So ich hoffe ihr entschuldigt meine Nachlässigkeit in letzter Zeit, die aufgrund von schlechtem Empfang, wenig Akku und der Vorliebe des Lesens gegenüber des Schreibens aufkommt.
Hamilton nutzten wir lediglich noch dazu, um unseren Wasser- und Benzinvorrat aufzufüllen. Gut beladen ging es wieder Richtung Küste. Auf dem Weg lagen noch die Byaduk Caves und Lava Blisters. Diese kommen aufgrund der starken vulkanischen Aktivitäten in der Region zustande.
Das Örtchen Portland, das wieder am Meer lag, hat uns mittelmäßig gefallen, sodass wir nach kurzem Bummeln in der Stadt weiter zum Discovery Bay Costal Park fuhren. Hier haben wir uns den Yellow Rock angesehen. Wie der Name es verrät, handelte es sich um einen unspektakulären gelben Felsen im Wasser. Viel interessanter war da doch der Surfer, der sich mit den wilden Wellen, die gegen die Felsen barsteten, rumschlug. Auf dem Weg zum Cape Nelson Lighthouse sahen wir einen Echidna. Diese stacheligen Weggefährten sind den europäischen Igel sehr ähnlich, nur sind sie größer, dunkler und besitzen eine lange Nase.
Am Cape Bridgewater beschlossen wir, dass wir den 5km langen Walk zu einer Stelle, von der man Robben sehen kann, nicht machen, was bei uns eigentlich noch nie vor kam, dass wir uns gegen einen Fußweg entschieden. Stattdessen fuhren wir noch zum Petrified Forrest und den Blowholes. Mit Vorfreude hingekommen, mit Ernüchterung wieder abgereist. Beim Petrified Forrest handelte es sich um einen "Steinwald", der durch den strengen Wind und dem Meer an der Küste geformt wurde, wir ihn uns aber deutlich spektakulärer vorgestellt hatten. Noch trauriger wurde es beim Blowhole Look Out. Von hier aus kann man Blauwale beobachten, WENN man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Wir waren es nicht.
Nach einem kurzen Stopp bei den Tarragal Caves, Höhlen, stellten wir unser Fahrzeug am wohl spektakulärsten Parkplatz ab. Kurz vor dem Hang, auf unbefestigten Boden und mit einem Blick, der das Meer, einen Kilometer langem Strand und die Bridgewater Falls umfasste. Leider zeigen die Bilder nicht, wie es wirklich war.
Dieser Look Out war einer von der Sorte, bei denen man hinkommt, komplett ohne Erwartungen und dann etwas geboten bekommt, womit man überhaupt nicht gerechnet hat und was einen dann wieder beflügelt und antreibt. An solche Stellen sollten wir noch öfter kommen, zum Glück.
Vorher aber fuhren wir nach Nelson, wo wir uns überlegt hatten, die Nacht zu verbringen. Da es aber noch so früh war, fuhren wir noch bis Port MacDonnell und sahen uns dort noch das Cape Northumberland an, bekannt für seine Pinguin Kolonien. Nicht mit uns, keine Penguine, dafür ein unglaublicher Wind der auch noch im Ort wehte und somit das Kochen deutlich erschwerte. Wir hatten Tiefkühlgemüse gekauft, welches hervorragend schmeckte! Nochmal zurück zu den Pinguinen: Auch an nächsten Morgen, beim zweiten Besuch des Capes, sahen wir noch keine. Aber wir haben schon einen gesehen und es klingt zwar oft so, als hätten wir Pech mit unseren Tierbeobachtungen, aber in der Realität sehen wir hier fast jeden Tag ein Tier, dass wir noch nicht gesehen haben.
Nach der wenig erfolgreichen Tierschau ging es zum Ewens Point, ein Fluss/Tümpel, der sich hervorragend zum Tauchen geeignet hätte, da das Wasser so klar war, dass man sogar von Land bis fast zum Grund sehen konnte. Hätte ich eine GoPro wäre ich sogar Nackt reingesprungen, um spektakuläre Unterwasseraufnahmen zu machen.
Auf unserem Weg nach Mt. Gambier ragte schon von weitem der Krater des Mount Schank hervor, welcher sehr stark an die Etikette der Volvic Flasche erinnert. Auf ihm selbst sind wir einmal um den Krater gelaufen. Auch hier wehte wieder ein heftiger Wind, der einem beinahe das Standbein wegriss.
