmloser, ein Meter langer, Reef Shark, der keinen Hunger auf Mensch hat. Außerdem entdeckten wir noch einen Rochen, der gerade dabei war, sich im Sand zu verstecken. Im Korallengarten, es war wirklich fantastische, auch wenn es an vielen Stellen eher ein Korallenfriedhof war, schürfte ich mir blöderweise beim Tauchen noch den Knöchel auf. Meine größte Angst war, dass durch das Blut ein Hai angelockt wird. Das war zum Glück nicht der Fall und wir kamen alle wieder sicher aufs Boot. Auf dem Weg zurück in den Hafen gab es noch sensationellen Schokoladenkuchen und Kekse, sodass wir mit vollen Magen von Board gehen konnten.
Es war ein toller Tag am Reef wir hatten eine sehr nette Crew und haben viele neue Eindrücke von der Unterwasserwelt bekommen.





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