In Mt. Gambier fuhren wir zunächst zum unspektakulären Valley Lake, um uns dann vom Blue Lake verzaubern zu lassen. Dieser See ist so Blau, dass die Wissenschaft sich bis heute noch fragt, wie so etwas zu stande kommen kann. In der Tat war es fantastisch diese kräftige Farbe zu sehen. Leider spiegeln auch hier die Bilder nicht die Realität wieder.
Mitten in der Stadt von Mt. Gambier gibt es außerdem zwei Sinkhöhlen, die beide mit viel Aufwand bepflanzt wurden.
Bis Beachport sahen wir uns noch ein paar Küstenabschnitte an, wobei jeder für sich wieder sehr schön und beeindruckend war, die Felsformationen aber letztlich doch sehr ähnlich waren. Besonders enttäuschend waren dabei die Rainbow Rocks. Noch heute grübeln wir, warum diese so heißen, da aber auch rein gar nichts an einen Regenbogen erinnert.
Beachport hingegen bietet einen 800m langen Steg, der sich sehr zum Laufen anbietet, wenn man einmal komplett vom Wind und der Meeresluft getroffen werden will. Es fühlt sich einfach toll an, wenn die Haut und die Kleidung so salzig ist. Aber ich will hier den Spaziergang nicht schlecht machen, es war toll!
Von der Stadt geht außerdem der Bowman Touristdrive ab, der durch den Conservation Park, vorbei am Pool of Siloam, einen See mit hohen Salzgehalt, führt. Anschließend begutachteten wir noch den ausgetrockneten Lake George, der weniger "gorgeous" war.
Am Abend in Robe. Wir waren zu faul zum Kochen bzw Joni wollte endlich seine Fish And Chips essen. Ich begnügte mich mit Chips. Beim Essen waren wir nicht alleine. Umringt von zahlreichen Möwen, die scheinbar auf unser Essen aus waren und strapaziert vom nicht enden wollenden Wind, genossen wir unsere Mahlzeit. Zum Nachtisch gönnten wir uns ein Stück von unserem Mudcake, den wir uns gekauft hatten und jetzt jeden Abend ein Stück aßen. Von Natalie haben wir gelernt zu rationieren :)
In Robe gibt es auch einen Tourist Drive, den wir uns aber für den nächsten Morgen aufhoben. Auf seiner Strecke, die größtenteils durch den Ort, den wir schon kannten, führte, konnten wir immerhin einen Obelisk sehen, der an der Küste stand.
Den örtlichen Long Beach durften wir uns auch nicht entgehen lassen, denn er war in der Tat "Long" und, welch ein Wunder, dass Wasser hatte keine gefühlten Minustemperaturen, sonder war erträglich. Auf Grund des wenig vorhandenen Sonnenscheins gingen wir aber trotzdem nicht rein.
Auch am nächsten Strand, dem Pink Beach, war die Sonne noch hinter dichten Stratus Wolken versteckt. Erst am Nachmittag sollte sie sich wieder zeigen.
In Kingston S. E. standen wir vor dem Cape Jaffa Lighthouse. Er wurde, nachdem er vier Jahre lang ca. 5 km vor der Küste, mühselig aufgebaut wurde, nach ein paar Jahren hier her verlegt. Das ist eine Logik.
Ansehnlicher war dann doch Larry The Lobster, der am Ortsausgang stand. Ein 17 Meter hoher Hummer, der als Werbemittel für ein Restaurant dient. Wer hat, der hat.
Danach wurde es sehr trist.
Schon in Kingston roch es wieder verdächtig nach Feuer. Als wir den Ort verließen hingen dichte Rauchschwaden im der Luft. Anfangs muss es Feuer gewesen sein, dann aber ein Dunst, der eine ganze Weile in der Luft hing. Wir befanden uns in einer Gegend mit vielen Feuchtgebieten. Zahlreiche Seen locken Leute mit viel Zeit zum Birdwatching. Ansonsten gibt es in dieser Region wenig zu sehen. Die Landschaft ist immer ähnlich und es sieht nicht gerade überragend aus. Der Jack Point war neben dem Pranka Look Out einer der wenigen Stopps. Nach einem kurzen Fußweg durch die Öde kam man zu einer Aussichtsplattform, von der aus man Blick auf eine Pelikan Insel hatte. Leider waren wir ohne Fernglas sichtlich schlecht ausgestattet und so blieben uns noch die Informationstafeln.
In Meningie verbrachten wir einige Zeit am Lake Albert. Auch er sah ähnlich aus wie der Rest der Gegend. Joni betrieb ausgefeilte Maniküre und ich gab mich meinem Buch hin.
Voller Hoffnung auf ein schönes Abendquartier steuerten wir Wellington an. Es liegt direkt am Murray River, der hier in den Lake Alexandrina mündet. Über ihn gelangten wir mit einer Fähre, die wir uns mit einem der fürs Land typischen Trucks teilten. Natürlich konnten wir mit unserem Gewicht nicht konkurrieren und wir tuckerten mit mächtig Schieflage über den Fluss. Wellington bot lediglich eine Tankstelle, weswegen wir noch weiter nach Starthalbyn fuhren. Schon in Langhorne Creek war der Landschaftswechsel ein Segen. Auf einmal befanden wir uns inmitten einer Weingegend, mit Reben, Blumen und auch die Sonne kam zurück. Entzückend.
Strathalbyn bot uns neben einem Woolworths, der mir das Geld für drei Packungen TimTams kostete (Sie waren im Angebot), auch einen schönen Stadtpark zum Abendessen. Leider wurden noch vor dem Abwasch die Toiletten abgeschlossen und wir mussten verbotenerweise dazu auf einen Campingplatz gehen. Als ich schon im Auto saß und froh war, dass alles gut ging, kam Joni mit der Meldung, dass am Office ein Mann steht und ihn seltsam angesehen hat, obwohl er einen Hinterausgang benutzt hatte.
Bei der Besprechung, wie wir von dort wegkommen könnten, machte mich Joni noch drauf aufmerksam, wieso ich auf der Bremse stehe (Bremslicht leuchtet). Dummer Tilman, natürlich sieht der Mann dadurch unseren, eigentlich gut geparkten Van und kommt. Freundlich fragt er uns, ob wir denn die Duschen benutzen wollen und ich antworte ihm freundlich, dass wir erst vor ein paar Stunden geduscht haben, aber danke. Dabei ist mir schon aufgefallen, dass Joni etwas nervös wurde und zunächst nicht wusste was er sagen soll. Der Mann machte uns noch darauf aufmerksam, dass man dort nicht campen darf.
Später stellte sich heraus, dass der Mann gefragt hat, ob wir denn seine Duschen benutzt hätten. Ein Glück, dass ich ihn da wohl falsch verstanden habe und somit mit gutem Gewissen eine ehrliche Antwort geben konnte. Deswegen auch Jonis Unsicherheit. Eine witzige Geschichte, vorallem wenn man sich in den Campingplatz Besitzer versetzt, der uns ertappt hat und als Antwort nur bekommt, dass man erst vor ein paar Stunden geduscht hat.
Der nächste Morgen begann in doppelter Hinsicht positiv. Zum einen konnten wir zu einem Spottpreis von 2,95$ unsere Gasflasche auffüllen und zum anderen durften wir auf der Talinga Groove Farm, nachdem wir die Besitzerin drei Minuten nach Öffnung überfielen, verschiedene Olivenöl und Oliven probieren. Beides war sehr köstlich, vorallem das Knoblauch und das Limetten Öl waren unsere Favoriten :)
Weniger erfreulich waren die heftigen Bauchkämpfe, die mich den ganzen Vormittag über plagten. So konnte ich auch nicht die schöne Aussicht in Milang über den Lake Alexandrina genießen.
Erst als wir in Goolwa waren, wurde es besser.
In der schönen Wharf liefen die Aufbauarbeiten für ein Festle.
Eine Freude konnte ich dabei ein paar alten Männern machen, die via Menschenkette ein Schiff mit Feuerholz beluden und ich mich kurz in die Kette gesellte. Beim Spazieren durch die Hauptstraße kamen wir an verschiedenen Lebensmittelläden vorbei. In einem durften wir Fudges mit Schoko- und Irishcreamgeschmack kosten.
Am Strand machten wir einen eher kurzen Beach Track, der lediglich auf eine Düne führte.
Auf dem Weg nach Port Elliot sahen wir uns noch ein paar Surfstrände mit wenig Surf an.
In dem entzückenden Örtchen selbst hielten wir an der Horseshoe Bay. Hier gibt es ein Restaurant, dass angeblich die besten Fish And Chips Victorias macht. Er wollte nicht probieren. Aber auch so sah die kleine Bucht mit einladendem Sandstrand sehr schön aus. Durch das türkisfarbene Wasser und den vielen Granitfelsen erinnerte es sehr an Sardinien.
Anschließend fuhren wir kurz ins Hinterland. Den Crows Nest Look Out teilten wir uns zunächst mit der Polizei. Was genau der Polizist in seinem Sportwagen mit riesiger Antenne gemacht hat, wissen wir nicht.
Die Hindmarsh Falls waren wiedermal wegen zu wenig Wasser nicht die Anreise Wert. Es war hingegen ein riesen Spaß die Straße entlang der Rolling Hills zu fahren, die mit 17% Gefälle doch durchaus steil war.
Besonders belustigend war noch der Anblick mehrerer Lamas, die bis auf den Kopf geschoren waren.
In Victor Harbour verbrachten wir den Rest des Tages. Im Abendlicht machten wir noch einen Spaziergang über Granite Island. Die kleine Insel liegt direkt vor der Küste und ist über einen begehbaren Steg mit dem Festland verbunden. Tagsüber kann man hier eine Pinguin Kolonie beobachten, was wir leider verschnarcht haben. Dennoch bietet die Insel einen Rundweg, bei den man an viel Granit vorbei kommt, wie es der Name schon erahnen lässt.
Heute morgen eroberten wir erstmal den etwas außerhalb liegenden Hügel The Bluff. Nach einem kurzen und wenig fordernden Aufstieg waren wir oben. Aber Hey. Ein Gipfel am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.
Wir hatten uns entschieden die letzten Tage entlang des Fleurieu Penisula Way zu fahren und die gleichnamige Gegend zu erkunden. Leider bot die Strecke auf dem darauffolgenden Stück bis auf die Ingalalla Falls, die kein Wasser führten(....) nicht viel.
In den Deep Creek National Park wollten wir nicht, da wir es nicht einsahen 10$ Eintritt zu zahlen. Am Kangaroo Island Look Out, wie es vermuten lässt, hatte man Blick auf die Insel, mussten wir feststellen, dass in der Nacht jemand unseren Camper beschmiert hat. Auf dem schönen Graffiti "Got This" sind blaue Kürzel geschmiert worden. Welch eine Frechheit. Das Cape Jervis bietet für Leute, die von dort aus nicht mit der Fähre nach Kangaroo Island wollen, nicht viel. Auch der dortige Logan Beach war nicht besonders.
Hingegen lieferte die Rapid Bay, die etwas weiter weg vom Weg war, schon eine beeindruckendere Kulisse. Neben dem Strand war eine riesige Höhle. Leider war es ein Steinstrand und somit ziemlich ungemütlich, wenn man auch einen Sandstrand haben kann. Diesen hatten wir in Normanville und nutzten ihn auch zugleich dazu aus, mal wieder ins Meer zu springen und uns abzukühlen, denn wir hatten mal wieder einen heißen Tag. Auf den Weg zum Strand sahen wir auch eine richtig große Delfin Schule in unmittelbarer Nähe zur Küste.
Auf dem Weg nach Aldinga Beach, das wir zum Einkaufen nutzen wollten, kamen wir wieder mal zufällig zum Myponga Reservior. Es war wieder eine dieser Stellen bzw in dem Fall eine ganze Straße, die aus dem Nichts entzückte. Über eine Staumauer schlängelte sie sich durch die hügelige Landschaft und stets die Aussicht auf einen See, die Weinreben und den Wald und in der Ferne das Meer.
Über Willunga kamen wir nach McLaren Vale, wo wir über Nacht bleiben, weil wir in der Information Morgen hoffentlich mehr über die Arbeitssituation erfahren. Wir sind hier inmitten eines schönen Weingebiets.















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